Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

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DER BAUMEISTER » 1908, MAI □ BEILAGE.

gerippes durch Auftreten von verschwindend kleinen Strom-
stärken stets zeigen wird.
In Anbetracht dieser Erfahrung ist es eine äusserst schwierige
Aufgabe, bereits vorhandene Bauwerke gegen elektrolytische
Zersetzungen schützen zu wollen. Aber auch für neu zu
errichtende Bauten bietet ein derartiger Schutz grosse Schwierig-
keiten. Es lassen sich wohl in den Bauplänen derartige
Schutzmassregeln genau angeben, doch bieten dieselben bei
der Ausführung keine absolute Sicherheit, wenn günstige
Umstände für das Eintreten der Zersetzung vorhanden sind.
Aus seinen Versuchen stellt Knudson folgende Regeln auf:
1. Stahlbauten sind gegen 'gewöhnliche Zersetzungen
durch Zement gut geschützt, mögen dieselben Salz-
oder Süsswasser-Einflüssen unterworfen sein;
2 Bei dem Uebergang eines nur geringen Buchteiles
von 1 Amp. von einem inneren Träger auf die Zement-
oder Mauerwerkhülle wird eine Zersetzung sowohl
des Metalles wie der Umkleidung eintreten ;
3. Stahlgebilde in Zementhüllen, die dem Seewasser
ausgesetzt sind, sind elektrolytischen Zersetzungen
mehr unterworfen als solche in Süsswasser. Diese
Erscheinung ist in Folge des geringeren Widerstandes,
welchen Zement dem Seewasser bietet;
4. Unter keinen Umständen kann Zement als ein Schutz
gegen elektrolytische Zersetzungen von Stahl oder
Eisen weder gegen direkte noch gegen Erdströme,
mit welchen die Metalle in leitende Verbindung ge-
langen können, angesehen werden.
Diese Erfahrungssätze werden viele Kreise über bislang
vorhanden gewesene falsche Annahmen aufklären. Nament-
lich der unter 4 erwähnte Punkt ist von grosser Bedeutung,
da dieser hauptsächlich zu häufigen Irrtümern und daraus
folgenden Enttäuschungen Anlass gegeben hat.
W. Heym.
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