Frimmel, Theodor von [Editor]
Blätter für Gemäldekunde — 1.1904-1905

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BLÄTTER FÜR GEMÄLDEKUNDE.

Nr. 5.

L. Dimier: „Le portrait du XVIe siede
aux primitifs frangais“, Paris, Jean Schemit
(52, Rue Lafitte) 1904. 8".

„Rapport Annuel de l’Academie roy-
ale des beaux^arts d’Anvers.“ Antwerpen,
Imprimerie J. E. Buschmann, Rempart de la
Porte du Rhin, 1904. 8".

Anton Mayr: „Beziehungen des AugS'
burger Malers und Kupferstechers Gottfried
Bernhard Göz zum Stifte Admont“ (Son-
derabdruck aus den Jahresberichten des k. k.
Karl-Ludwiggymnasiums in Wien 1903 und
1904), Verlag der genannten Schule. 8”.

Friedrich Linke: „Die Malerfarben,
Mal- und Bindemittel und ihre Verwendung
in der Maltechnik. Zur Belehrung über die
chemisch'technischen Grundlagen der Malerei
für Kunstschulen, Kunst' und Dekorations-
maler.“ Stuttgart, Paul Neff, 1904. 8°.

„Technische Mitteilungen für Ma-
lerei, Fachblatt und Publikationsorgan der
Versuchsanstalt und Auskunftsstelle für Mal'
technik an der königl. technischen Hochschule
in München.“ Leipzig, A. Försters Verlag.

Egon Heßling: „Dekorative und mo'
numentale Malereien zeitgenössischer Meister,
herausgegeben von Egon Heßling.“ 1. Reihe:
48 Tafeln in Lichtdruck. Fol. Leipzig, Baum-
gärtner. Enthält Werke von H. Prell, Fr.
Gesellschap, Max Seliger, Max Koch,
Artur Fitger, Anton v. Werner, Wolde'
mar Friedrich, Eduard Ravel, Ferd.
Keller, Albert Maignan und anderen.
Die kurzen Erläuterungen deuten in einigen
Fällen die Technik an, in der die abgebilde'
ten Gemälde ausgeführt sind.

„Gazette des beaux arts, Courrier
Europeen de l’art et de la Curiosite.“ Paris,
Rue Favart 8. — 565. und 566. Lieferung (Juli
und August 1904), Enthält Aufsätze über die
„Vierge de Misericorde“ des Enguerand Charon'
ton und Pierre Villate im Musee Conde vom
Grafen Paul Durrieu. solche über die Pariser
Ausstellungen (Primitifs fran9ais, die Salons,
Monetausstellung), ferner Studien über Aved
und Chardin, über einige impressionistische
Bilder und anderes.

„Die Kunst für Alle“, herausgegeben
von F. Schwartz. München, Verlagsanstalt
F. Bruckmann, A.'G., XIX. Jahr, Heft 21 und
22. Enthält Aufsätze über die erste Aus-
Stellung des deutschen Künstlerbundes in der
Münchener Sezession, über die Wandfarbe
in Bildergalerien, über den Neoimpressionis'
mus, über Wörth und die Zügelschule, ferner
Notizen überzahlreiche Ausstellungen und über
neue Bücher.

TODESFÄLLE.

In London ist am 1. Juli der berühmte eng'
lische vielseitige Künstler George Frederick
Watts gestorben, besonders als M a 1 e r bekannt.
(Nach mehreren Tagesblättern und Kunstzeit'
Schriften. Die Bl. f. G. kommen auf den Fall zu-
rück.) Am 4. Juli zu Ybbs der Historienmaler
Rudolf Geyling (Neues Wiener Abendblatt
vom 7. Juli 1904). — Am 5. Juli in Paris der
Maler Joseph Blanc (Chronique des arts et
de la curiosite, Nr. 26, S. 218). — Im Laufe
des Juli zu Gent der Landschaftsmaler Cesar
de Cock (Chronique des arts et de la curiosite
Nr. 27, S. 228). — Im Laufe des Juli in Bad
Nauheim der Landschaftsmaler Edmund
Kanoldt, der begabte Stilist, ein Schüler
Prellers (Die Kunst für Alle S. 506). — Im
Laufe des August der englische Maler Frede'
rick Goodall (Chronique des arts, S. 235).
— Am 2. August verschied zu Hietzing bei
Wien Frau Henriette Wiener v. Welten.
Sie besaß beachtenswerte Bilder. Neben Wer'
ken von Angeli, Kiss, Schilcher und anderen
Malern aus der zweiten Hälfte des XIX. Jahr-
hunderts sah man in ihren prächtigen Wohn'
räumen u. a. auch einen großen, vielleicht
den größten erhaltenen Klaes Molenaer, einen
Droochsloot gewöhnlicher Art und mehrere
Bilder von Wutky. — Am 3. August zu
Maissau in Niederösterreich der Oberst'
kämmerer Hugo, Graf von Abensperg
und Traun, der seit 1897 in der hohen
Würde, die er bekleidete, einen unverkennbar
günstigen Einfluß auf die Entwicklung der
Hofsammlungen ausgeübt hat. Mitte August
zu Rekawinkel der Wiener Auktionator,
Münzensammler und Schätzmeister Heinrich
Cubasch. (Neues Wiener Tagblatt, 14. Au'
gust 1904). _

BRIEFKASTEN.

Zahlreiche Fragen können erst im Laufe der nächsten
Monate beantwortet werden.

Frl. J. M. in F, Ich kann Ihnen vorläufig als
Züricher Meister der Portraitminiatur zwischen 1800
und 1830 nennen: Elisabeth Pfenninger (aus Zürich),
Fridolin Ott (aus Bischofszell, Kanton St. Gallen) und
Joh. Andr. Hirnschrot. Hirnschrot ist geborener
Deutscher faus Nürnberg) und mehr als Glasmaler,
denn als Miniaturist bekannt.

Frau S. R, in W. Auf Ihre launige Zuschrift
weiß ich keine ernsthafte Antwort zu finden. Höch-
stens könnte ich in gesteigertem Musikdramenstil er-
widern : „Schlaf floh, Flöhe wachten. Flöhet ihr flott
so flöhest du nicht.“ Die Noten bleiben weg, des-
gleichen die Dekorationsmalereien.

Herrn J. B. in R. Was Wien betrifft, so kann
ich Ihnen jetzt neben den Vorräten bei den Kunst-
händlern nur nennen die Verkaufsausstellung im
Künstlerhause und die Sommerausstellung im Doro-
theum (I. Dorotheergasse 17), deren Katalog im Au-
gust versendet wurde. Gegen Ende August wird die
Ausstellung des Künstlerbundes Hagen eröffnet.

Für unverlangte Einsendungen wird keine Bürgschaft geleistet. Preis dieses Heftes 1 K 70 h = 1 M. 50 Pf.
Klischees von der „Graphischen Union“. Druck von Friedrich Jasper in Wien,
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