Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 2.1928

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die ein gut ausgebauter Dachgarten bietet. Er konnte dabei aus-
gehen von (einem eigenen Garten in Worpswede, den er nach
den neuen Grundlagen angelegt hatte. Die Ausführungen Migges,
deren fehrernfthafte Refultate undVorfchläge deralten idealiftifchen
Terminologie (wie:„das grüne Evangelium") eigentlich nicht mehr
bedürften, gipfelten in der Forderung, darj zu jeder Wohnung ein
Stück Garten gehören mühte, (ei es auf der Erde oder auf dem
Dach. Wir hoffen, auf die neueften Arbeiten Migges in den Frank-
furter Siedlungen bald ausführlicher zurückkommen zu können.
In einem kurzen Schlußwort faßte Stadtrat May die Tendenz dieler
ganzen Veranffaltung noch einmal zufammen und bekannte fich
erneut zu der Abficht des Frankfurter Hochbauamtes, jeder Familie
eine menfchenwürdige Unterkunft und Lebensweite zu verlchaffen.

Gtr.

HAGEN (Weftfalen)

Ausftellung „Der neue Haushalt"

Der Karl Ernft Ofthaus-Bund in Hagen (Weftf.) veran-
ffaltet gemeinfam mit der Stadtverwaltung Hagen vom 29. April
bis 27. Mai eine große Ausftellung „Der neue Haushalt", um den
Hausfrauen aller Kreife Gelegenheit zu geben, die Erzeugniffe
moderner Heimtechnik kennen zu lernen. Zur Ausftellung kommen
nur (olche Gegenftände, die fowohl ihrer äußeren Form wie ihrer
Brauchbarkeitnach vorbildlich find. DieAusftellung umfaßt folgende
Abteilungen: Einzelküchen, hauswirtfchaftliches Gerät, Badeein-
richtungen, Gasapparate, elektrifche Apparate, Haus= und Küchen-
kleider. An Einzelküchen werden gezeigt: die Efchebach-Reform-
küche, die Frankfurter Küche, die Stuttgarter Kleinküche und die
Kramer-Küche. Eine befondere Anziehungskraft wird außerdem
die Sammlung Wifot5ky,Charloftenburg,überHeimfechnik ausüben.
Außer praktifchen Vorführungen und Demonftrationen werden an-
läßlich der Ausftellung folgende Vorträge ftattfinden : Prof. Dr. h.c.
Damafchke, Berlin „Die Wohnungsfrage, eine Hausfrauen- und
Mütterfrage", Stadtbaurat May, Frankfurt „Der neue Grundriß der
Wohnung", Regnar Berg, Dresden „Neuzeitliche Ernährungs-
fragen", Grete Schütte-Lihoßky, Frankfurt „Hausfrau und neuer
Wohnungsbau", Stadtbaurat Figge, Hagen „Das Hagener Haus
der Frau". Die Leitung der Ausltellung liegt in Händen von Dr.
With und Sfadtbaurat Figge.

DIE MITARBEITER DIESES HEFTES

Dr. Will Grohmann . . Dresden-Blafewiß, Regerftraße 37

Dr. K. K. Düffel . . . Stuttgart, Alte Weinfteige 9

Amedee Ozenfant . Paris XlVe, 53 Avenue Reille

Architekt Rieh. Neutra . Los Angeles/Kalifornien, Kings Road 835

S. van Ravesteyn . . . Utrecht, Admiraal v. Gentstraat 33

Dr. Adolf Behne . . . Charlottenburg I, Grünltraße 16

Dr. Justus Bier . ■ . . Nürnberg, Fürtherstr. 10

Otto Dix, Bildnis Max Scheie r. Nationalgalerie Berlin (Kron-
prinzenpalais). — Prof. Scheler, bisher in Köln, beginnt feine neue
Tätigkeit als Ordinarius für Philofophie und Soziologie an der
Univerfität Frankfurt.

KUNSTSCHULE FRANKFURT A.M.

Vorträge

Am 20. März fprach Benno Reifenberg, Frankfurt, über „Die Land-
fchaft Cezannes". Der Zyklus der Wintervorfräge erhält damit einen
vorläufigen Abfchluß.

SCHRIFTLEITUNG: DR. J. GANTNER, NEUE MAINZERSTRASSE37, TELEFON RATHAUS 485 oder 857, FRANKFURT AM MAIN

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