Bund Deutscher Kunsterzieher [Editor]
Kunst und Jugend — N.F. 18.1938

Page: 68
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Wir heben heraus: vrc. 7.(ilmmLnuhr), )o (Ofterhasc),
ir (Die sieben Sterne) 5 (Die Ahnen).

lll. Lübeckec Bilderbogen. Verlag E. A. Seemann,
Leipftg. Hinwcise im einzelnen ÄuI., Heft d/;d und Heft
r/;S. Bisher ro Bogen. wir hcben heraus: Nr. 8 und ir
(alte Hol;schnitte). A. Mahlau: 14 (Lübeck), ra (Eisen.
bahn) — W. Stefsens: 0 (Spielzeug), 17 (Frakturschrift).

Lichtbilder (Glasdiapositive und Stehfilmstreifen:

Bildbänder"). Bildwerfer werden mit Recht mehr und
niehr genutzt. Sie sind nicht nur in der Rlaffe, im Zeichen-
saal, im Festsaal, sondern bei jeder Schulungsarbeit ein
kaum entbehrliches Mittel der Veranschaulichung und
„Augenführung" geworden.

Die Groß- (8,5 ;u 10 cm) und Llein- (5 ;u 5 cm) Glas-
dias (oder auch abweichende eigne Formate) behalten ihre
Bedeutung Neben den in;wischen vordringenden „B i l d-
bändern", d. h. Filmstreifen, die 25 bis 50 Aufnahmen
enthalten und als Stehfilm mit der Hand beliebig vor-
und rückwärts dirigiert werden können. Ihr erheblicher
Vor;ug ist der preis: ;. B. 5 RM. sür 50 Bilder, die
als Glasdias etwa 50 RM. kosten. Ein andrer Vor;ug ist
dcr sehr leicht bewegbare, kleine Vorführapparat — den
man allerdings erst ;u beschaffen hat. Ein dritter das
Leichtgewicht der kleinen Filmrollen, die man ;u ;ehn in
die Tasche stccken kann, während man für — entsprechende —
5oo Glasdias einen;entnerschweren Rasten brauchen würde.

Nachteil ist die Empfindlichkeit der „nackten" Bild-
schicht, mit der man sorgfältig rechnen muß, um nicht in
kur;er Zeit durch Rratzer und Staub die Bänder ;u ent-
werten. Nachteil kann auch sein, daß sich nicht die Bilder
beliebig ein;eln nutzen und wechselnd ;usammenstellen las-
sen. Indes kann man andrerseits unschwer mit eiffer Leica
0. ä. eigne Bildreihen (Aufnahmen aus Büchern, von klein«
sten Bildausschnitten, nach Schülerarbeiten usw.) herstel-
len oder herstellen laffen — die unten genannten und
andre Firmen fertigen positivfilme danach — preis er-
fragen:

wir heben als Lichtbildverlage heraus:

I.E. A. Seemann, Leip;ig L 1 (Seestern-Strahlbilder
und -Bildbänder).

r. Dr. Fran; Stoedtner, Berlin L r (mit dem größten
Archiv für Bildende Runst.

;. „Universum"-Bildband-Archiv, Ludwig Bredigkeit,
BerlinSW. 11.

Man fordere Ver;eichniffe an und die Bände mit photo-
tafeln (manchmal von erheblichem Gewicht!).

1. Die „Seestern-Strahlbllder" enthalten in der Gruppe
„Deutsches Volkstum" eine bedeutsame Reihe „Deutsche
Volkskunst" mit 150 Dias — je 1 RM. Ntan sehe auch das
Bildbandver;eichnis durch. Anfertigung von Bildbändern
nach vorgelegten photos ;u ;5 Pfg. je Ein;elbild!

r. Große Liste: Deutsche Runst von den Anfängen bis
Gegenwart. Sonderliste: Methodische Rur;reihen ;ur
Runstgeschichte — dabei auch Bildbänder. Die Vergleichs-
bilder aus Müseler's Stilkunde sind als dreimal ;o Dias
ange;eigt.

;. Das „Universum"-Bildband-2lrchiv führt auch die
Reihen ;u Meyers Bildbändchen, ;. B. ;u Schrades „Bau-
ten des Dritten Reiches": Bi. ;5 als Film ö.50 RM., ;u
2lrndts „Germanischer Runst": Bi. 14 als Film dgl. dcn
Teptband einbegriffen. —

plastische wiedergaben — Abformungen.
Heft io/;5 brachte den Hinweis auf die Abgüffe der Gips-
formerei der Staatl. Museen, Berlin L r, Am Lustgarten
(Vier Rataloghefte), ;ugleich eine Aaslese (einige Rlein-
reliefs: Nr. 4015 — öo pfg. — 4057 — r.50 — 48;8 —
l.ro — 4r)7 — 1 RM. u. a.

<vb die wenigen, uns naheliegenden Abgüsse in;wischen
eine Vermehrung erfuhren, wäre noch ;u erfragen. Da
unsre wünsche auch auf Abformungen nach guten Lack-
modeln, Siegeln und Schaumün;en gehen, sind vor allem
die Volkskundemuseen da;u an;uregen. Der Bedarf will
meist erstmals angemeldet werden; in manchen Fällen ge-
lingen 'persönliche Vereinbarungen, um am <vrt für die
Schulen Abformungen ;u erhalten. wir bitten um Mel-
dung des weiteren Gelingens: nämlich ;ur Ausführung
von Bestellungen nach auswärts mit Angabe der besonders
schönen Stücke. ,

wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das 2ln-
gebot der Firma Plasto-Schmidt, Mannheim (siehe Bei-
lage).

wir nennen ferner die Wachswarenfabrik G. Gautsch,
München, Dal s, die 2lnsichtsphotos versendet (hat einige
wachsabformungen vön alten Modeln, die uns bedeutsam
sind).

Durch Vermittlung des Amtsgenoffen H. Herrmann,
München, können wir nachstehend noch ein Angebot von
Siegelabformungen bringen.

Die Prachtexemplare von alten Siegeln und Stadtwap-
pen harren noch sehr der Erschließung.

Zwei weihnachtsengel

Sie vertreten eine gan;e Gruppe von Beispielen und Gch rückte die Bilder, die ich im Heft ir/is;5 von „Runst
Gegenbeispielen aus dem Gebiet dcr Volkskunst und der und Iugend" gc;eigt und erläutert hatte, nochmal hierher,
Fabrikanten-„Volkskunst". um vor den allermeisten „neucn Engeln" ausdrücklich ;u

warnen. Die Hoheit des Engels von io;o (den es indes
noch gibt!) beruht auf der edlcn Formgebung: wie dic
Säule des Gewandes aufsteigt, der Gberkörper aufsitzt,
wie Schultcrn, Hals und Rspf sich frei gliedern, wie das
Gesicht rassisch klar ist.

All das ist in dem lackicrten „Maffencngel", der den an-
dcrn fast crdrückt hat, erweicht, vergröbert und abgesünken
in jcdem Zug.

Man sche also bei jeder Lcstellung gcnau hin und for-
dcre ;uvor die „gute" Form. Es gilt, das Augenmaß auch
für dicse werklein ;u schärfen und unerbittlich ;u sein,
sonst erhält man schnell eine Sammlung dcs „Nichtgcmein-
tcn", obs Nußknackcr, Hampelmänner, pferdc usw. seienü
wie vor dicsein Gcgcnbcispiel ist ;u warnen vor eincm
ncuen Ostpreußenpferd, das sich frecherweise als Volks-
kunst ausgibt. Es hat nur dic rote Farbc mit dcm alten
gcmein, ist sonst lecrc geometrische Schablonenarbeit.

E. p.
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