Heidelberger Zeitung — 1866 (Januar bis Juni)

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Berttn. 3. Jan. Wie verlautet. wiri» vom koniql.
Polizripräsidilim eine Vrrordnung auSgearbeitet. durch
welche obligatorisch eine amtliche Unrersirchung aller in
Berlin geschlachteten Schweine, sowie aller hirr im-
portirten Schweinefleisch - Waaren e.ngerichtet wrrden
soll. Ein solches Vorgrhrn der «ussichtsbehvrde wird
bier um so mehr qebilligt. alr drr hiesigen Schlächttk
in ihrer letzten Berfsmmlung den «ntrag auf srenvillige
Herbeiführung von Schutzvorkehruugen abgelehnt haben.

Verloosungen.

Darmftadt, 2. Jan. Bei der heute begonnenen
Liehunq der großh. hessischen 50 fl. - Loose kamen sol-
qende bohe Trtffer berailS: Nr. 71.422 mit 10,000 fi.,
Nr «21. 32.838, 4S.615, 67.766, 92.S99 Mit je
1000 fl-, Nr. 2553, 79,588, 83,640, 86346 mit je

400 fl^ ^ ar forlgesetzle Z h

^ Nr.^57.101 » 60,000 fl.. Nr. 39,075 n 20,000 fi.

Wien, 2. Jan. Bei der bcute staltgehabtcn Ber-
loosung der 1853er österr. 100 fl.-Eisenbahnpriorität«-
Loose wurden iolgende 15 Serien » 100 Stück Loose
aezogen. Serit 1. 249. 458, 934, 952, 1102. 1210,
1443.^1886,^ 2037, 2480, 2755, 3014. 3104 und 3670,

nnem^ Ä/°458'Nr.^ 34^ 250.0Mfl!^L 1886^ N^30

40.000 fl.. S. 3014 Nr. 31 20,060 fi.. S. 1 Nr. 13
. - . - ^ ^ S. 1102 Rr. 5V ufid

und S. 1 Nr. 53 j. 5000 fl..

S. 2480 Nr. 4 je 2500 fl.. S. 2037 Nr. 30 und
S. 1886 Nr. 84 je 1500 fi.. S. 952 Nr. 17, 2.1102
Nr. 78. S. 1443 Nr. 20 und S. 2480 Nr. 93 je

Capitän H aack^ am 23. Dec. von Neuyork abg^migen,

D-ff-!b- Ädrrbringt: ^Paffrzinr, 18 Brirffäckr.

1000 Ton« Ladung und 176 600 Doüar« Contanten.
Hamburg, 4. Januar 1866.

Bo„ L fl. 4b kr.

Ä°„ «»d^Sch^ ?fl^4S°kr',° 4S I',. zus,

z fl, sv kr,

Durch Hrn. Geheimerath Miltermaier:

Von Verschiedenrn 12 fl.

Ferner bei usS:

Von L 1 fl. »nd 6 Paar neuc wollene Socken,
welche Gaben an da« berreffende Comite Äbersenden und

Heldelbrrg, den 4. Januar^86^ ^

Sch^mitt und Beckeubach in WilhelmSseld ^nd ein-
geqangen bei Ralhschreiber SachS:

Von Dr. A. 2 fl. 45 kr.. C. Sch. 1 st. 40 kr., Fr.
E. K. 1 fi. 45 kr., Fr. Scht. 30 kr., Fln. H. K. 6 kr.,
S. 2 fl., zus. 8 fl. 46 kr.

Für dieselben sind bei drr Erpedition der HeidBb.
^ Von Hrn. Kr. 3 fi.

Gottesdienft in.HeideLberg.

Sonntag, den 7. Jan., Lormittagß 9 Uhr, predigcn
in der Heiliggeistkirche: Hr. Siädtpft. Schellenberg;
in der Providenzkirche: ^Herr Vicar Schwarz.

Mittwoch, 9 Uhr, in der Heiliggeistkirche: Hr. Decan
Dr. Zittel.

Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.

Großh. Bezirksamt Heidelberg.

Die Zubereitung, Aufbewahrung und

Nr. 28464. Nachstehende Ministerialverordnung

" H"id,?rhrg"°den°M^D,"rm^

Berordnung

Auf drn Grund d,S § 83, Ziff. 1 und dr«§9i
Ziffcr 1° drs Polizcistrafgesetzes wtrd bezüglich deS
VerkaufS und der Verwendung von Giftcn oder
giftartigen Stoffen, so wie zur Verhütung von Ge-
fahren für die Gesundheit bci Zubereitung und
Aufbewahrung, dem Ausmessen und Answiegen
von Nahrungsmitteln unter Aufhebung aller frühe-
ren bezüglichen Vorschriften mit höchstcr Ermäch-
tigung aus Gr. Staatsminisrerium vom 21. No-
vember 1865, Nr. 1003—5 verordnet:

§ 1. Handelsleutr, welche mit Giften oder gift-
artigen Stoffen Handel treiben. find vrrpstichtet,
solche in ihren Magaztnen und VerkaufSläden so
aufzubewahren und aufzustellen, daß eine Vrr-
mischung oder Verwechslung mit Nahrnngs- oder
Genußmitteln nicht ftattstnden känn. Insbesondere
find die Behälter mit deutlichen, den Jnhalt genau
bezeichnenden Ueberschriften u. der Beischrift „Gift"
zu versehen. Dte zu deren Verkauf bestimmten
Geräthschaften, wie Waagen, Löffel u. s. w- dürfen
ausschlicßlich nur zu diesem Zwccke gebraucht wer-

wahrt setn, ^>aß ein Durchdringen oder Zerstreuen
deS JnhaltS nicht stattfindcn kann. Der Behälter
muß mit der Aufschrift des Namens tes giftarti-
^rn Stoffes unter vrin Beisatze „ Gift '^ vrrsehen

so gelad^en werden, daß^sic von ^lußen nicht an-
greifbar sind. Für dcn TranSport von Giften auf
dcm Rhein bleiben die Verordnungcn vom 26ten
Novemhex. 1839, Regiernngsblatt Nr. 33, und
vom 11. März V. I., Rcgierungsblatt Rr. 12 tn
Kraft.

8 3. Wer, bhne concesfionirtrr Apöthktrr zu
fein, mit Arsenikalien (rober und geretniflter
Arsenik, gelber und rother Arftnik, Arfensäure und
arsensaures Kali) handeln will, muß vorher dem
Dezirksamte feincS WobnorteS die Anzeige davon
machen. Ueber die Erfüllung dirser Obliegenheit
ist eine Bcurkundung auSzustellen.

8 4. Der grsammte Vorrath an Arsentkalten
muß nach Art uud Menge genau verzeichnet und
ftets verfchlossen und so aufvewahrt werden, baß
er für unberufene Personen nicht zugänglich ist.

8 5. Arsenikalien dürfen nur an solche Personen
abgegeben wcrden, welche deren zu ihrem Gewerbe
bedürfrn und dem Verkäufer in dieser Hinsicht voll-
kommcn bekannt sind oder sich durch ein Zeugntß
der OrtSpolizetbehördr hierüber auSweiftn. Der
Empfang des Giftes muß von drm KLufer oder
Abnehmer in etn von dem Verkäufer äNzutegerlbeS,
von dem BezirkSamt mit Seitenzahl und Handzug
Versehenes besonderes Buch, unker Angabe seineS
NamenS, StändeS, Wohnortrs, der Art u. Menge,
sowie deS Gebrauchszwrckes und der Zeit der Ab-
g»be drs GiftrS eingetragen werden.

8 6. Wobnungen, Werkstättrn und andrre von
Mcnschen benützte Räumlichkerten dürfen nicht mit
Arftnikfarben brtüncht oder mit Lapeten, welche
damit gefärbt sind, überzogen werden.

A 7 Das Lrgen von Arsenik zum Tödten von
Tbreren in Wohnungen und auf Fcldern ist unter-
sagt.

8 8. Kindrrspielwaaren dürfen nicht mit gifti-
gen, insbesvndere nicht mit arsrnik-, blei-, kupfer-,
chrom-, antimon- oder zinkhalttgen Farben gefärbt
wrrden.

8 9. Das Färben von Genußmitteln, z.B. von
Zuckerwaaren, Liqueuren, grbrannten Wassern, mit
giftigen, der Gesundheit fchädlichen Farbstoffen ist
untersagt.

fchädlrche Brstanbthrile^ an fich ziehen könnten, wie
z. B. in Blet oder mil giftigen Farbftoffen gefär-
ten Hüllen.

8 11. Dte Vcrfertigung von Koch-, Eß- oder
Trinkgrschirrkn, auS welchen die darin bereitrten
oder aufbrwahrten Speisen oder Getränke fremd-
artige und der Gesundheit schädliche Bestandtheile
aufnehnren ^ftftlneii, z. B. aus^ Zlnk, ist ve^bottn.

nicht über Vs ftines Gewichts Blei enthalten.

8 12. Das Fcilbirten uno drr Verkauf »on Ge-
^rLu^sge^enftändm^ Kle^dungsstoffen,

Karlsruhe, den 25. November 1865.

Ministerium des Innern.

A. Lamey.

Großh. Bezirksamt Heidelberg.

Bekanntmachung.

Die Nachmustcrung oe^Hunde detr.

Tagfahrt auf

Donnerftag, den 18. Ianuar d. I.,
Vormittagö von 9—12 Uhr und NachmittagS von
2—5 Uhr in bem hiefigen Rathhause anberaumt.

An Liesem Tage müffrn alle seit oer lrtzten Haupt-
uiusterung ber Hnnbe (Iuni 1865) angeschafften
oder damals noch uicht 6 Wochen altc und scit-

Commission vorgeführt und muß dafür die gesetz-
licke Lare entrtchtet wrrden.

Heidelderg, oen 3. Ianuar 1866.

S o n n t a g.

(1) v. Schmitz.

Großh. BezirkSamt Heidelberg.

Bekannlmachung.

Die Nachmustcrung der Hunbr betr.

Nr. 230. An die Bürgermetstrr brr Landone:

Dre Bürgermrtsterämttr ber Landorte werden auf-
gcsorbcrt, die Nachmustrrung der Hunde nach mchr-
maliger vorausgegangcner Aufforderung durch die
Schelle biunen 14 Tageu vorzunehmen, und dazu
alle über 6 Wochen alte Hunde und Hünoinnen,
welche der Besitzer seit ver letzten Hauptmufterung
angeschafft hat oder oie seither mehr gewachsen sind,
fick vorführen zu lassen. ^

Kür einen neu angeschafften Hund oder Hundm
ist die Tare von der letztrn Hauptmusterung an
biö zur nächstkommendcn mit 4 fi. bezw. 2 fi. zu
entrichten.

Wird aber Lafür gehaltsn, daß solchc zur Sichcr-
hcit oder zum Gewerbebetrieb uncntbehrlich find,
so ist nur 1 fl. 30 kr. dezw. 1 fi. zu brzahlen.

Wcr ftincn hiernach nock zu versteuernoen Hund
bei der Nachmusterung "icht vorführt, wird nach
Art. 5 deS Ges. vom 12. Sept. 1852 (Rcgblatt
Nr. 28)-in «ine Strafe drS doppelten Belrags der
Lare und zur Nackzahlung der Lctztrren versällt.
Der Untererheber ist von der Zeit oer anberaum-
ten Nachmusterung rechtzeitig zu benachricbtigen und
der Vollzug dieseS AuftragS mit Ablauf der Krist
anher anzuzeigen.

Heidelberg, den 3. Ianuar 1865.

Sonn ta g.

(1) v. Schmitz.

^^ekaiinrm^c^un^ ^

Heidelberg, den 4. Ianuar 1866.

Der Gemeinderath:
Krausmann.

(1) _ Sachs.

Fahrnißversteigerung.

Jn Folge richterlicker Verfügung werven
Dienftag, den 9. Zanuar 1866, und Mittwoch,
den 1». Januar,

jeweilS NachmitlagS 2 Ubr anfangend,
im Pfandlocale, Plöckstraße Nr. 44, KanapeeS,
Eommode, KlciderschrLnke, Tische, ein doppelter

zah? Weißzeug ^als^Tischtücher, Bttttüchtt, Hand-

Hcidelberg, den 30. Drcrmbrr 1865.
Gerichtsvollzieher.

Frey. _

800 fl.

Zwangs-Versteigerung.

^rzeichl^ten Liegenschaftrn

am Montag, den 29. Ianuar 1866,
Nachmittags 3 Uhr,

in dem Ratbhause zu Neuenheim öffentlich ver-
steigert, wobei der cndgiltigc Zuschlag erfolgt, wenn
drr Schätzungspreis erlöst wird.

Beschreibung der Liegenschafteu.

1) 2 Viertel altes Maß Weinberg im
Sckaafpfad, einftits Phtlipp Groß, an-
derseits Iakob Bauer II. ...

2) 2 Viertel alteS Maß Ackcr im mitt-

s-i>« Elisa'btth?WUKr

3) 2 Viertel Weinbcrg im nntern
Mönchberg, ei»seitS Fricdrich Heußer, an-
derseits Martin Fritz ....

4) 20 Ruthen Weinberg im Luisen-

bühl, einseits Andrras Kriedel, ander-
feits Iakob Bauer II.

5) 2 Viertel Acker im obern Kies,
einseitS Georg Lenz, anderftits Ludwig
Treiber Wittwe, unten Lhristoph Vogler,
oben Caspar Sauer Wittwe .

^ 6) ^^Viertel 58 Ru^hen 17 Fuß^Wiese

900 fl.

1200 s

150 fi.

909 st.

300 fl.

4250 fi.

Die Bedingungen können täglich in dem Ge°
schäftszimmer deS Unterzeichneten, Fischmarkt, Eck
der Haspelgaffe und Unterestraße Rr. 37 dahier,
ringesehen wcrden.

Heidelberg, den 14. December 1865.

Großh. Rotar:


(3)'

Bekanntmachuvg.

Die auf Frritag, den 12. Ianuar d. I. ange-
ordnete Zwangsversteigerung der dem Müller Gg.
M. Fischer in Heddesbach grhörigen Liegenschaf-
ten findet nicht statt-
Schönau, den 3. Januar 1866.

SchulthetS, Notar.

mrmonie.

Diejenigrn Herren und Damen dcr Gesellschaft,
welche sich bei der auf dem MaSkenballe aufzulüh-
rrnden Quadrille betheiligen wollen, werden er»
sucht, fich spättstens bis Dienstag, den 9. d. bei
Herrn Univ.-Tanzlehrer Zimmer zu melben.

Dieser MaSkenball wirv nur für bie GefellschaftS-
mitglieeer abgehalten werdrn.
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