Baumeister: das Architektur-Magazin — 6.1908

Page: B 50
DOI issue: DOI article: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/baumeister1908/0292
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
50 B

DER BAUMEISTER » 1908, FEBRUAR = BEILAGE.

entlang der zufällig geöffneten oberen Flügel des Treppen-
hausfensters rasch abzuziehen. Vorwiegend wurde aber der
Weg des Feuers und der Feuergase durch den beschriebenen
engen Lichthof günstig beeinflusst, wodurch sowohl das
Treppenhaus als auch die angeführten Räume und das ganze
Gebäude von grösseren Verwüstungen verschont blieben.
Auch der Umstand hat günstig mitgewirkt, dass die auf-
gestapelten Weisswarenballen die rasche Ausbreitung des
Feuers behinderten. Erleichtert wurden die Lösch- und
Rettungsarbeiten dadurch, weil bei Ausbruch des Feuers in
den von ihm gefährdeten Räumen Menschen nicht anwesend
waren.
Ein dem ersten Brandfalle ziemlich ähnlicher war diesen
Herbst in Berlin zu verzeichnen, wobei bekanntlich auch
mehrere Personen ihr Leben einbüssten.
Aus diesen, wie auch aus zahlreichen anderen Brandfällen
kann die gemeinsame Lehre abgeleitet werden, dass jede
Treppenausbildung nur so lange feuersicher ist und für die
Rettung von Personen in Frage kommt, als die Feuerflammen
und Feuergase das Treppenhaus verschonen und dass jede
Treppenausbildung versagt, wenn diesen zwei Faktoren Ge-
legenheit geboten ist, vereint oder einzeln aufzutreten.
Die einschl. Sonderauffassungen befinden sich somit nicht
deshalb auf falscher Fährte, weil sie sich in schroffen Ab-
weichungen geradezu überbieten, sondern deshalb, weil ihre
Träger durchwegs von der vollkommen unzutreffenden Annahme
ausgehen, als ob das Treppenhaus für sich allein, losgelöst
und unbeeinflusst von der Zweckbestimmung seiner örtlichen
Umgebung besteht. Der Verlauf der stets wechselnden
Zwischenfälle widerlegt diese Annahme nicht nur sehr drastisch,
sondern er spricht auch dafür, nach welcher Richtung die
diesbezüglichen unzutreffenden Voraussetzungen gründlicher
Aenderung zu unterziehen wären. Was nützt auch die Vor-
schrift, beispielsweise die Stufen der Treppenanlage mit ver-
kleideten Kalksteinstufen auszubilden, wie dies jetzt in Wien
geplant wird, wenn nebenbei kein Verbot besteht, in Lager-
räume führende Aufzugschächte gegen das Treppenhaus aus-
münden zu lassen, die in das Treppenhaus führenden Zu-
gangstüren der Wohn- und sonstigen Nutzräume in weichem
Holz auszubilden und mit gewöhnlichem Glas zu unterbrechen,
und die Ausbildung der Treppenhausfenster Gesichtspunkten
zu unterwerfen, die der Feuersicherheit der Treppenanlagen
unmittelbar widersprechen.
Hierin ist von unterschiedlichen behördlichen Auffassungen
reichlich Gelegenheit geboten, sich zu einheitlichen Mass-
regeln aufzuraffen.
Ein in Lagerräume führender Aufzugschacht dürfte nicht in
das Haupttreppenhaus münden, auch wenn er gegen dieses

ALMANACH : FÜR : ARCHITEKTUR
KUNST: KUNSTGEWERBE: TECHNIK


DERSELBE UMFASST MEHR ALS 100 SEITEN ILLUSTRIERTEN TEXT
::: SOWIE FARBIGE UND SCHWARZE KUNSTBEILAGEN :::
DEN FREUNDEN DER KUNST DARGEBOTEN
::: BITTEN GRATIS ZU BESTELLEN

EIN
NEUER
KATA-
LOG

EIN
NEUER
KATA-
LOG

SCHUSTER & BUFLEB G. M. B. H., BERLIN W 30
NOLLENDORFSTR. 31/32 : BUCHHANDLUNG : VERLAG U. ANTIQUARIAT

Riemen-Stab-Parkettfussböden,Türen,


Treppenanlagen,
Paneeleu.Decken
A. Wagner,
Berlin W. 57
167 Kurfürstenstrasse 167
Telephon: Amt VI, Nr. 7616.
Vertreter der Firmen:
Otto Hetzer, Akt.-Ges., Weimar.
G. Kuntzsch, Wernigerode.
“W

MF“ Kostenanschläge bereit willigst und gratis.


E. H. Mulack,

Klempnermeister.

Gegründet 1857.

137

Berlin S*». 42, Wasserthorstrasse 20.

Bauklempnerei.
Werkstätten für Bauornamente und kunstgewerbliche
- Arbeiten in Kupfer, Bronze, Blei und Zink. -
Treib firl) eiten.

Salzburger Marmorwerke
Friedrich Freiherr Mayr von Meinhof
liefern aus ihren umfangreichen eigenen Bruchbetrieben in den ehemals
fürstlichen Hof-Waldungen am Untersberge bei Grodig und Grossgmain, in
Adnet bei Hallein und Set. Pankratz am Haunsberge alle marktbekannten
und ausserdem diverse neue farbenprächtige
■ Salzburger Marmor-Sorten
in Rohblöcken und Platten bester Sortierung.
Spezialität: Dekorative Marmor-Naturfelsen In allen Grössen für Grab- und
sonstige Denkmäler. 226
Direktion und Marmorwerke in Parsch bei Salzburg

J.G. Keck ■ Ziegeleimaschinenfabrik ■ Nürnberg|
1 Complette Ziegeleianlagen C —:
Brechwalzwerke, Glattwalzwerke, Tonschneider, Abschneide-
tische, Pressköpfe, Mundstücke, für alle Formen Falzziegel-
pressen, Schlittenpressen, Revolverpressen, Mutterformen und
Arbeitsformen für alle möglichen Falz- und Firstziegel, Ziegel-
pressen zu Dach- und Strangfalzziegelfabrikation, Ringofen-
armaturen, Transportvorrichtungen, Nass- und Trocken-Koller-
gänge, Steinbrecher, Kugelmühlen, Dampfmaschinen und Dampf-
■——- kessel, Transmissionen. -

Wäscherei-

kompl. Einrichtungen für Hotels,
Restaurants, Sanatorien,
Krankenanstalten, Güter

Maschinen

Heinrich Timm, :: Fabrik ::
- BERLIN SO. 16 -
Lieferant für Staats- und Kommunalbehörden.
= Erste Referenzen I ■■■ ■ 1 ■ ====-
142


Brand & Lamprecht
Inh. Edmund Lamprecht, ingr.
Telephon 7958. * MÜNCHEN » Brudermühlstr. 13.
Eisenkonstruktionswerke, Kunst- und Bauschlosserei.
Ausführung aller im Hochbau benötigten
Eisenkonstruktionen u. Schlosserarbeiten.
Spezialitäten: Eiserne Fassaden, Lädenbauten, verschiebbare Gitter,
verseh. Systeme, versenkbare Tore, Schaufenster, Glashäuser etc.
- •- Statische Berechnungen bei Auftragserteilungen gratis. --~
_ la. Referenzen. __
_t r
loading ...