Frimmel, Theodor von [Editor]
Blätter für Gemäldekunde — 1.1904-1905

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Nr. 6.

116

BLÄTTER FÜR GEMÄLDEKUNDE.

Schäfer.'* III. Jahrg., Düsseldorf, Fischer
& Franke, Gr. 4".

Paul Hartwig: Anselm Feuerbachs
Medea, Lucia Brunacci. Leipzig, S. Hirzel, 1904,
Gr. 8".

Bela Läzär: „Ladisias de Paal, un
peintre hongrois de l’ecole de Barbizon“,
Paris. Librairie de l’art ancien et moderne.
1904, Gr. 8".

Wilhelm Schram: „Einige hand-

schriftliche Quellen zur mährischen Kunst-
geschichte.“ (Sonderabdruck aus dem IV. Ban-
de der Zeitschrift des mährischen Landes-
museums).

NOTIZEN.

Über die poetische Literatur der
Renaissance als Quelle für die Kunst-
geschichte Italiens schreibt Arduino Co-
lasanti in einem italienischen Artikel
des „Repertoriums für Kunstwissenschaft“
(XXVII. Bd„ S. 193 ff. „Gli artisti nella poesia
del Rinascimento. Fonti poetiche per la storia
dell’ arte italiana“). Colasanti macht in seinem
Text auf allerlei versteckte Nachrichten auf-
merksam und gibt überdies eine nach Künstler-
namen geordnete Übersicht über die kunst-
geschichtlichen Stellen in den poetischen
Quellenschriften. Mehrere verschollene, viel-
leicht auch erhaltene aber nicht erkannte Bild-
nisse von Tizian werden durch Colasanti nach
alten Quellen namhaft gemacht und überdies
weist der Autor nach, daß Tizian Philipp den II.
nicht erst 1550, wie es sonst heißt, sondern
schon 1548 porträtiert hat. Unter anderem
wird auch zu Vittore Carpaccio und
Gentile Bellini neues beigebracht. Im Auf-
trag des Herrn Alvise Contarini (man kennt
ihn als Kunstfreund aus anderen Quellen)
soll Carpaccio eine Karikatur des Dichters
Squazöla gemacht haben.

Salomon Reinach und Paul Durrieu ver-
öffentlichten kurz nacheinander zwei inhalts-
reiche Artikel über einen vorher kaum be-
achteten Mailänder Quattrocentisten Zanetto
Bugatto, der urkundlich als Schüler des
Rogier van der Weyden nachgewiesen ist.
Durrieu stellt als möglich hin, daß ein Bild
der Brüsseler Galerie (Nr. 31 des Katalogs von
Fetis) von diesem Bugatto sei, und die vor-
sichtige Begründung Durrieus wird sich wohl
viele Freunde machen. Reinach geht von der
urkundlichen Mitteilung über Bugatto aus,
die zuerst bei Malaguzzi Valeri in den „Pittori
Lombardi del Quattrocento“ (S. 125 ff.) ver-
öffentlicht worden ist. Bugatto war 1461 bis
1463 in den Niederlanden und in Frankreich.

Anfangs 1476 dürfte er gestorben sein. („Chro-
nique des arts et de la curiosite“, Nr. 27 und
28 von 1904.)

Mit J. W. Turner beschäftigt sich ein
Artikel der „Gazette des beaux arts“ (Sep-
temberheft).

Über die französischen Impres-
sionisten, von Manet, Monet und Pissaro
angefangen bis Berthe Morisot und Mary
Cassati schrieb Vittorio Pica für die Zeit-
schrift „La Lettura“, Jahr IV, Nr. 9, S. 779
bis 783.

Fortsetzung und Schluß des Artikels über
Rom. Cazes im „Journal des arts“, Nr. 55
und 57.

Zeichnungen von Puvis de Chavan-
nes, besprochen in „Art et decoration“, Au-
gustheft, 1904.

Das Adlermonument von Ger6me, das
am 28. Juni enthüllt worden ist, wird be-
sprochen in „Le monde illustre“ vom 2. Juli
und inj. J. Webers „Illustrierter Zeitung“ vom
7. Juli.

Über den Emailmaler Alfred Meyer
spricht „Le journal des arts“ vom 6. August
(Nr. 57).

„Les tapisseries de Cheret“ werden be-
handelt in „Le monde illustre“ vom Juli 1904.

Über andere Werke von Jules Cheret
„The Studio“ 1904, S. 317 f. Vol. 32 Nr. 138 in
dem Artikel von Henri Frantz „Modern French
Pastellists“.

Über die letzten Bilder Segantinis
schrieb V. Pica für „The Studio“ 1904. S. 309 ff.

Die Malergruppe „Die Scholle“, be-
sprochen in J. J. Webers „Illustrierter Zeitung“
vom 15. September 1904.

Albert Edelfelts Gemälde „Gottesdienst
im Freien“, abgebildet in der Zeitschrift „Welt
und Haus“, III, Jahrg., Heft 30.

Ein Altarbild, Christus am Kreuz, vom
Kremser (Joh. Mart.) Schmidt aus dem
Jahre 1780 abgebildet und besprochen in der
Zeitschrift „Wiener Mode“, XVII. Jahrgang,
Heft 24, S. 7172 f.

Eine Abbildung der Krugträgerin (Studie)
von Theodor Axentowicz in der polnischen
Zeitung „Tygodnik Illustrowany“, Juli 1904,
Nr. 2330.

Beilage zur „Allgemeinen Zeitung“,
München, 20. und 21. August 1904 (Nr. 190
und 191). „Goethe als Maler“, eine Studie
von Albert Geiger.

Für unverlangte Einsendungen wird keine Bürgschaft geleistet. Preis dieses Heftes 1 K 20 h = 1 M.

Druck von Friedrich Jasper in Wien.
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