Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 18.1920

Page: 160
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kk1920/0171
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
HUGO FREDRIK. SALMSSON, RÜBENERNTE

DIE NORDISCHE MALEREI
IN DER GALERIE ZU GOTENBURG

VON

G. F. HARTLAUB

Die Gotenburger Gemäldegalerie, neben Stock-
holm die bedeutendste moderne Kunstsamm-
lung Schwedens, bietet einen in ihrer Weise im-
ponierenden, breiten und lückenlosen Überblick über
die schwedische Malerei vom Ende des achtzehnten
Jahrhunderts bis zur jüngsten Gegenwart. Und zwar
nicht nur eine Übersicht über die weithin sicht-
baren Höhepunkte, sondern auch manche intime
Einblicke in versteckte Seitentäler, wo der Fach-
mann und Kunstfreund seine besonderen Über-
raschungen sucht und findpr. Die Gotenburger
Galerie gehört zu der Klasse der „interessanten"
Sammlungen. Wir meinen damit, daß sie nicht
eigentlich zu den ausgesprochen „schönen" Samm-

lungen zu rechnen sei, nicht eben viele Gegen-
stände höchster ästhetischer Andacht biete, sondern
mehr das historisch Wichtige, gewiß auch das Über-
raschende. Zum Teil liegt dieser ideelle „Mangel"
vielleicht an der ungünstigen Aufstellung der Be-
stände, die vorläufig noch mit anderen fremdartigen
Bestandteilen in ein nüchternes Museumsgebäude
eingepfercht und außerdem mit den Verfügungen
eines Hauptstifters belastet sind. Zum größeren
Teil liegt es jedoch am Wesen der schwedischen
Malerei selbst. Denkt man an das Schrifttum des
späteren neunzehnten Jahrhunderts, so fühlt man
sich in Schweden gleichsam an der Quelle des
Lichtes, beachtet man die bildende Kunst, so zeigt

160

ßeren R»»de ^

^ „ dieses Landes
„ Antin°mie .

^<*ch<aber
■„7 ''*>< Verhäng

:««, v unstscbei«
W;«»* und bis

° Fr«he und
loading ...