Frimmel, Theodor von [Editor]
Blätter für Gemäldekunde — 1.1904-1905

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Blatter für Gemäldekuhde

ZU BEZIEHEN DURCH
DIE BUCHHANDLUNG
GEROLD & Co., WIEN,
I. STEPHANSPLATZ 8.

VON

Dr. THEODOR v. FRIMMEL.

ZUSCHRIFTEN AN DEN
HERAUSGEBER WER-
DEN GERICHTET NACH
WIEN, IV, PANIGLG. 1.

1904.

MÄRZ.

Heft 1.

Zur Einführung.

Die Absichten, die mit der Herausgabe dieser Blätter verfolgt
werden, sind bald ausgesprochen: die „Blätter für Gemäldekunde“
wollen die Kenntnis alter und neuer Bilder in wissenschaftlicher Wkise
fördern. Als weites Feld liegt die Gemäldekunde vor uns, noch voller
brachliegender Flächen, die einer Bearbeitung in kunstgeschichtlicher,
kunstphilosophischer, volkswirtschaftlicher und technischer Be/-
ziehung harren. Ich greife dabei ziemlich weit aus. Denn die Gemälde^
künde ist schwierig abzugrenzen, vielleicht ebenso schwierig, als irgend ein
kunstwissenschaftliches Gebiet, Damit ist denn auch angedeutet, daß die
Grenzen für den Inhalt der vorliegenden Zeitschrift nicht all zu enge
und scharf gezogen werden. Im wesentlichen fasse ich das Fach, so wie
ich es in meinem „Handbuch der Gemäldekunde“ getan habe, nämlich
als eine Summe geordneter Kenntnisse über Galeriebilder. Sind doch
diese Blätter als eine Fortsetzung jenes Handbuchs gedacht. Doch möchte
ich mich hier in der Weiterführung der einzelnen Kapitel nicht so streng
an die Galeriebilder allein halten wie im Buche, sondern ich will auch
Mitteilungen über Wandmalerei, Buchmalerei, Porträtminiatur, Tapisserie,
Glasmalerei, gewiß auch solche über Zeichnungen und Kunstdrucke
bringen. Die Besprechung der Arbeiten vielseitiger Künstler wird wohl
auch auf Kunstzweige hinleiten, die sich überhaupt gar nicht mehr als
Malerei ansprechen lassen. — Im allgemeinen gedenke ich diese Künste
blätter allein zu schreiben, indes sei die Aufnahme fremder Arbeiten nicht
von vornherein abgewiesen. -— Die „Blätter für Gemäldekunde“ erscheinen
in ungezwungener Reihenfolge, die hauptsächlich von der größeren oder
geringeren Dringlichkeit der Mitteilungen abhängig sein wird. Ich über^
nehme keinerlei Verbindlichkeit, des Jahres so und so viele Nummern
herauszugeben, doch besteht die Absicht, jährlich deren zehn erscheinen zu
lassen. Jede Nummer kommt einzeln in den Handel.
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