Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 14.1916

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THOMAS GAINSBOROUGH, TUSCHZEICHNUNG

BERLINER KUPFERSTICHKABINET

GAINSBOROUGH ALS RADIERER

VON

MAX J. FRIEDLANDER

Reynolds undGainsborough begnügten sich nicht
damit, als die ersten Porträtisten ihres Landes
und ihrer Zeit zu glänzen. Gainsborough war Land-
schaftsmaler aus tiefer Neigung. Wenn der kluge
und ehrgeizige Reynolds, der Ahnherr aller Aka-
demiker, auf Grund umfassender Kenntnis dessen,
was geschaffen war, Figurenkompositionen aufbaute
(die heute nicht sehr hoch geschätzt werden) übte
Gainsborough seine Landschaftsmalerei mit be-
schränkterem Eklektizismus, weniger mit metho-
discher Kenntnis der älteren Schöpfungen als mit
Verliebtheit in Claude. Es ist, als ob er sich von
dem anstrengenden Metier des fashonablen Bildnis-
malers bei der „weekend"-Beschäftigung der Land-
schaftsmalerei erholt habe. Viel von seiner weichen
und zärtlichen Seele lebt in Naturstudien, die für
unsere Augen wenig Unmittelbarkeit offenbaren,

innerhalb der Konvention aber, die im achtzehnten
Jahrhundert herrschte, das höchste Mass von Wahr-
heit erreichen.

Eine grosse Zahl eher idyllischer als heroischer
Landschaftszeichnungen, bildmässig abgeschlossene
Kompositionen, mit Kreide, Tusche und Weiss-
höhung auf bläulichem oder grauem Papier aus-
geführt, fesseln als persönliche Äusserungen seiner
träumerischen Natur, wie sich ja allenthalben die
Empfindungen und Launen der Maler in ihren
Zeichnungen ausprägen.

Erst in den letzten Jahren hat man Gainsboroughs
Landschaftsstudien die Beachtung geschenkt, die
dem Ruhme seines Namens und der enorm hohen
Bewertung seiner Gemälde, auch seiner Land-
schaftsgemälde, einigermassen entspricht. Noch
vor wenigen Jahren konnte man Zeichnungen des

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