Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

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DER BAUMEISTER . 1908, MAI = BEILAGE.

B 87

| Ulmer Kunststein" und Betonwerk (Inhaber Otto Leube) |
Telefon: Ulm 77 und Blaubeuren Nr. 28; Ulm a> D., Nlohreiigasse 4 Telegrammadresse: Leubewerk Ulmdonau
i Fabrikation von Kunststeinen und Zementwaren aller Art für Hochbau und Tiefbau ;
H ' ®
Berechnung und Ausführung von Beton- und Eisenbetonarbeiten
I Vertretung des Zementasbestschiefers „Eternit“ m Mineralmühle Blaubeuren, Steinmehle u. Mischungen für Kunststeinfabriken |
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der Zement infolge dieser Zersetzung so weich geworden
dass er sich ohne Mühe mit einem Messer oder auch mit
der Hand abbröckeln liess. In gleichem Masse waren die
Rohre selbst zersetzt. Da dieselben vor der Einbettung ge-
wogen worden waren, liess sich eine Gewichtsveränderung
nach Beendigung des Versuches leicht feststellen. Es ergab
sich, dass das Rohr aus dem Block, welcher in Salzwasser
geprüft worden war, um 30 g, dasjenige aus dem Süss-
wasserbad um 45 g an Gewicht abgenommen hatte. Das
dritte Rohr, welches ohne Zuführung elektrischen Stromes
in Salzwasser geprüft worden war, zeigte keine Veränderungen
weder im Gewicht noch in seiner äusseren Form.
Bei einem weiteren Versuch wurde in derselben Weise wie bei
dem vorerwähnten verfahren, nur diente zur Herstellung der
Blöcke eine andere Zementart. Die Ergebnisse glichen denen
des ersten Versuches vollständig. Es ist also festgestellt,
dass ein geringer Bruchteil eines Amp. genügt, um bei ent-
sprechend starker Spannung grosse Zersetzungen in Stahl-
gebilden, seien dieselben nun in Beton, Mauer- oder Granit-
stein eingebettet, hervorzurufen imstande ist. Wenn auch
nicht zu befürchten ist, dass grosse Granit-Piers ernstlich
gefährdet werden könnten, so könnten diese elektrolytischen
Einflüsse doch für innere Stahlstützen und Brückenträger
bedenklich werden.
Auf Grund dieser Beobachtungen erfolgten dann einige
Besichtigungen ausgeführter Anlagen, welche gleichfalls eine
Bestätigung für die zersetzenden Einflüsse elektrolytischer
Ströme in Zementbauten mit Stahl- oder Eisenstützen er-
gaben. Eine Brücke zeigte nach 3 Monaten eine Verschiebung
von 15 mm. Bei den vorgenommenen Messungen der an
dieser Brücke auftretenden Ströme wurde eine Spannung von
0,5 bis 1,5 Volt ermittelt. Das Potential, gemessen gegen
die Stahlstützen wie gegen das Wasser und die auf der
Brücke befindlichen Schienen war positiv. Es ergab sich
ferner, dass eine elektrische Verbindung zwischen den Schienen
und dem Stahlwerk der Brücke bestand. An einer anderen,
in geringer Entfernung von der vorerwähnten, über denselben
Wasserlauf führenden Brücke ergab das festgestellte Potential
einen negativen Wert. Infolgedessen zeigte diese Brücke
bedeutend geringere Zersetzungen. Als eine Folge dieser
Erscheinungen sollten alle Strombauverwaltungen Brücken,
welche in der Nähe von elektrischen Strassenbahnen oder
Kraftwerken gelegen sind, einer fortlaufenden, in bestimmten
Zeitzwischenräumen stattfindenden Beobachtung unterziehen.
In gleicher Weise wurden auch Hochbauten mit Stahlge-
rippen Proben auf elektrolytische Zersetzung unterworfen.
Es wird allgemein als feststehend angenommen, dass Träger,
welche durch Zementhüllen wirksam gegen die Einflüsse
vagabundierender elektrischer Ströme und die auftretende
Feuchtigkeit geschützt sind, durch elektrolytische Zersetzung
nicht berührt würden. Als erstes Haupterfordernis wird daher
für eine völlige Trockenheit der Fundamente gesorgt. Ferner
werden sämtliche Stahlteile in Portland Zement, dessen Stärke
wenigstens 20 mm betragen soll, eingebettet. Werden diese
Massnahmen getroffen, so ist eine Zersetzung in grösserem
Umfange so gut wie ausgeschlossen, wenngleich sich dieselbe
auch in äusserst geringen Teilen nie ganz vermeiden lassen
wird. Es kann als erwiesene Tatsache gelten, dass sich eine
elektrolytische Zersetzung in irgend einem Teile des Stahl-

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