Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 14.1916

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HELM TRÜBNER, AKT IN DER SONNE

WILHELM TRUBNER

VON

JULIUS ELIAS

Nun ist Wilhelm Trübner bald fünfundsechzig
Jahr alt. An dem kritischen Tage wird er in
seiner Karlsruher Villa wohl zu sich sprechen: „Don-
nerwetter, das ging aber schnell". Denn wie am
Leben, so hat er auch am Alter niemals schwer
getragen. Er erfreut sich, Gott sei Dank, der glück-
lichsten Gesundheit, was für ihn soviel wie unbe-
irrtes und unablenkbares Schaffen bedeutet. Einmal
wurde meines Wissens eine Marienbader Kur ernst-
hafter ins Auge gefasst; als aber das Projekt bei
Licht neu erwogen wurde, da stellte sich heraus, dass
die Bemühung gar nicht nötig war. Seit der Mitte
der neunziger Jahre ist der glänzende Faden seines
Wirkens nicht wieder abgerissen. Paul Cassirer hatte
sich neulich, mit grossem Erfolg, bemüht, abermals
eine Gruppe von Werken aus allen Arbeitsperioden
Trübners zusammenzustellen; diese Unternehmung
und die dadurch hervorgelockte Wiedervergegen-
wärtigung vergangener Tage und Kämpfe, gab den

äusseren Beweggrund für die folgenden losen Er-
wägungen.

Berlin hat gewissermassen den ganzen Trübner
an den Tag gebracht. Die wichtigsten Ausstellungen
seien einmal kurz verzeichnet: 1895 im Moabiter
Glaspalast; 1896 bei Schulte; Januar 1899 bei
Cassirer (umfassend, sehr charakteristisch, im-
posant); Frühling 1899 in der Berliner Sezession;
1901 in der Sezession; 190z bei Cassirer und in
der Sezession; 1 903 in der Sezession; 190.3. bei Schulte
undin der Sezession; 1906 ein Kulminationspunkt: das
Frühwerk Trübners in gedrungenem und gefasstem
Rahmen auf der Deutschen Jahrhundert-Ausstel-
lung. . . Und so gab es seit zwanzig Jahren eine stei-
gen deManifestation von Bei fall, Verehrung und Popu-
larität. Trübner hatte das heitere und anspornende
Glück, seinen Ruhm noch zu erleben (und den Segen
dieses Ruhmes), wie Courbet, Menzel, Leibl, Lieber-
mann, Degas,Cezanne,Monet,Renoir den ihren noch

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