Bund Deutscher Kunsterzieher [Editor]
Kunst und Jugend — N.F. 18.1938

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RunstundJugeiid

Monatsschrift des NGLB für BLlönerische Erziehung

Herausgeber NS.-Lehrerbund, Hauptamt für Erzieher, Bayreuth

Schriftleiter professorErichparnitzke, Riel, Hamburger Lhauffee ro?

Geschäftsstelle: Versand u.Anzeigen: Eu g en Hardt, Veclag „Runst und Iugend", Stuttgart-V!, Lange StraßeiS
Sämtliche Einsendungen sind an die Schriftleitung Riel, Hamburger Lhauffee 207 zu richten
Für Besprechungsexemplare und andere Einsendungen irgendwelcher Art wird eine Verantwortlichkeit nur übernommen, wenn sie erbeten worden sind

1§. Iahrgang Ianuar ioz8 Heft 1

Au der Schwcllc des neuen Gahres entbiete ich Euch
meine kameradschastlichen Grüße und Glückwünschc! Das
Gahr io;S soll uns wieder unermüdlich an der Front
sehen, jederzeit einsatzbereit, die Aufgaben ;u lösen, die
uns dic Gegenwart stcllt, damit wir die Zukunft meistern!

Der Reichsausmarsch in Aöln im August ig;s wird ein
wuchtiges Bckenntnis der nationalsozialistischen Erzieher

zum Deutschland Adöls Hitlers werden. Stolzer denn je
wollen wir im neuen Gahr an unser werk gehen in dem
Bewußtsein: wir dienen auf wichtigem posten FUHrer,
Volk und Gugend!

Es lebe Adolf Hitler! Es lebe Deutschland!
Fritzwächtler

Gauleiter und Reichswalter des iTlSLB.

Es ist ein alter Brauch vielcr deutschen Menschen, in
dcr stillsten und dunkclsten Zeit des Aahres, die zugleich
Schwelle ist zu neuem Gcschehen und neuem werden, Rück-
schau ;u haltcn übcr den vergangenen Zeitraum und sich
zu wappnen für die neuen Ausgabcn, die ihrer im neuen
Aahre wartcn.

Für dic Runsterzichung war das vergangene Aahr eine
Zeit meist stiller aber gesammelter Arbeit in den Gauen.
was in dcn zahlreichcn Ausstcllungen gelegentlich der
Gautagungen ans Licht kam, das ließ wohl den Einge-
wcihten die Füllc der 2lrbeit ahnen, die nötig war, um
einen klcincn, in sich geschloffencn Ausschnitt deffen der
Gesscntlichkcit zugänglich zu machen, was wir innerhalb
dcr Schulc des Dritten Reichcs erstrcben, sür üaien aber,
zu dencn wir leidcr auch sehr vicle Erziehcr zählcn müs-
scn, ist augcnscheinlich auch damit die Erkenntnis kaum
gcwachsen, daß dcr werk- und Runstunterricht cinc so
wcscntliche Rulturaufgabe ;u crsüllen hat, daß er von
jcder leitcnden Stelle im Schulwcsen allerstärkste För-
dcrung verdicnt. So blicken wir Runstcrzicher wohl von
allen dcncn, die hcute mit heißem Hcrzen und brcnncn-
dcn Augen dcn liFeubau dcs Erzichungswcscns erwartcn,
am schnsüchtigstcn, zugleich aber auch am bcsorgtcsten in
dic nächste Zukunft.

was uns Hosfnungen hcgcn läßt, das ist der unver-
rückbare willc dcs Führers, der Runst im neucn Deutsch-
iauch eiiie Grund- und Eekstellung zu gcbcn, das ist das
überall in deu Gliederungen der partei und in den an-

geschlossenen Verbänden sichtbar werdende Bemühen, eincr
neuen Arbeitsgesinnung zum Durchbruch zu verhelscn und
die Erkenntnis zu vertiesen, daß nur mit Hilse der schöp-
serischen — und Gestaltungskräfte ncues Leben geweckt
und Rultur ausgebaut wcrden kann.

was uns mit ernster Sorge ersüllt, das ist die Tat-
sache, daß gerade viele Erzieher von Beruf, Sinn und
wesen unserer Arbcit in ihrer Tiese nicht zu crsaffcn
vermögcn, daß sie von ungezählten Standpunktcn aus
die erzieherischen ^Zotwendigkeiten ;u durchdenken und zu
ergründen suchcn, nur nicht von dcm cincn, dcr allcin
gültig ist, und dcn wir allein anzucrkcnnen vcrmögen, näm-
lich den Standpunkt vom üebcn, vom Lebcnsraum und
dem Lebensanspruch unseres ganzcn Volkcs aus.

Diese Tatsache muß uns befürchtcn laffcn, daß die er-
wartete Schulresorm unsere wünschc und damit die
Lebensansprüche des Volkcs nicht oder nur tcilwcisc er-
süllt. Mag das geschehen oder nicht: „Der wcitc weg
darf uns nicht müde machcii".

Die parolc für das ncuc Aahr ist gegcbcn:
Ramcradcn, schließt die Reihcn zum Ramps!

Zum Ramps nicht zucrst für dic kunsterzichcrischcn
Bclange, sondern für cin Erziehungswescn im
Gciste dcs Dritten Reiches!

Hcil Hitlcr!

Robert Böttcher,
Rcichssachbearbciter sür Ruiisterzichung.
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