Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 1): Mitteldeutschland — Berlin, 1905

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.11052#0127

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
Gei

— 110 —

Gel

Gangolfs - Kap. mit Außenkanzel in reicher Ren. Zahlreiche
Gräbst. 16. Jh. 2 Schnitzfigg. Reste eines Altars um 1490—1500.

GEISING. K.Sachs. Dippoldiswalde. Inv.
Stadt-K. 1484—1513, umgebaut 1689. Rck. mit Schluß aus 8 Eck.
In den rundbg. Fenstern nasenloses Maßwerk. Schnitzaltar
und Crucifix. E. 15. Jh.

Kaufhaus 1668, tüchtiger Fach werkbau auf steinernem Erd-
geschoß.

GEISLEDEN. Pr. Sachs. Kr. Heiligenstadt.
Dorf-K. 1781. Tonnengewölbter Quaderbau, großes SPortal,
pomphafte WFassade. Rom. Taufstein.

GEISSEN. Reuß j. L. Inv.
Dorf-K. rom. Anlage, verunstaltet. — Kanzelbau hinter dem
Altar um 1750. Schnitzaltar um 1500, nach Flechsig vom
Meister von Chemnitz. (Erfurter Ausstellung 1903.)

GEITHAIN. K. Sachs. AH Borna. Inv. XV.
Stadt-K. Konglomerat0 .aus 3 Bauzeiten. WBau mit wohlaus-
gebildeten sprom. Doppeltürmen. Eigentümlich am Portal0 das
flach ciselierte Ornament; 3 Rücksprünge ohne Sil. Chor 14. Jh.
unregelmäßig. Gemeindehaus spgot. Hlk. Ihr sehr hohes Dach
ragt zwischen den Türmen höher als diese empor. — 1593 im
MSch. flache Felderdecke mit umfänglichen Malereien nach
evangelischem Programm. Aus gleicher Zeit der Altarbau.

GELNHAUSEN., Kr. Gelnhausen RB Cassel. Inv. N. F.
Bd. I. — Meß-B. — D.

Marien-K.» Kreuzförmige Basilica, im Lhs. flachgedeckt, im
QSch. und Chor gewölbt; 1 WT., 2 OTürme, Zentral-T. Im
wesentlichen aus den 3 ersten Dezennien des 13. Jh. Doch sind
einige Reste einer älteren Anlage eingebaut. — Vor M. 12. Jh.
bestand eine kleine lsch. Dorf-K.; von dieser die an den T. sich
anlehnende WWand mit gröblich ausgeführtem Portal». — E.
12. Jh. Erweiterung zur Basl.; von deren MSch. der unter dem
jetzigen n Seitendach gegen den T. anlaufende Bgfries und die
kleinen tiefliegenden Fenster der SSchiffe, wohl auch der Unter-
bau der Nebenapsiden und vor allem der WT., dessen schwere
Proportionen gegen die OTeile so auffallend kontrastieren. — Zu
A. 13. Jh. begann, mit Schonung der obengenannten Teile, ein
Neubau, aus dem der heutige Bestand hervorging. Bedeutsamer
Wandel des Planes um 1220. Vor dieser Epoche als geräumige,
doch einfach behandelte flachdeck. Basl. gedacht, jetzt (4. Bau-
periode) der Chor verlängert und nebst dem QSch. eingewölbt
und neu dekoriert in stark gotisierendem Obergangsstil. Als
Meister wird Heinrich Vingerhut genannt; daß er Frankreich ge-
 
Annotationen