Die Gartenkunst — 1.1899

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I, 10 DIE GARTENKUNST 177

In einem weiteren Artikel will ich eine kurze Zu-
sammenstellung der hauptsächlich in Betracht kommenden
erprobten winterharten Rosen schreiben und ihre besondere
Charaktereigentümlichkeit, wie passende Vorwendung an-
geben

gruppen als unnatürlich aus dem Garten der Ebene ver-
bannte, verzichtete damit auf ein leichtes Mittel, dem Laien-
besitzer den Garten schon in den ersten Stadien der Ent-
wickelung interessant zu machon. Mancher vielleicht
alljährlich die Alpen besuchende Laie wird eifriger Gärtner,
wenn er bei sich zu Hause im Garton einige der reizenden
Polster- und Rasenpflanzen des Hochgebirges als Erinnerung
an die schöne Reisezeit gedeihen sehen kann. Es sei mir

Bepflanzung der Felspartien.

Verwendung der Felspflanzen in modernen Gartenanlagen.

(Mit Abbildung.)

Mit grofser Freude begrüfst jeder Pflanzenfreund das
immer allgemeiner werdende Auftreten kleiner Pelspartien
in den neueren Anlagen; waren doch früher ohne diese eine
grofse Menge reizend blühender Stauden, die im Rasen einfach
nicht zu halten waren, aus dem Garten und erst recht aus
dem Park verbannt. Der Landschaftsgärtner, der die Fels-

Die Gartenkunst.

hier gestattet, einige kurze Angaben über den Bau solcher
Polspartien und einiges über die Behandlung und Anzucht
der Felspflanzen zu sagen. Für ein eingehendes Studium
empfehle ich Erich Wockos Werk „Die Alpenpflanzen",
welches den Gegenstand erschöpfend behandelt.'

In vielen Gegendon wird das Fehion von in gröfseren
Mengen auftretendem Gestein als Hindernis für die Anlage
von Felsgruppen bezeichnet. Überall, wo in der Ebene
billige Wasserfracht zur Verfügung steht, kann ich das
Hindernis nicht mehr hoch anschlagen. Anderseits aber
erkläre ich alle Gesteine für verwendbar bis zum gewissen

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