Heidelberger Zeitung — 1866 (Januar bis Juni)

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nissc und rechl-widrige Eingrisfe in fremde- Gebiel ftatt-
finden. D»e Evnflicte baben tzier zwar eine qrringer-
Bedrutung und Gesahr, allein nnr^dchhalb. weil es^ nach

cmschieden ist.

WLre eine sichere GebielßabgrSnzuug möglich, so ivürde
die erste Fyrm de- zweiten Syftems der votzftändige
Dualismu«, unzweifelbafl die beste Regelung de« Ver-
HLllnisseS zwischen Staat und Kirche sein nnd sich ,'ür
den modernen Staat nm so mehr empfeylen. alS eine

dyr StaalSbürg,r sich verlrD -t.

Während daS Uebergewicht deS StaateS die Kircke
l^ichl^^ ^^^ück^imUel)erge>vi^ht

seitigen Friedßn breiylrächligb ^ '

^B^lo i,ft ^eS de^r ^laal^ b>al^die Küch^, ^Uche ^

scdiglich als Privatgesellschaflen.

Die Vorthcile, welche diese Regelung der staatlich-kirch-
lichen VerhLltnisse zweiselloS mr Geiolge hal, brstehen

gezeigt werden, auf »ve^lcher Grundlage in unserem Layde
(Fortsetzung solgt.)

" Oberdielbach, BezirkSamtS Eberbach, 12. März.

DaS war ein Gaudium für die Zugend! Heute Vbend
ist er ans osseufm Wagen nack Eberbach verkracht rpar-
dcn. — Widrig in Allem, gemeiner Miene. ist ünser
Jsegrimm durch einrn außerordentlich krättigen Vorder-
khrper, durch eiu furchtbares Gebiß und einen langcn
bnschigen Schwanz auö^lezeichnet, und wiegt — nach
wcnigstenS zwei Fastlagrn und sehr bedeutendem Vlut-
verlust — 78 Pfund. (Das Th^ier ist bereitS hier eiy-

^ Wiesloch, März.^ Kürzlich hat sich d^hier

Krankfurl, 13. März. 1882er Bonds standen zu
VZkr/ie im Berkehr.

Von österreichischen Papieren war sür National 6V/,,
neue engl. MetalliqueS 68^/,—2/4 zu bedingen. Credit-
aciien wurden 165—165Vr gcmacht. 1860er Loose'no-
tirten 78S/„, 1864er Loose 84'/». 1858er Looie waren
gesucht zu 132'/», 1354er zu 72'/4- Baukactien 841 bez.

offerirt, 4'/z»'o 10t.

Jn Eisenbahnen wnrden Osibahn zu 118^—V4 nnd
Marbahn zu 105^/«-'/^ gehaudelt.

Prioritäteu fast,ganz unveräudert. StaalSbahn 50^/„,

ühr/ t88S-r°Boi,ds G.

6 Uhr AbendS. Jn der Efsectensocietät wurden 1832er
amerik. Bonds zu 73'V^—73^/g bez. u. G. 1860cr Loose
78'/, G. Oesterr. Creditaclsxn 165V» lÄ.

SachS.

sind bei der Erp. d. Z'g. weite^ cingegangen:

Mit dem Motw: „Vicle Bächlein gcben eineu Bach l*
12 kr.. E. W. 30 kr., Uugen. 30 kr., zus. 15 fi. 55 kr.

Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.

Bersäumungs Erkcnntniß.

Nr. 807. In SachkN der Ehefrau dcs Iosrph
Hehl von SicgelSbach, Latharina gcb. Ziegler
gegrn ihren Hhemann, Vermögensabsonderung be-
Ireffend, wird beim Ausblsibcn des beklagten Ttzeils
und aus Grnnd der vorliegenden Beweise nach
klägeriscbem Hntr-g zu Rechl erkqnnt:

Die Thatsacken der Klage werdrn für zuge-
standrn, die Einreden für versäumt und die
Klagerin für berechti.gr erklärt, ihr Vermögen
von dey»sensg<n des Bekiagten abzusondern und
hat der Beklagte die Kosten dieses Berfahrevf
zu tragen. V. R. W.

Dies wirv zur Kenntnißnahyie der Gläubiger
veröffrntlicht.

Heidelbcrg, drn 10. Februar 1866-
Großh. bad. Kreisgericht, als Livikkammer.

Krebs.

Bechtold.

Großh. Bezirksamt Heidelberg.

Nr. 5887. Wird Eduard Tenner, Buch-
druckereivssitzer dahier, alS Ägent der Basler Feuer-
versicheriingsgesellschaft für dcn Amtsbezirk Heidel-
berg bestätigt.

Heidelberg, den 10. März 1866.

R e n ck.

Großh. Bezirksamt Heidelbexg.

mitglieüer für den ÄlmtSbezirk

Nr. 5981. Durch Erlaß Gr. Ministeriums deS Jnnern
vom 15. Febryar 1866 »vurden auf Grund der von
KreiSversammluug quf-iestellten VürschlagSliste in
GemLßheit des 8 2 dcs VerwaltungSgesetzes vom 5.
Octob^ 1ZHZ und des 8 5 der höchsten Verordnung
Aver Ernennung der BezirkSrLlhe als Mitglicder deS
Beznksraths sür dcu Amtsbezirk Heidelberg auf die
^Er vom 1. März 1866 bis dahin 1867 beziehungS-
weise 1868 ernannt:

1) Bürgermeister und Kaufmann JuliuS Menzer von
Neckargemünd,

^ d^-^si'Eistcr und Bäcker Jakob Hartmann von
^.3^Bürgermcister und Laudwirth Georg Mampel von

4) Kausmann Hygo Kollig« von Heidelberg,

5) Geh.-Rath,Dr. Blyytschli von da.

6) Rentuer Dr. Alerande, Pagenstecher «eo. vsn da.

7) Oberbürgerineistcr Heinrich KrauSmann von da,

bis 4 genaimlen Herren am 1. MLrz 1867 und die
übrigen am 1. März 1868 auSzülretrn.

^ Die bishcrigc Eintheilung des AmtSbezirkS in Dr-

Heidelberg, den 10. März 1866.

Renck. ^

Großh. Bezirksamt Wiesloch.

Stegerfeld in Roth betr.

Rr. 1715. Jn der Tagfahrt, welche wir mit
Verfügnug vom 5. v. M- Nr. 944 auf den 1. d.
M., früh 11 Uhr, in dem Ratbhause in Roth an-
^eraumt haben, ist Niemanb erschiencn, um etwaige

stimmen. ^s gelten sohin die Nichter^ckienenen
als dcm beantragten Unkernehmen beistimmend.
Auch hat sotckes Das Großh. Handelsministerium
mit Erlaß v. 5. d. M. Nr. 1205 genehmigt. ES
ist nunmebr nach § 11 der Vollzugs-Verordnung
vom 12. Inni 1857, Regbl. 1857 Nr.24, S.267
zur Erneünnng der Vollzugs-Commisston zu schrei-
ten. Dieselbe soll außer dem Katastergeometcr
Mryer von hier und rinem von uns zu bestimmen-
den Vorsitzenden auS 5 Sachverständigen bestehen.
Zur Waht dieser 5 Sachverständigen zvird hiermit
Tagfahrt auf

Mitttpoch, den 4. Aprrl h. I.,

MorgenS 9 Uhr,

in dem Rathba.use zu Roth anberaumt, wozu
sämmtlicke betheiligte Grundbesitzer mit dem An-
fügen vorgeladen werden, oaß, sofern keüie Ber-

besitzern zu Stande kommt, die bemrrkten 5 Mit-
glieder der VollzugS-Lomiyisstoy von unS ernannt
werbsn.

Wieslock, den 13. MLrz 1866.

Lindemann.

_ 3. Eberle.

Hofgutsversteigerung.

Auf An'rag der Betheiligten und mtt obervor-
mundsckaftUcher Genehmigung wird daS den Wil-
helm Sulzer'schen Erben auf dem Kohlbyf ge-
hörige Hofgut, bestehend auS circa 28 Morgrn

Ack.rfeld und Wiesen, einem Wobnhaus, Scheuer,
Stallung, Schweiuställey und Sckopsen am
Montng, den 26. März d. I.,
Vormittags 11 Uyr,

in der Wirthschaft auf dem Kohlhof
d.er Hrbtheilyng wegen öffentlich versteigert und
endgiltig zygescklagen, wenn der SckätzuugS-
preis von 13,795 ff. oder mehr erreicht wird.

Die Versteigerung wird zuerst in 23 Abtheilun-
gen unv hierauf im Klumpen vorgenommen.

Die Verstcigerungsbebiiigungen und die Schä-
tzungsurkunde können jeden Amtstag (Dienstag
und Freitgg) guf dem Geschäftszirpmer He- Unter-
zeichneten eingeseheu werden.

Heidelberg, Ven 5. März 1866.

^ Notar.

ezold._(2)^

Erbvorladung.

^ Fischer von Mauer, vor mehreren Iah-
ren nach Amerika ausgewandert, .jst zur Erbschaft
seiner gestorbenen Mutter Elisabetha geb. Kühner,
Ehefrau des Bürgers und Wcb.ers Iohann Fischer
von Mauer, mitberufen.

Da sein Aufenthaltsort dieffeits unbekannt ist,
so wird er auf diesem Wege zur Vermögensauf-
nahme und zu den TheilungSverhandlungen mit
Frist von 3 Monaten mit dem Anfügen vorgela-
den, daß im Nichterscheiuungssalle bie Erbschaft
denjenigen würde zugetheilt werden, denen sie zu-
käme, wenn -er, der Vorgeladene, zur Zeit des Erb-
anfalls nicht mehr gelebt hätte.

Neckargemünd, deu 27. F.bruar 1866.

Der Hrpßh. Rotar:

-_ Ackermann. (3)'

Bekanntmachung.

Jn Folge rickterlicher Vcrfüguiig werden am

Dienstag den 20. Marz 1866,
Nachmittags 2 Uhr,

'n ZlegklhauskN im bortigen Ratbhause folgende
vNvrntffe grgen baare Zahlung öffentkich versteigrrt:

3 Pserde, 2 Kühe. 2 Rinder, 3 Paar Läufer-

Achweme, 1 /Mufterschwein, 1 aufgerüsteter, be-

s-dlagkn, s Borvwag-n, b-schlag-n.

H-id-lberg, d-n 12. Marz 18SS.

(I) Edel, Gerichtsoollzjchkr.

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<-«8«Il»tt

I. W. H. Äeyrr, Lübeck,
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