Das neue Frankfurt: internationale Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung — 3.1929

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M I T T E I

LUNGEN

FOTO-AUSSTELLUNGEN ÜBERALL

In Stuttgart: Eröffnung der Fifo am 18. Mai. Dauer bis 7. Juli.
Die Filme laufen vom 13. — 26. Juni in den Kammerlichtfpielen.

In Berlin: Internationale Foto-Ausftellung bei Neumann-Nieren-
dorf mit dem ergänzten Material von Effen. Nachher Vorführung
in London, Wien und Dresden.

In Göteborg: Internationale Foto-Ausftellung im Herbft 1929.

ARCHITEKTUR« UND WOHNUNGSAUSSTELLUNGEN

Frankfurt. Im Zufammenhang mit dem Internationalen Kongref)
für Neues Bauen ift eine kleine Ausftellung moderner Architektur
geplant. September.

Breslau. Die große Ausftellung „Wo h nung und Werkraum"
wird auch vom Ausland her ftark belchickt werden. Der Abteilung
„Wohnen und Siedeln" (oll eine Länderfchau angegliedert wer-
den, ebenfo der Abteilung „Grünflächen und Grünpolitik". 15.
Juni - 15. September.

Köln. Mufeumsdirektor Dr. With und Architekt Jofef Op gen
Oorth ftellen im Rahmen der Kölner Ausheilungen eine Ab-
teilung „Die wachlende Wohnung" zufammen. Grundge-
danke: einen Standard zu geben für eine vernunftgemäße, im
Laufe der Jahre zu vervollltändigende Wohnungseinrichtigung.
Eröffnung: 1 8. Mai.

Zürich. Das Züricher Kunithaus plant für den Spätfommer eine
grohe Gefamtfchau „Die neue Optik". Diefe Ausftellung wan-
dert unmittelbar nachher nach Frankfurt a. M.

Modell des neuen Vortragsgebäudes des Südweftdeutfchen Rundfunks
in Frankfurt (im Bau). Architekt Willy Cahn

Willi Baumeifter, „Hodifprung". Mit Genehmigung der Galerie
Flechtheim, Berlin

ZEITSCHRIFTEN

„Das Neue Berlin" fetjt feine Diskuffionen über die aktuellen
Berliner Baufragen fort. Im 4. Heft fprichf Gropius über „Flach-,
Mittel- oder Hochbau?" und kommt zu dem Refultat, dah Flach-
haus und Hochhaus nebeneinander planmäfjig zu entwickeln feien,
mittelhohe Häufer (3—4 (töckig) dagegen als weniger wirtfchaft-
lich eingefchränkt werden follen.

NEUE BUCHER

Jan Tfchichold, Die Neue Typographie. Ein Handbuch für
zeitgemäß Schaffende. Berlin 1928. Verlag des Bildungsverbandes
der deutfchen Buchdrucker.

Tfchichold wendet fich in erfter Linie an die praktifch arbeitenden
Typographen. Daraus erklärt fich wohl der ftellenweife etwas breit
lehrhafte Ton des fonft ausgezeichneten und frifchen Textes fowie
der Hang zur apodiktifchen Formulierung von Regeln. Hier geht
Tfchichold für mein Gefühl zu weit; warum foll die neue Typo-
graphie, kaum dah fie fich aus den Feffeln der Überlieferung be-
freit hat, fchon wieder in neue Regeln gefaßt werden? Dabei find
ihre Mittel ungleich viel reicher als früher. Diefer Einwand ent-
kräftet durchaus nicht die Feftftellung, daß das Buch die erfte
brauchbare, alle Gebiete umfallende Synthefe der heutigen Mög-
lichkeiten bringt und als folche für jeden Ausübenden unentbehr-
lich ift. Ausffatfung und Durchführung find untadelig. Gtr.

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