Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

Page: B 125
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DER BAUMEISTER ° 1908, AUGUST ° BEILAGE.

125 B

grosse Verbandswerk nicht in lokale Sonderheiten und Einzel-
erscheinungen sich verlieren, sondern an den markanten
Typen der einzelnen Provinzen die Entwickelung des Bürger-
hauses zeigt.
Dies galt im gleichen Sinne vom deutschen Bauernhause,
und dies gilt auch von den lokalen Geschichts- und Altertums-
vereinen, deren eine grosse Zahl über das weite Heimatland
verteilt ist, ferner von den Heimatsschutz-, Naturschutz-,
Denkmalspflege etc. -Vereinen in analogem Sinne.
Alle können eine höchst erspriessliche Tätigkeit entfalten
und wir haben diese Bestrebungen zu jeder Zeit begrüsst
und nach Kräften unterstützt.
Das vorliegende Werk — vom bekannten, gerade auf diesem
Gebiete mit grossem Erfolge tätigen Verlage Kühtmann in
Dresden, in gewohnter vorzüglicher Weise ausgestattet — ist
als eine solche Erscheinung zu begrüssen und für den
Forscher und Praktiker ein gleich wertvoller Besitz. Es be-
handelt Bürgerhäuser aus Ladenburg (Residenz der Wormser
Bischöfe), Weinheim a. B., Heppenheim, Bensheim und andere
Orte an der Bergstrasse, die alle eingehender erforscht und
sorgsamst im Massstabe aufgezeichnet sind, im ganzen wie
in allen architektonischen und kunstgewerblichen Einzelheiten.
Sollte der Verfasser eine neue Auflage herausgeben, so
dürfte es sich sehr empfehlen, in den vielen Details, welche
allerdings bei diesen Bauten nicht immer das wichtigste
sind und die naturgemäss samt dem einem jeden beigegebenen
Massstabe verkleinert sind, oft fast auf 1 : 50 oder I : 100, auch
die einzelnen Masszahlen einzuschreiben, ßekannterweise ge-
stattet ein solches Einfügen der Masszahlen jedwede Ver-
kleinerung und enthebt den Leser von dem mühseligen
Massstababgreifen, das zudem unzuverlässig ist; dies gilt
von vielen unserer heutigen Publikationen.
Der Verfasser führt hier den Beweis, dass die bisherige
vielfach angenommene Auffassung, das Bürgerhaus entstamme
in seinen Anlagen dem Bauernhause, in jeder Hinsicht falsch
ist. Weiterhin geht er auf die Entwickelung des Innenbaues,
der Materialien, Fussböden, Wand- und Deckenausbildung,
ferner der Anlage von Rauchrohren, Kaminen, Aborten, sowie
der Konstruktionen, ein; schliesslich noch auf Strassenwesen
und eigentlichem Bauwesen vom Beginne des 15. Jahrhunderts,
die Technik des Strassenbaues, die künstlerischen Motive des
Städtebaues, Feuersicherheit, Wasserversorgung, Wohnungs-
hygiene usw.
Alles in allem Fragen, die einem grossen Kreise der Fach-
genossen die wünschenswerte Aufklärung geben.
Wir unsererseits stehen nicht an, das Werk bestens zu
empfehlen.

Bücherschau.
Die bekannte Hamburger Firma Rud. Otto Meyer
(Inhaber Ernst Schiele) für Heizungs- und Lüftungsanlagen
gibt bei Gelegenheit ihres 50jährigen Bestehens eine reich-
ausgestattete, geschmackvolle Festschrift heraus, die einen
interessanten Einblick in das reiche Schaffen dieser blühenden
Stätte gibt. Wenn auch dem praktischen Architekten die
weitverbreitete (Zweigbureaus in Berlin, Bremen, Kiel, Frank-
furt a. M. und Posen) Tätigkeit bekannt ist, so dürfte es doch
manche geben, welche die enorme Arbeitsleistung in Er-
staunen setzen muss. Äusser zahlreichen Bildern von Bureau-
und Fabrikräumen und den darin Beschäftigten, die mehr

Riemen-Stab-Parkettfussböden,Türen,


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