Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 42.1931

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INNEN-DEKORATION

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ARCHITEKT FRITZ RE1CHL

IN WIEN

WINTERGARTEN. HAUS GRAF H. IN WIEN

zurichten war, der alle Möglichkeiten moderner
Körperpflege berücksichtigen sollte. Im Dachge-
schoß wurde ein Fechtsaal eingebaut; die Küchen-
anlage wurde mit den modernsten elektrischen
Wirtschaftsbehelfen ausgestattet. Die vorhandenen
Stallungen wurden zu Garagen umgebaut, die
Dienerwohnungen vergrößert und verbessert. . .
Die Aufgabe war für den Architekten nicht leicht,
weder von der technischen noch von der künst-
krischen Seite. Die antiken Skulpturen und kost-
baren Möbelstücke, Vasen und Stoffe bedurften
e'nes Rahmens, der das Bild heben, aber dennoch
den Geist unserer Tage zeigen sollte. Das ist
Fritz Reichl im vollen Maße gelungen

DR. A. W.

DAS RECHTE ARBEITEN

Der Mensch ist nur da vollkommen »gegen-
wärtig«', wo er alle seine Kräfte auf das
Objekt seines Tuns richtet; so ungebrochen,
wie das Kind beim Spiel und wie der rechte Hand-
werker beim Werk. Selbstvergessen heißt: sein
Ich unverkürzt und direkt ins Handeln, Schaffen
und Denken hineingeben, und das beste Mittel
hierzu ist die reine, ungebrochene Richtung auf das
Objekt; also das, was man gemeinhin »Arbeit«
nennt.. Die Quellen aus unserer Tiefe brechen nur
dann auf, wenn wir mit dieser reinen Einstellung
auf eine konkrete Arbeit gerichtet sind. . w.michel.
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