Zeitschrift für christliche Kunst — 1.1888

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1888. — ZEITSCHRIFT FÜR CHRISTLICHE KUNST — Nr. 12.

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Kleinere Beiträge.

Dalmatiken-Stäbe in Applikationsstickerei.

Mit Abbildung.

Dieselben bilden zu der dekorativen Kasel-
Ausstattung in Heft 10 Sp. 345 und 346 die
Ergänzung in Bezug auf die Dalmatiken, für
welche die Zeichnung in etwas gröfserem Mafs-
stabe gehalten werden konnte. Die Technik
stimmt mit der für jene vorgeschlagenen und
bis ins Einzelne angegebenen vollständig über-
ein, sodafs es einer weiteren Unterweisung hier
nicht bedarf. Für die Auswahl der Seiden-
stoffe zu den kleinen Aufnäh-Ornamenten dürfte

sich (auch aus Rücksichten der Oekonomie)
der Rathschlag empfehlen, alten gemusterten
Restchen den Vorzug zu geben, deren Ton
in der Regel die Farbenharmonie erleichtert
und deren Dessins, zumal wenn sie klein sind,
die Mannigfaltigkeit der Wirkung fördert. Dafs
das Monogramm M wie durch ein anderes, so
auch durch ein Symbol, oder durch ein ein-
faches Ornament ersetzt werden kann, bedarf
kaum der Bemerkung. Schnütgen.

Inschriften auf Dachschiefern.

Mit Abbildung.

Man beabsichtigt schon längere Zeit die fältig gesammelt werden. Wir geben einige

historisch wie baulich merkwürdige Kirche zu Beispiele (in einem Drittel der natürlichen Gröfse

St. Goar am Rhein dargestellt), und

wieder herzustel- möchten damit die

len. Der Bau ist im v-ss^=- 1 < < Aufmerksamkeit

XV. Jahrhundert ^v^_^_=ö====*!S^^^^^s,^' i vr'p " ^er Alterthums-

vollendet, und t „ \ «„ ' , freunde auf diese

• „ i 7oMAS.fc»*»N. [Ofiä- \ l°a«"«-FHcntacbivs. tut i. -i

zeigt eine Menge \ -Vo* Jtm^ckIvrt y-*1-""14«' \ t -> Inschnftentechnik

wohl erhaltener S -t$ff» S**™g '^T _ ~ hinlenken. Für den

spätgothischer ^ ^-J^^VjfJii l^*i£x~ Architektenmögen

Einzelheiten. Ge- t0Vs'. "^^^" ^ \ , T a sie den Beweis der

legenthch der von J§k" .' ■' & ,ßifyn»<i/«T A1 A —,t langen Haltbarkeit

dem Unterzeich- 0^^" 3acobCoy^\ -#}>* *5=\ V des Rheinschiefers

neten betriebenen ^t^^X Asti&ä6 -V . •• •" ' "".^V" liefern, da die älte-

genauen Aufnah- ^^^^£^>^t^>iam^&i^^-.^^^=^f^^ sten bis zum Jahre

me des Denk- ](\faar\n Joji f. ANRE^VT ..'•'••-..:. X.12 1500 hinaufreichen,

males fand sich ^. ( ' Ä-. ' - ^THlffSOWo"- 3? und die betreffen-

auf den Dächern \ (TW)^ / ^^fjj^0*^TJ den Leien noch

eine grofse Zahl \J* 1^6'*' i .- s^S~-^^^&-^-J__ jif gut erhalten sind,

von Inschriften in ^==«8=«' ^jRIJ—. S^ < j Einigeinschriften,

die Schiefer ein- loH™ ^\&> BA^R WfJ&J welche den Namen

gegraben, welche ^ \* j V® @ ."TJ■&£ o* eines Raths-Bür-

weder hier noch P "\/- '■ ^•^- [>^[ ^ri-Zr-*-^.# germeisters, bis-

an andern alten ' Ajö \h~n^r) ^ °^J^ weilen auch Raths-

Bauten seither be- ~~S^?S^^=~-J\z2y* ^tS> * Baumeisters und

achtet worden "^^"^sH^. il ■?/ eines Dachdeckers

sind. Eine ganze ______________________________________________ u. Schmiedes von

Reihe von Namen, demselben Tage
welche für die Geschichte von St. Goar von I bringen, beziehen sich augenscheinlich auf die

Bedeutung sind, ebenso wie Hausmarken etc.,
sind wohl erhalten, und sollen demnächst sorg-

Abnahme einer gröfseren Reparaturarbeit.
Köln. H. Wiethase.
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