Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

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DER BAUMEISTER » 1908, JANUAR.

Eigenar-
tig, nicht
gerade be-
quem für
die Planbil-
dung war
das Grund-
stück in
Westend,
von Nord
nach Süd
zwischen
Ulmen-und
Eichenallee
ein 95 m
langer
Streifen
Land, der
zwischen
den Nach-
bargrund-
stücken 32
Meter breit
war. Die
beste Son-
ne, die Mor-
gensonne,
kam also


Arch. Prof. Dr. ing. Gabriel v. Seidl, München.

Wohnhaus Friedr. Meese, Barmen.

empfahl
sich denn,
dasWaisen-
haus auf die
Mitte des
Grundstük-
kes zu rük-
ken und es
im Ganzen
gegen die
westliche
Nachbar-
grenze, so
nahe es der
geforderte
Bauwich
erlaubte,
hinzu-
drängen.
So entstand
der 31 m
lange, 14 m
breite Bau,
bei dem die
wichtigsten
Wohn- und
Schlafräu-
me nach

von der einen Langseite des Grundstückes. Sie sollte dem
neuen Waisenhausej zugute kommen und nicht durch ein

Osten, die Wasch-, Bade-, Kleider- und ähnlichen Räume
nach Westen liegen.


künftiges Nachbargebäude abgehalten werden. Im Gegensatz
zu den sonst bis an die Baulinie vorgerückten Landhäusern


Arch. Prof. Dr. ing. Gabriel v. Seidl, München. Wohnhaus Friedr. Meese in Barmen.


Die Einzellage
der verschiedenen
Räume ist folgende:
die zwei Schlafsäle
im oberen Geschoss
sind jeder durch
eine besondere
Treppe zugänglich,
für 25 Knaben und
25 Mädchen einge-
richtet und je mit
einem besonderen
Waschraum be-
dacht; zwischen
beiden Schlafsälen
liegt das Schlaf-
zimmer der Haus-
eltern. Im ersten
Obergeschoss be-
finden sich der
Tagesraum, die
Diele, ein teilweise

Eingang zu Haus Meese.
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