Die Gartenkunst — 1.1899

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I, 7 DIE GARTENKUNST 121

Park- und Gartenanlagen.

Die öffentlichen Parks und tiiai'tenanlagen zügo, welche den Wunsch nach einer vermittelnden

der Stadt Mannheim. gärtnerischen Ausschmückung erwecken müssen, und

dieser Wunsch der Bürgerschaft dokumentierte sich in

II. Die Anlagen auf dem Paradeplatz. der einstimmigen Annahme der Vorlage durch den Bürger-

Von H. Lippel, Stadtgärtner in Mannheim. ausschufs mit einem Kostenaufwande von 15500 Mark.

(Hierzu 1 Plan und 1 Ansicht.) - T"Ti j r» j i i. ..i . . . • j rn -j.

' Uber den Faradepiatz walzte sich zu jeder Tageszeit
Wohl selten ist eine Vorlage an den Bürgerausschufs ein gewaltiger Verkehr, einerseits vom Hotel „Pfälzer Hof"
so freudig begrüfst worden wie diejenige vom 5. Juli 1894 diagonal nach dem Eckhause (Sohler) an der Kunststrafse,
zur Herstellung der Anlagen auf dem Faradepiatz. Dieser andererseits von der Reichspost nach dem Eckhause an
Platz war aber auch wie geschaffen, um mit einer Schmuck- der Kunststrafse (Juwelier Netter), er ist somit ein „Ver-
anlage versehen zu werden. Im Hintergrund das stattliche kehrsplatz".

historische „Kaufhaus" mit seinen Kolonnaden, in der Die Führung der Wege dem praktischen Verkehrs-
Mitte des Platzes ein hervorragendes, ebenfalls historisches bedürfnis anzupassen, eine Anlage zu schaffen, geeignet,
Monument, „Die verwüstete Pfalz trauert" darstellend, das Monument in das richtige Licht zu setzen, darin be-
umgeben von reizenden Wasserkünsten. Dies sind Vor- stand die Aufgabe des Gartenkünstlers.

Die Gartenkunst.

Der Paradeplatz in Mannheim

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