Heidelberger Zeitung — 1865 (Juli bis Dezember)

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Motive» enthielten, oie irgenv ein egoijkisches, spe-
cicll daö Jntercsse der Arbei^eber einseitig degünstigen-
des Srrcben kundgegeben bätten. Wrr gtauben aber,
daß unter dcn hirsigen Gewerbtreibenden nicht wenige
sein dürften. vie der Meinung der beiden Herren bei-
vflichten möchten, eö aber leider nicht der Mühe für
werth halten, durch ihr Erscheinen bei den Beralhungen
iraendwie ein Jnteresse f»r die Erledigung der Sache
in ihrevr Sinne an den Tag zu legen. Der Arbeiter-
bildungsverein verlrilt die ^nschauung ^der Bitduugs-

Bildung eine Sache von keinem besonderen Gewicht er-
scheint, er vertritt (wie schon bemerkt, allerdings nur
-um Theil) die Vergaügeuheil. die theorelisches Wissen
neben der lediglich praktischen Berussbefähigung sür
elwas UeberflüssigeS ansiehl, während der Arbeuerbil-
vungsverein mil seinen Auffassungen im Boden der Zu-
kunft wurzelt. Auch äußerlich zeigt sich dies schon in
dem UmstanSe, daß die Getheiligung der letzteren Ge-
nossenschaft bei der Berathung der vorliegenden Frage
eine wenigstenS dreimal so starkc war als im Gewerbe-
verein, dessen Mitglieder der überwiegenden Mehrzahl
nach mil der regelmäßigen Bczahlung ihrer VierteljahrS-


8 Aus dem Amtsbezirk Schwetzingen, 20. Juli.
Seit einigen Tagen werden in Schwetzingen einzelne
Parthieen Hopfen von den Stangen abgemacht und nach
Hause gebracht, so wenig ausgereift dieselben auch sind,
und jetzt schon sein können. Man suchr aber bei der
anhaltenden brennenden Hitze, unter der dieseS Gewächs
empfindlich leidet, noch zu retten, was zu retten ist;

Haufsr gul aus; sie^liefert weniger Stroh und mehr
Frucht. Von den Kartofseln läßt sich jetzt im Ganzen
genommen noch wenig sagen. Die Frühkartoffeln sind

Pforzheim, 16. Juli. Neben dem Glanzpunkte
unserer Jndustrie Ireten manchmal^cunh dw Schatten-

aber jetzt Gant^erkannt ist, seinem Leben durch einen
Pistolenschuß ein Ende machte, crhängte sich letzten

kanalc gewidmel, der gerade gelegt und neu überbrückt
wird. DÄbei rnht auch die PrivatHStigkÜt nicht, und .
in den neu angelegten Stadttheilen schen wir überall j

lich einen Beschluß gc'faßt, der jetzt der Staatsbehörde
der^obern (^lsenz, 16. Zu^^chon ftü

Waffermangel i« der Plöck.

Ifirsenbericht.

Frankfurt, 20. Juli. Die Geschäftslosigkeit der
Börse trat heute womöglich noch auSgesprochener zu

mattcrer Haltung. Oesterreichische Fonds^bliebeir ohne

Nat. 67^/2—5/g, alte engl. Metall. 7V, neue cngl.
Mctall. 75Vs, 5proc. Met. 62>/z bez., neue Silbermetall.
741/4, Amerikaner 75^—I/4—r/g.

d«0 b-j. . Cr-d,t»-,,-n

Oesterr. Loose von 1860 85'/g — 85, do. von 1864
88'/., do. 1858 133, do. von 1854 76-/4 G., do. von
1839 132 bez.

^6-/4 Uhr. ^chlußcurse.) 1882er Amerikaner 7^/4

Gottesdienst in Heidelberg.

Sonntag, den 23. Juli, Vormittags 9 Uhr, predigen:
in der Heiliggeistkirche: Hr. Stadtpfr. Herbst; in der
Providenzkirche: Hr. Decan Dr. Zittel.

Nachmittags 3 Uhr,

in der Providenzkirche: Herr Stadtvicar Hönig.

UniverfitätSgotteSdienft in der Providenzkirche,
'/4II Uhr: Hr, Kirchenrath Dr. Schenkel.

WocheitgotteSdienst 3 Uhr:

Mittwoch, itt der Heiliggeistkirche: Herr Städtpfarrer
Schellenberg.

Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.
Einladung.

Nächsten Mittwoch, den 26. d. M., wird bie
freic Lehrcrconferenz deS Bczirks Mannheim-Hei-
delberg dahier im ev. Schulhause, Augustinerstraße
Nro. 7, Nachmittags präcis 2 Uhr anfan-
gend, abgehaltkn, wozu oie Lrhrer und Schulfreunde
unseres Bezirks und derUmgegend eingeladen wer-
den. Den Hauptgegenstanb Ver Thätigkeil und der
Besprrchung bildct eine Unterrichtsprove über Na-
turgeschichtr (Pflanzenkunde), daran werden sich
einige intercffante Mittheilungen aus dem Gebiete
des Lehrerlebens nnd ciniges Geschäftliche reihen.
Um zahlreicbe Theilnahme wird gebeten.

Heidelbrrg, den 21. Zuli 1865. (1)

Fahrnißversteigerung.

Dienftag, den 23. Jnli, wcrden Kettengassr21,
Schlüssel, Nachmittags 2 Nhr anfangend, aus
der Verlaffenschaft dcr verstorbenen Frau Sckrll
Wlttwe, ganz gut erhaltene Frauenkleider, Weiß-
zeug und sonstiger Hausrath gegen gleich haare
Zahlung versteigert.

Heidelberg, den 19. Juli 1865.

_H. Ghrle, Waiftnrichter.

Mittwoch, de» LS. d. M., Bormittags 8 Uhr,
wlrd aus drm Btcrhelderhof die zweite Schur

B!auklee

Morgen öffentlich versteigert. Zusammcn-
runft auf Bterhelderhos.

Sckelkly.

wird^ Hokgute Rineck, im Amte Mosbach,

Montag, den 24. Jrrli l. I.,
Bormittags 8 Uhr beginnend,

vrr Vrtrag von 60 Morgcn Gerfte, und am

Freitag. den 28. Jnli l. I,
MorgenS 8 Uhr anfangend,

der Ertrag von 99 Morgen schönem Hafcr in schick-
lichrn Loosen auf vem Platze öffentlich versteigert;
zahlbar Weibnachten I. I. Großsteigercr können
bie Früchte anf dem Hvf einscheuern unb durch dte
vorhandene DampfdrefchmasÄine ausdreschen. (2)

Schieferdeüerarbeit-Vergedung.

Das Kircpeudach (Langhaus) hicr soll ueu ver-
schaalt unb wit Schiefcrn neu gedeckt werden. Des-
scn Quadratstäche bcträgt 4224 Fuß, unb der Ko-
stenüberschlag hiefür ist einschließlich der Liefcrung
ver Schaalborde, zweimal genagelt, und der Schie-
fer, letztcre bezüglich des Transports von Heibel-
brrg aus gcrcchnet, auf 984 fl. gesetzt.

Die Herstellung dieser Arbciten wird im ^Sou-

amte hirr, wo auch der Kostenüberschlag wäbrcnd

ReicNirtShai?scn,^ den 13. Jult 1865.^

Das Bürgermeisteramt:

Graiilich, Rathsschr.

Eme Dame,

muükalisch und auch in der Haushaltung erfahren
ist, sucht einc Stelle. Franco-Offerten bcsorgt die
Erped. d. Blattes.

rein u. geaicht, zu verkaufen,
Westl. Hauptstraße 35, 2
Stiegen doch. (2)

Hausverkaus.

Ein in der Mitte der Stadt stehen-
des dreistöckiges Wohnhans, worin
-—. seit einer Reihe von Jahren Bäckerei
und Wirthschast betrieben wird, auch Realge-
rechtigkeit hat, ist unter günstigcn Bedingungen
käuflich abgegeben

bs3^ durch das 6oonni88io28-Lürsau

von M

Zu Verkausen7 l7u'm?7-^^'""'

(1) Lchrcr Stutz in Leimen.

Eine Grube Duug;U"rH!;L

mühle zu Heidelberg.

G«,e» Oedsenmaulsalat

b-> Vt»I. oknroutisr.

Zu vermiethen, "L

Zugehör, wesll. Hauptstraße Nr. 30._

Wohnung zu vermiethen.

Auf Michaeli der 2te und 3te Stock, 8 bis 9
Zimmer mit Zubrhör, in meineni neuen Hauft
westl. Hauptstraße 81 c. s3sb

Ed. Lange, Maler und Photograph.

(^im Sckletfen, Poliren und Glänzen von Meffern, Sckeeren und Werkzeugen, sowie in
^Fcrtigung kleiner Reparaturen diescr Gegenstände, — und im Kitten zerbrochener Gefaße
i^Fvon Glas, Porzeüan, Steingut rc. rc., empfeblc mich achtungsvollst. Meine Werkstätte tst
dem füdlichen Eckladcken an der Heiliggeistkircke. s3? Dä^V^eÄ>eA.
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