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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 1): Mitteldeutschland — Berlin, 1905

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https://doi.org/10.11588/diglit.11052#0133

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Gera

- 116 —

Germ

bürg und Maulbronn. — In geringer Entfernung vom n QSch.
zwei 3sch. Säulensäle; einige Wfl.Kpt. erhalten. — In einem
Privatgarten Rest eines stattlichen Brunnens aus dem Klosterhof.
— Kornhaus sp.got. mit Benutzung romanischer Bruchstücke, rest.

GERA. Reuß j. L. Inv.
Salvator-K. 1717—20, erneuert nach Brand 1780.
Trinitatis-K. 1313, vergrößert 1611. 1 sch. Anlage. Bmkw. die
got. Außenkanzel. —■ Grabmal des Kanzlers Joh. v. Freiersleben
f 1770, um einiges später ausgeführt, klassizistische Richtung. —
Großes Kreuzigungsrelief mit Stifter, 1630. — Auch von den
Denkmälern auf dem Kirchhof verdienen einige Beachtung.
Rathaus. 1576 und später. An der Hauptfront hoher 8eck. T.,
dem zu Altenburg nachgebildet.
Regierung. 1722.

Waisenhaus. 1724, erneuert nach Brand 1780.
Stadtapotheke mit renss. Erker.
Privathäuser des 18. Jh.
Marktbrunnen mit Simson, 1685.

GERA. Sachs. Gotha. Inv. II.
Dorf-K. Sehr alte Gründung; jetzt wesentl. 18. Jh. mit rom. Ein-
zelheiten. Hoher Kanzelaltar.

GERBSTEDT. Pr. Sachsen Kr. Mansfeld. Inv. XIX.
[Nonnen-Klst.-K. Der 1688 eingestürzte rom. Bau durch Abb.
bekannt, auch einige formierte Reste erhalten, hier und im Museum
zu Halle.]

Stadt-K. Nüchternstes 18. Jh. — Großer interessanter Schnitz-
altar0 um oder vor M. 15. Jh.

Rathaus0 in schlichter Ren. Im Keller gekuppelte rom. Licht-
öffnung.0

GERMERODE. RB Cassel Kr. Eschwege. Inv.
K. des ehem. Prämonstratenser-Nonnen-Klst. Gegr. 1644. Ge-
wölbte rom. Pfl.-Basl. Kein QSch. Die 3 Schiffe schließen in
gleicher Flucht mit 3 Apsiden. Der Chor hat 1, das Sch. 3 Doppel-
joche. WBau doppeltürmig (nur 1 T. erhalten in schlichtesten
Formen). Dazwischen, zugleich das l.Joch des Lhs. mitumfassend,
die Nonnenempore, die von 4 Paar Sil. mit Würfelknäufen ge-
tragen wird. Im System des MSch. nehmen breite rck. Vorlagen
die ungegliederten Gurt- und Schildbg. auf; keine Diagonalbg.
Die Zwischenpfl. quadr. mit eingelegten Eck-Sll. Die SSchiffe ab-
gebrochen. — Unter dem stark überhöhten Chor eine Krypta mit
gurtenlosen Gwb. — Hölzerne Emporen reich geschnitzt in Mo-
tiven der Fachwerkarchitektur. — Am Außenbau ist nur die
OAnsicht einigermaßen intakt; die 3 Apsiden auf gut profilierten
Sockeln, sonst ungegliedert.
 
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