Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 14.1916

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M. KLAUER, GROSSHERZOG CARL AUGUST. TERRAKOTTA UM 1775

SAMMLUNG KIPPENBERG

NEUE BÜCHER

DIE SAMMLUNG KIPPENBERG

Nicht nur als Besitz eines Privatmannes behauptet
die in Verehrung eines Einzigen, Goethes, ge-
schaffene Sammlung Kippenberg in Leipzig eine eigen-
artige Stellung, die durch die Anerkennung des Sammel-
fleisses und der in kluger Beschränkung durchgeführten
Einseitigkeit nichts besässe als einen mit anderen geteilten
Vorzug. Ihren sehr bedeutungsvollen Rang, der sie erhebt
zu einer nicht mehr mit litterarhistorischem Endzweck,
sondern in Verbindung mit kulturellen, allgemeinen,
nationalen Begriffen abzuschätzenden und vorbild-
lichen Wichtigkeit, darf sie als Sammlung „pro se"
vollauf beanspruchen. Hier ist in ganz einziger Weise
der Versuch gelungen, das Gesamtwirken der gewaltigen
Persönlichkeit in ihrer vom Nächsten und Kleinsten
zum Höchsten und Grössten hinübergewendeten Arbeits-
und Interessenatmosphäre, inmitten ihrer engeren und
weiteren Umgebung als ein Ganzes aufzuzeigen. Ein
Persönliches dient, diesen Rang noch zu erhöhen: zum
erstenmal war es darauf abgesehen, einem in seinen
einzelnen Teilen schon bestimmten und hier eben mit

mehr oder weniger Glück und Geschick zu vervoll-
ständigenden Sammelgebiet durch Ausdehnung nach der
künstlerischen Seite einen gefälligen und sogar einem
eigenen, wenngleich historisch bedingten, Massstab
der künstlerischen Qualität entsprechenden Ausdruck
zu gewinnen, den dieses Sammelgebiet sonst nicht oder
im bibliophilen Sinne allein besitzt. Solches war nur zu
erreichen durch ein lange Jahre hindurch unveränder-
liches Gleichmass der Stimmung, durch eine grosse
menschliche Liebe zu dem Genius, dessen Wesen in der
glücklichsten Weise erhalten bleibt bei dem sorgsamen
Bergen aller auf sein Dasein bezugnehmenden, von ihm
gleichsam geheiligten Zeichen, eine Liebe, zu der sich
im Heben und Hegen der gewonnenen Schätze Kennt-
nisse von besonderer Natur und profunder Gründlich-
keit gesellten. Wie Viele haben die zahlreichen öffent-
lichen Museen, welche dem Andenken einzelner Dichter
oder Künstler gewidmet sind, aus Mangel an der eben be-
zeichneten Voraussetzung, dann auch weil diese vielfach
leiden an einer dem Ewig-Lebendigen (was zu erhalten
doch Zweck und Pflicht) schädlichen Zusammenhäufung
von Kuriositäten allzu persönlicher mit Geringfügigkeiten

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