Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

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DER BAUMEISTER - ° 1908, MÄRZ a BEILAGE.

Vorbild erreichen, aber die Aufgabe aller müsste es sein,
danach zu ringen. Manches, das v. Oechelhäuser als
wünschenswert und erforderlich erklärt, ist unterdessen er-
reicht worden. Volkswirtschaftslehre, Kunstgeschichte, allge-
mein bildende Gebiete wie Philosophie, neuere Sprachen,
Literatur werden auf allen technischen Hochschulen gelehrt
und von den Studierenden auch in dem Masse gehört, als es
die Lehrbefähigung des betreffenden Dozenten fertig bringt,
den Stoff mehr oder weniger lebendig und interessant seinen
Hörern darzubieten. Ist ein solches Kolleg schwach besucht,
so ist in 100 gegen einen Fall der Dozent und sind nicht
die Studierenden daran schuld, und es verhält sich auf den
Universitäten nicht anders. Dass dem Universitätsunterricht
vielfach jegliches Eingehen auf technische Wissenschaften
fehlt, ist ein empfindlicher Mangel, der immer fühlbarer wird.
Man braucht nur die Leute, die von unseren Universitäten
kommen, natürlich gelten hier auch Ausnahmen, vor die
Dinge und die Erscheinungswelt der Technik, mit der sie im
Leben täglich Zusammentreffen und von denen sie umgeben
sind, zu stellen und man wird erstaunt sein über ihre naive
Unwissenheit bezw. Unbildung. Sei es in einfachsten Fragen
des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, des Brückenbaus usw.
ja selbst in architektonischen Fragen. Hierauf einmal energisch
hingewiesen zu haben ist v. Oechelhäuser als Verdienst an-
zurechnen. Wenn hier einst ein Ausgleich gegenseitig zwischen
Universität und Techn. Hochschule stattfinden wird, werden
auch immer mehr die Vorurteile schwinden und die Frage
der Vorbildung in den Mittelschulen von selbst einer erfreu-
lichen Lösung entgegengehen, auf die v. Oechelhäuser im
Beginne seiner bedeutsamen Rede hinweist.
Dr. Robert Bruck.
Die Bau - und Kunstdenkmäler des Herzogtums
Braunschweig. Vierter Band: Kreis Holzminden, bear-
beitet von Dr. Karl Steinacker. 415 Seiten Text mit 14 Tafeln
und 247 Textabbildungen. Wolfenbüttel, Julius Zwissler 1907
Wir sind daran gewöhnt, dass die von Prof. Dr. P. J. Meier
herausgegebenen Bände der Bau- und Kunstdenkmäler des
Herzogtums tlraunschweig vollständig alle die Anforderungen
erfüllen, die wir an die Veröffentlichung einer Inventarisations-
arbeit stellen. Und die Ansprüche sind grosse, ’ denn es
handelt sich darum, die Kunstgeschichte, Kultur- und poli-
tische Geschichte eines Landes zu beherrschen und sich da-
bei mit allen Spezialfragen, die sich besonders auf architek-
tonischem Gebiete ergeben, eingehend und gründlich ausein-
anderzusetzen. Dabei soll ein Band einer Inventarisation
keine Kunstgeschichte sein, aber auch ebensowenig einen
trockenen Katalog oder noch weniger ein nichtssagen-
des Bilderbuch bieten. Trotzdem zeichnet sich der Band
„Holzminden“ von Dr. Karl Steinacker noch ganz besonders
aus. Es ist dieses auch nicht zu verwundern, hat doch
Steinacker mit seinen früheren Arbeiten z. B. mit der über
„Die Holzbaukunst Goslars“ und mit seiner Arbeit über das
Schloss „Salzdahlum“, uns Musterbeispiele gründlichster
wissenschaftlicher Forschungsarbeit geliefert. — In dem vor-
liegenden Bande „Holzminden“ sind die Bauernhäuser aus-
gedehnter mit in die Betrachtung gezogen, da sie hier mehr
wie in anderen Gebieten des Herzogtums zur bezeichneten
Art der Ortschaften beitragen. Gleichmässig und exakt
wissenschaftlich nach einem bestimmten ^Schema geordnet
ist in jedem einzelnen Orte das Vorhandene aufgezählt und
fachmännisch beschrieben. Von allen Hypothesen hat sich
der Verfasser fern gehalten. Mühevollste Forscherarbeit ist
oft auf die Erklärung von bisher unbekannten Dingen ver-
wendet worden. Der Fachmann allein kann es beurteilen,
welche Mühe und Arbeit sich oft hinter einigen kurzen ge-
druckten Sätzen verbirgt. Steinacker schwebte bei dieser
Arbeit das Ziel vor, neben der üblichen Inventarisationsarbeit
„eine möglichst vollständige Statistik des Einhauses zu geben
auf einem verhältnismässig so abgeschlossenen Gebiete, in
dem sich zudem das Verflüchten des engerschen Einhauses
aus seinem Kerngebiet bis zu seinem letzten Auftreten östlich
im Reiche der mitteldeutschen Hofanlage vorbildlich verfolgen
lässt.“ Die Einleitung des Buches belehrt uns über die be-
nutzten allgemeinen Quellen und Literatur, gibt eine kurze

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