Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 2.1928

Seite: 100
DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/neue_frankfurt1928/0150
Lizenz: Freier Zugang - alle Rechte vorbehalten Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Der Frankfurter Hauptfriedhof
aus der Vogelfchau

DIE ERWEITERUNG DES NEUEN HAUPTFRIEDHOFES

Von Stadtbaurat May.

Jedes architektonifche Geftalfen bedeutet gleichzeitig Ordnen und jede
Ordnung wiederum Schönheit. Darum erftrebt Frankfurts neue Friedhofs-
ordnung, die Unruhe einer zu grofjen Vielgeftaltigkeit bei der Grabge-
ftaltung zu befeitigen, die Menfchen wieder daran zu gemahnen, Einzel-
wünfche dem gemeinfamen Intereffe zu opfern, wenn fonft die Ruhe und
Gröfje unferer Friedhöfe gefährdet ift. Der feierliche Ernft einer Gräberan-
lage, jenes unbeftimmbare Etwas, das auch dem nicht direkt Beteiligten an
die Seele greift, wird aber ebenfofehr oder vielleicht noch mehr als durch
eine Harmonie der Gräber und Grabfteine und durch eine geeignete Be-
pflanzung durch eine Gefamtplanung des Tofenackers beftimmt, die die
Flächen in fchlichter und überfichtlicher Weife mit wenigen grofjen klaren
Linien teilt, die unterfcheidet zwifchen beherrfchenden Hauptwegen, die dem
allgemeinen Verkehr dienen, und Ichmalen Zugangswegen zu den einzel-
nen Gräberabteilungen und Gräbern. Nur fo wird auch die im Intereffe
einer reibungslofen Verkehrsabwicklung erforderliche Ueberfichtlichkeit ge-
Grabzeichen der beiden Bildhauerklaffen der fchaffen.

Kunftfchule Frankfurt a. M., Raum auf der Aus- » ,, x .. , , , .'. , ,, , , , ■ ■ ■ i n

rtellung der Schule Frühjahr 1927 Der altelte leil unleres Haupffnedhotes, der vor hundert Jahren in benutjung

100
loading ...