Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 2.1928

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andere Fragen zu kurz kommen. Vor allem belteht eine Lücke
zwifchen den ausgezeichneten Ausführungen über Konftruktionen
und Werbefechnik und den Auflägen über formale und archifekto-
nifche Fragen. Den Inhalt der Aufläge von May, Riezler und Lotj Soeben erschien

könnte ich mir in einem gut fundierten und die Refultate in
Form von Thefen zufammenfaffenden Kapitel wirkfamer denken.
Sehr eindrucksvoll i(t der Bilderteil, der wohl alles umfafjt, was
erreichbar war. Gantner.

Le Corbusier

STÄDTEBAU

Le Corbusier, Städtebau. Uebertragen von Profeffor Dr. Hans
Hildebrandt. Mit 200 Abbildungen. In Leinen gebunden 16 Mk.
(Deutfche Verlags-Anltalt, Stuttgart).

Hildebrandt hat feiner Uebertragung der „Kommenden Baukunft", Übersetzt von Prof. Dr. Hans Hildebrandt

die nun fchon im 7. Taufend vorliegt, relativ rafch die Ueber- Mit 200 Abbildungen. In Leinen geb. M 16.—

fetzunq des „Städtebau" folgen lallen. Das deutfche Publikum wird H _ ,

, i . i . a i ., i i .1. i i i i Der Städtebau ist das Kernproblem der gegen-

ihm für diefe keineswegs leichte Arbeit außerordentlich dankbar wärtigen wie der künftigen Baukunst, und alle üb-

fein, denn diele beiden Manifefte von Le Corbusier find und rigen Probleme sind ihm untergeordnet, gehen in

bleiben weitaus die fchlagendlten, klüglten und wirkungsvollen ihm auf. Le Corbusier hat gerade hier, wo er auf

Kampffchriften der modernen Gefinnung. Sie find viel unmittelbarer I senem ureigensten Gebiete s ich bewegt, wahr-

als etwa die „Bauhausbücher", die gerne ins Doktrinäre abgleiten. I ^i^T^T Z "T"" Se'[ne.fro^en

... ... i i a i Stadtbauentwurfe, vorgetragen mit aller logi-

Schade nur, daf} bei dieler Umlerjung in die deutlcne Ausgabe ■ sehen Klarheit und aller glänzenden Beredsam-

Verleger wie Ueberferjer viel zu gründlich, viel zu wiffenlchaftlich keit des lateinischen Geistes, scheinen Utopien,

vorgegangen (ind. Sowohl die „Kommende Baukunft" wie dieler Aber sie sind die Wirklichkeiten von morgen.
„Städtebau" lind (olide, dicke, teure Bücher geworden, die min-

deftens dop- Deutsche Verlags-Anstalt / Stuttgart

iiMMMiiiMi......niMMiiiwi.....im»— mm pelt foviel ko-

ften wie ihre
franzöfifchen

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SLUXF~ESR| Urbilder, auf gutes Papier peinlich lauber gedruckt (ind und fo den eigentlichen

Charakter des Manifeftes verloren haben. Es wirkt unecht, wenn dann in einem
folchen Band lllultrationen ftehen wie etwa die Ausfchnitte aus Zeitungen oder
Lehrbüchern, die Le Corbusier als fchlagende Belege für feine Poftulate fo gerne
heranzieht. Die Ueberfefzung als fprachliche Leittung erfcheint mir auf Grund einiger
Stichproben zu wörtlich, zu ängftlich. (Z. B. Abb. Seite 240: Exposition des Arts
decoratifs = Ausstellung der „fchmückenden Künfte" u. a.). In vielen Fällen mag
GLASBAUf Le Corbusier's lapidare Diktion, ähnlich der ganz unlapidaren von Marcel Proust,

überhaupt unüberletjbar fein. Aber das Buch ift als Darftellung lebendiger Ideen zu
wertvoll, als dafj die deutfche Bauliteratur es (ich hätte entgehen laffen dürfen.

■ - Pritmananlaqcn Gantner.

PI* Elcktrovcrqkuungen ^^^m^^^^^^^^^^^^^^m^^^^^^^^—^mmm^mmmmmmmmmmmmmmw

■ ■ Kalleroberlichte mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm^mmmmmmmmmmmmmmmmmm

|:£S±SC: ■ \ <g> W. PROESLER • ARCHITEKTEN

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