Heidelberger Zeitung — 1865 (Juli bis Dezember)

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der König von Preußeu Gastcin nrcht vor dem
16 August ssÄassen miÄ.

Marseive, 12. Aucs.. Mittags. Nach Be-
richte« aus Rom vom tz. Ättg. bestästgt es sich,
daß die Anwerbung von 3000 Mann zur Ver-
vollständigung der CadrsS der gegenwärtigen
papstlichen Armec c»Nßevt-üek ist. CbvleraMle
sind nicht vorgekommen.

^etersbnrg, 12. August, Nachmittags.
Einc kaiserliche Ordre befiehlt für 2 Gardedivi-
sionen, 22 Jnfanteriedivisioncn und 2 Artille-
riebrigaden dis HetabsetzuNg vom verftarkten
auf den ordinaren Kriegsfuß; weitere 10 Di-
visionen sollen vom Friedensfuß auf dik Ga-
drcs und 2 Reiterdivisionen von 16 auf 14
Rotten per Schwadron herabgesetzt werden, und
2 Divisionen den verstärkten Friedenlsfuß be-
halten.

h .Bruchsal, 13. Aug. Heute Mitlag hat
dahier ein Zusammenstoß zwischen dem um 2^
abwärts gehenden Schnsllzug und dem von
Heidelbcrg um 2^ eintreffenden Personenzug
Statt gefunden, wobei, wic wir leider verneh-
men, Unvorsichtigkeit die Ursache war. Der
aus dem Oberlande kommcnde Schnellzug fährt
namlich abwärts auf dem westlichen Schirnen-
geleise und lenkt auf deltt hiestgen Bahnhvfs
in das östliche ein. Dagegen fahren div Züge
von Heidelberg und Mannheim ebenfalls auf
letztercm, und der aufwärts gehende Personen-
zug soll deßhalb vor dem hiesigen Bahnhos
halten, bis der Schnellzug das östliche Geleise
wieder verlassen. — Drdsc Vorsicht scheint nun
nicht deobachtet woroen zu setn, doch gelang esnoch
unmittelbar vor dem Dchnellzug den Persouen-
zug abzNienken; allein demungeachtet fuhr der
letztere mit gewaltiger Wuchl, wenn anch
nur therlwetse gogen den Schncllzug, wodurch
ein so fürchterlicher Stoß erfolgte, oaß leidcr
eino Reihe von Conlusionen und Verletzungen
und eine theilwcisc Zertrümmerung der Ma-
schinen stattgefunden hat. Bis jetzt horen wir
nicht, daß ein Mcuschenlebcn zu beklagen ist.

Aus Baden. Oberamtsrichter Sieb, be-
kannt als langfähviger AbgeordUrktt, ist vor-
tzsftern gestorbeu — Sest oem 10. d. M. ist
die „Rheinische Kunstausstellung". verbunden
mit der „permanenten Knnftausstellung", im !

Orangeriegebäude des großh. botanischen Gar-"
tens in Karlsruhe eröffnet. — Der großh.
Zollbirektor Herr Erwin M. Kirchgessner ist
im Kloster zu Lichtenthal am 10. d. Abends
gestorbcn. Geboren wurde derselbe zu Rauen-
burg, wurhe 1825 Kameralpraktikant, 1834
Äsfessor bei der Hofdomänenkammer, 1836 Ai-
nanzministerial-Assessor, 1838 Finanzministe-
rialrath, 1845 auch Vorstand des Verwaltungs-
rathcs für die Wittwenkasse dcr Angestellten
der Civilstaatsvermaltung, 1846 landesherrlicher
Commissär bei vem landwivthschaftlichen Ver-
> eine, 1847 Geh. Reserendär, 1852 Zolldirek-
^ tor ttnttr Enthcbnng vott ver Vorstandssteüc
bei obigem Vermaltimgsrathe der Wittwen-
kasse. — Sonntag den 27. August wird in
Müllheim der Oberländer Sängertag abge-
halten; üver 49 Veroine mit mehr als 1000
Sangern haben fich hierzn bereitS angemekdet.
Das Gesuch des Festaksschusses an dic großh.
Direction der Verkehrsanstalten um die Be-
willigung von 3 Tagen geltende Retourbillete
wurde abgeschkagen. — Eine Versammlung
Gewerbtteibender hat sich gegen den Zwang
zunr Besuche oer Gewerbschule ausgesprochcn.

Vermischke Nachrichteu.


ünlernehmerinnen solcher Kkin - Kinder - ErziehrmgSan-
stallen zunächst in's Auge zu fasscu habe« und die ins-
besondere darin bestehen, dem erwachendük KindeSgeiste
eine einfach herzliche uud wivklich christlichS FrSmMig-
keit nahe ^i ^bringen, vollkSmmen bei. Auf freundliche

gaben, welche ihnen die eigentliche Schule stellen wnd,

Erfölg sein. ES ist daher böchst erfrSulich, daß auch in
mrstrer ^tadt^in Kurzem^eine solche Ans^

Anmeldungen berechlige^i zu der Hoffnung. daß^ wie^in
anderen größeren -Llädten, Luch hier ein Kindergarten'
sich einer gMen Aufnahme und deS besten ErfolgeS er-
freuen wird.

() Freröurg, 9. Aug. Die hiesige höhere Bürger-
schule hirlt am 1t., 12. und 14. d. M. ihre öffentkicheir
JahreSprüsungen. Der EinladüngSschrift hierzu enk
nehmen wir. daß diese Anstalt vor Beginn des Schul-
iahreK in ein neues Schulhaus übersicdelte, welcheS Ge-
vciüd^ die Stadr iu zweckmatziger Weise Herstellen ließ.
Diese Anstalt- hat seit mehreren Jahren namhafte Er-

nen Schuljahre von 149 Schülern besucht.

SouthaMpton, 10. Aug. DaS Postvampsschiff des
Nord^. Lloy^r „Hansa^ Capt. H. A^v. Santen, welches

finden sich im besten Zustande.^ ^

Die „Hansa" bringt außer der ireüesten Post 283
Passagiere und volle Ladung.

Am Sonntag, den 30. Juli VormittagS, auf 40° N.
B. uud 70° W. L. passirte die „Hansa* das Postdampf-
schisf „Neuyork". Capl. K. v. Oterendorp. welches am

Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.

Bekanrrtmarhung.

Nr. 1662^1. I. S. bes Ka»fMann Earl Loos
(Firma: I. Chr. Lvos) hier, Klagcr gcgen Ca-
pitätt He » ry Äeria' rd Ylis Lonbon, an unbe-
kannten Orten abwescnv, Bekl., Fvrderüng betr.
ergcht

DersauMungserkcnntnch:

Die Thatsachen brr Klage werden für zngc-
standen, allc Kinreken fur versäumt angesehen
und' stiernach zu Recht

erkannt:

Der Beklagte, Lapitän Henry Gerrard aus
Lonvon, an uiitzeklinntrn Ol'ten abwefrnd, ist
schuldiff, an den Kaufnia'nn Earl Lo o S (Firma:
Joh. Chr. Lovs) hirr 181 fl. 30 kr. nevstZlns
zu 5 pCt. crus 120 fl. vom 1. Iuti ünd aus
61 fl. 30 kr. vom 11. Ittli d. I. an ViNnen
14 Tagen bei Zwangsvermrivcn zu bezLhleN
unv vie Kosten V^s RechWstrrits zu trckgen.

So geschehen Heidclberff, den 28. Iuli 1865.
Gr. AmtögertLt:

H. Süpftc'.

Eisenhnt, Act.

Großh. Bezirksamt WieStoch

^ AllerSttäsft'l —"hi-r" ^2°?« -

ztehim.g. bctr.

Beschluß.

Nr. 4802. Dle LooSztehung der ConscripttonS-
Vflichtrgen pro 1866 — AlterSkkaffe 1845 — wird
Donuerstag, den 21. Septembee d. I.,
Vormittags 8 Uhr,

ivr hreffgen Ratvbaüsfaüle ffüttsinven, wozu diii'
üflichtigen, ihre Eltern oder Vormünder geladen
werden.

Wiesloch, den 12. August 1865.

Litt v e m an n n.

I. Vberle, Act.

Arbeit-Verge-ung.

Das Rollen von 53 Ruthen und Belegen von
ungefäh^ 184 Ruthen des BorlandeS^ beinr Hause
ver Krau Profeffor Wcitt mtt vorhünoenrN Mauer-
uetnen soll durch Vcrsteigerung

am Mittwoch, den 16. d. M.,
Vormittags II Uhr,

auf hiefigen Rathhause in Accord vergeben werden.

Sachs.

^^-etl^rverme^

längstens drs zirm

Montag, den 21. d. MtS.,
l VormittagS 11 Nhr, ^ ^

waltung cinzurelchkn, woselbst attch d^e nähet'eri Be-

Heidelberg,^d^i II.^Auguft 1865.

Großh. Pflegr Schtznau:

Kirchcr. (1)

Hausversteigerung.

Herr Wilhelm B r a u n , Bäcker dahier läßt fein
Haus sammt platz und tilgcnschastücher
Lngehörde,

Haspelgaffe Rr. 10 dahier, mit der Real-
witthschaftsgerechtigkeit „zum goldenen Stetn"
am Montag, den 28. August d. I.,
NachnntragS S Uhr,

durck den Unterzeichueten tn deffen Geschäftszimmer
dahirr, am Kischinarkt, Vck de r H a sp e l g a sse
und Unterstraße Nr. 37, öffentlick an den
Meistbietenben vcrsteiger», wobei dcr Zuschlag bei
aunehmbarem Gebot soglcich erthcilt wird.

Die VersteigkrungLbeoingunge» können inzwischen
täglich bei dem Unterzeichnetkil eingesehen werden.
Heidelberg, den 11 August 1865.

Großh. Notar:

Dillinger. (1)

Bekanntmachung

Die Holzsteigerer aus hiesigem Stadtwald wer-
den hiermit benachrichtigt, daß als außerster Ter-

min für die Abfuhr des HolM der S1. August .
d- I- fcstgesetzt ist.

Hetdelberg, dcn 14. Angust 1865.

Stadt-Bezirksforstei:

(1) Obermcyer.

Meckesheiui. Die Erben des Jvh. Kas-
par Rapp von hier lassen, der Untheilbarkeit
wegen, Donnerstaq, -en 17. August i.
I-, Nacbmirrags 1 Uhr, im Rathhaus

dcchier zu Eigenthum versteigern:

Ein zweistöckiges Wohnhaus, mit Stallung,
Scheüer, Hvf und Garten auf dcm Berg,
eins. Johann Juhl, anders. Joh. Pletscher,

angeschlagen zu . 600 fl.

Meckesheim, den 10. August 1865. *)

DaS Bürgermeistcramt:

Kilian.

Grngetroffen

süße Aipenburrer zum AuSsieden sehr zu
empfehlen, billigst bci

Larl Ed. Dlto.

tzleuc Holländrr o Gcnueser KarLrllcu,
ncue Häringe, frischc Gauda- U- Edamer-
Säsc und saftigc Vrangen empfiehlc

Ittlt IL«II«I Wwr.

Rheinisches GYPserrohr

in ichöner Qnalilät billizst bei

Gebr Hofstätter.

s2s Maunhcim.

Zuvermiethen

Garten. Bcrgheimcr Straße Nr. 27. (161

sogleich ein braver kräftiger Bursche
als Hausknecht und etn Iuuge als
Kegelaufsetzer. Ohne gute Zeugnisse braucht fich
keiner zu melden, im „Bremeneck." (2)
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