Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 1.1925/​1928(1928)

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gaben. (S. die Akten öes Lanöesmusenms unö Mittelbad. Kurier vom
17. April 1903.)

L an g ew ing er t st r., Gruudstück Ar. 7649, gegenüber dem Hause Bis-
marckstrahe 2lr. 3, Grundstück Är. 639, 1 m östlich vom westlichen Fußsteig.
Ende Mai 1924 fand man in 4 m Tiefe ein menschliches Skelett, einen
Schweineunterkiefer und sonstige Tierknochen, sowie das Bodenstück einer
Llrne unö andere Tonscherben. Die Fundstücke sind vermutlich fränkischer
Arr. (Gewährsmann ist Gaswerksöirektor Enöerle.)

Schützenstr., Grundstück 2ir. 7661, im südlichen Fuhsteig ungefähr
mitten zwischen öer Langenwingert- unö Vordersteigstrahe. 2iach Mitteilung
von Gaswerksöirektor Enderle zeigte sich Mitte Mai 1924 ein gemauertes
sränkisches Grab aus Tonziegeln mit Knochenresten. Altertumspfleger
Springer hat öie Funöstelle und den Funö auch gesehen und öort selbst
nachgegraben. Er fand jedoch nur öürftige Reste von Trockenmauerwerk und
Schichten einer auffallend rOtfarbenen Erde, öie aber nicht gebrannt war unö
völlig zerbröckelte. Knochen fanö er nicht. Springer h-ält den Funö seiner
Lage nach für eine kleinr Stützmauer.

Huttenkreuzstr. Grundstück 2ir. 4296, bei öer Turnhalle, am süö-
lichen Enöe des früheren Grundstücks 2ir. 4307 von Otto Rissel. Jm
Jahre 1905 wuröen beim Setzen von Däumen fränkische Reihengräber auf-
geöeckt, die auster Kn-ochenresten Deck- und Vodenplatten aufwiesen und Eisen-
messer und Bronzeohrringe enthielten. (Dis genaus Ortsbestimmung geschah
auf Mitteilung von K. Springer, da die Angaben in öen Akten öes Lan-
öesmuseums infolge öer baulichen Veränöerungen des Gelänöes keinen sicheren
2lnhalt mehr bieten.) Das Zeitalter des Fundes ist ungewitz.

Gewann „Dr ach e nre benw eg", Grunldstück 2ir. 7008 ck, ungeführ 10 m
vom Walögrunöstück Vr. 1040 entsernt. Jm Jahre 1912 kam beim Legen einer
VZasserleitung ein Grab mit Knvchenresten (Mitteilung von Gaswerksdirektor
Enöerle) zutage.

II. Funde auf andereu Gemarkungen des Amtsbezirks Ettlingen.

2lus der Römerzeit stammen solgenöe Funde:

Gemarkung Malsch.

Gewann Schelmengrund, ungefähr bei den Grunöstücken Vr. 10944
bis 10 965. Jn öer Topographischen Karte öes Landesmuseums ist an dieser
Stelle ein Fundort römischer Münzen eingezeichnet. Väheres war aus öen
2lkten nicht zu ersehen.

Gemarkung Veichenbach.

Gemeindewald, 2lbteilung Heiöenrain, Grundstück Vr. 2733, unge-
fähr 200 m nordöstlich vom Odenbrunnen. Hier fanö man 1903 die meist aus-
gelaugten Mauerreste eines römischen Hauses von ungefähr 15 m Länge und
Vreite, die jetzt noch zu sehen sind. Hn öem das Jnnere füllenden Schutt
lagen -Ziegel, römische Topfscherben, öarunter einer aus sigillata mit Stem-
pel sowie Mörtelbrocken. _ Scholze, Offenburg.

Vesprechungen.

Wcrgner, Friedrich, Die Römer in Vah-ern. 4. 2lufl. 1928. München,
Knorr L Hirth. 130 S., 54 2lbb. auf 20 Tafeln und 20 Textabbildungen und
2 Karten. Geheftet RM. 4.—.

Wissenschastliche Zuverlässigkeit, volkstümliche Darstellung, ausgezeichnete
Jllustration und nieöriger Preis finöen sich selten in so hervorragender
Weise vereinigt wie in diesem Vöerke, öas in öer Fachpresse eine hervorragend

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