Heidelberger Zeitung — 1865 (Juli bis Dezember)

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fcn von Aatang merden ank 2900 Mann ge-
schätzt. Nach dem Kampfe schickle FloreS den
Paraguaynern einen Parlamentär, der, wie cs
heißt, erschoffen wurde.

Neueste Nachrichten.

Berlin, 2. Oktbr., AbendS. Dic Nordd.
Allg- Ztg. sagt: Die Zeitungsnachricht oder
Zeitungsvermuthung, Graf v. Bismarck werde
bei der französischen Regierung durch be-
ruhigende Erklärnngen die Eindrücke zu ver-
wischen oder zu mildern suchen, welche dic Kon-
vention von Gastein hervorgebracht, müffen
wir als unbegründet und widersinnig bezeich.
nen. Wozu Erklärungen eines Aktes, der ja
so, wie er ist, vor der Oeffentlichkeit steht und
was er ist, sclbst bcsagt? Die Vorauösetzung
einer Störung deS guten Einvernehmens zwi-
schen Preußen und Frankreich isi gleichfallS
sehr unbegründet; vielmehr ist die Thatsache,
daß das Einvernehmen durch die Cirkularnote
des Hrn. Drouyn de Lhuis nicht erschüttert
wurde, cin Beweis von der Festigkeit deffelben.

Eutin, 2. Oktober. Herr v. Gablenz
ließ dem Großhcrzog von Oldenburg durch sei-
nen Adjulanten seinen bevorstehenden Besuch
aus Schloß Guldenstein ankündigen.

Wien, 2. Okt., Abends. Verlässigen An-
gaben zufolge, stcht für morgen cine ossicielle
Publikation bevor, welche eine eingehende Nach-
weisung des Gebahrungsresultats des öster-
reichischen StaatshaushalteS während der ver-
sloffenen drei Quartale des laufenden Jahres
bringen wird. Die Zifferansätze dieser Nach-
weisung sollen daS kaum erwarlete Resultat
liefern, daß sich mit Ende September 1865
gegenübcr dcm aus den Berathungen des
Reichsraths hervorgegangenen Staatsvoran-
schlage, demnach mit voller Beachtnng und
Anbringung des' vom Reichsrath vorgenomme-
ncn Abstrichs von 27 Mill. fl., nur mehr
eine Ueberschreitung der präliminirten Ge-
sammtausgaben mit 900,000 fl. ergibt, welche
im Laufe der noch übrigen drei Monate sehr
wahrscheinlich mehr als eingebracht werden
dürftcn.

Kopcnhagen, 2. Oktbr., Mittags. Der
Reichstag ist heute eröffnel und nach erfolgter
Wahl deS Bureaus sogleich bis zum 20. No-
vember d. I. vertagt worden. Der Präsident

wies die Einrede des Abgeordnetcn Tscherning
gegen die Vertagung als unzulässig zurück.

AuS Baden. Wie man dem Schw. M.
versichert, soll dcr bad. Bundestagsgesandte,
Herr v. Mohl, den ihm angebotenen Präsi-
dentenposten des Ministeriums der auswärti-
gen Angelegenheiten nicht angenommen haben.
— Prof. Helmholtz in Heidelberg hat einen
Ruf nach Wien lrotz glänzenden Bcdingungen
abgelehnt. — Das Oberhofgericht hat am 30.
Scpt. in dem Prcßprozeß gegen Rechtsanwalt
Brummel und Redakteur Schöchlin von Karls-
ruhe in letzter Jnstanz das Urtheil gesprochen
und ersteren zu 10 Wochen (statt 6 Mona-
ten), letzteren zu 3 Wochen (statt 4 Wochen)
Gefängnißstrafe verurtheilt. — Bei der in
Frciburg am 2. Okt. stattgehabten Wahl
des Grundherrlichen Adels oberhalb der Murg
wurden bei geringer Betheiligung gewählt die
Herren Graf Heinrich von Kageneck in Mun-
zingen, Freiherr Roderich von Stotzingen in
Steislingen, Freiherr Heinrich von Andlaw in
Hugstetten und Freiherr Roth von Schrecken-
stein in Donaueschingen. — Jn Oberlauda
wurve am 28. Sept. in dem Gemeindewald
daselbst Jagdpächter Weigand erschossen gesun-
den. Ein dortiger Bürger soll die That verübt
haben und derselben geständig sein.

* Wolfack, 2. Oktober. Baddireklor B. Görinqer

: > : Waibstadt , 2. Qcl. Gestern Äbend um V-6


k Eberbach, 28. Sept. Unlcr dcr niederen VolkS-
klasse scheinl bei Lebensinüden der Strick am Halse einc

der füuste FaN in hiesigem AmtSbezirke, daß sich ein
Mcnsch auf diesc Weise den Tod gab. — Jakob Wösch,

v^

Ärädtische Wafferangclegcnheit.

Behörde nur dieser Anregung bedarf, nnd dieselbe nicht
Mehrere Bürger der ivorstadt.

Berichtignng.

Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.

Bekanlltul.achuiig.

Nr. 2622. Zur Kenntnißnahme der Gläubiger.
wird hiermit veröffentlicht, daß die Ehcfrau deS
Metzgers Lehmann Franck in Neckarbischofsheim,
Estherj g^borene Keller, anher den Antrag gestM

auf Samstag, den 25. November d. I., ^

Vormittags 9 Uhr,

anberaumt ist.

Heidelberg, den 21. Sept. 1865.

Gr. Badisches Kreisgericht als Eivilkammer.
Der Director:

Obkircher.

_vät. Bechtold.

Großh. Amtsgericht Neckargemünd.

Nr. 5718. Die Wittwe deö -st AndreaS Losch
Lobenfeld hat um Einweisuug in Bcsitz und
H^ähr des^Nachlasses gebeten. 4 W ch

vvMbringcn.

Ncckargemünd, den 27. Scpt. 1865.

Großh. Amtsgericht:

^ Beck.

Versteigerung von forlenen Hop-
^ stn- und Truderstangen.

^aupferch, Plan, Hirschplatte und Kohlbuckel rc.
sMeigern wir mit Zahlungsfrist biS 1. November
^ .. Dienstag, den 19. Oktober,

^00 Stück Hopfen- und Truderstangen nebst 7550
Adler ^"bnenstangen. Die Verhandlung wird im
'"d's Ud^?,g,nn-n" w-,d-n und

Schwctzingen, den 29. Sept. 1865.

Großh. Badische Bezirksforstei:

Jagd-VerpachtMg

wi Forstbeztrke Schwetzingen.

^chnerzeichnete auf 1. Februar 1866 pachtfrei
vdende forstärarische Jagden werden am
trnu -> . Drenstag, den 17. Oktober.

V 9 Uhr, im biesseitigen Gcschäftszimmer im

tet werden:

1) Die Jagd im Rheinwald bei Ketsch sammt
der Wafferjagd auf dem Altrhetn, ca. 1295 Mor-
gen Fläche.

2) Die Jagd auf der Kollerinsel bci Brühl, ca.
1260 Morgen.

l89^Morgtti.^ ^ ^ ^ j e H .dt

5) ^Dic Jagd auf dcr Forstärarischen Feldgrmar-
kung Biblis, zunächst Hockenheim, ca. 266 Morgen.

6) Die Feldjagd auf der sog. Brühler Hardt,
ca^161^Morgem ^ ^ Stci e 'ch ' i

stellen. , ^

^ ^ ^ ' Gr. Bezirksforstei:'

(1) A. Cron.

Fahrniß-Versteigerung.

Näcksten Donnerftag, den 5. Oktober, Mit-
tags 2 Uhr, werden Bergbeimcrstraßc Nr. 52, 2
Stiegcn hocb, nacbstehende Fahrnisse, bestehend in
einem Comptoirpult mit Stühlen, mchreren Dutzend
Tischtüchern, Betttüchern, Handtüchern, Servietten,
30 Paar Strumpfen, alles in bestem Zustandc,
sowie verschiedener Hausrath gegen Baarzahlung
verstcigert.

(I) G. Kayßer, GcrichlSIaMtor.

Philologenversammlung.

Nach dem Abschlusse der 24. Versammlung
deutscher Philologen und Schulmänner fühlt
das Comite sich auf'S Jnnigste gedruugen, den
Bewohnern Heidelbergs seineu tiefgefühlten Dank
auSzusprechen für die Gastlichkcit, mit welcher
sowohl die Einzelnen als ganz besonders die
städtischen Bchördcn, den fremdcn Mitgliedern
cntgegcn kamen. Wenn dieselbcn sich hier heimisch
fühltcn und eine freundliche Erinnernng mit-

genommen haben, so tragen die Bewohner der
Stadt den weitaus größten Theil des Verdien- -
stes daran.

^06 )sune 6Ittz krsvyui86dS^nnt l6^!U UNV

Arbeiter-Gesuch.

Zwei fleißige, gewandte Arbeiter sinden
dauernde Beschäftigung in der Gerberei von

Künstc ö- Schssff.

Beim Großh. 3ten Jnfanterie-Regiment in Frei-
burg wird ein befähigter Flügelhornist angenom-
men mit dem Gehalte ernes Hoboisten 1. Elaffe
und einer Zulage, vie näherer Vercinberung vor-
bchalten bleibt.

Anmeldungen haben auf der Regiments-Adju-
tantur zu geschehen. (1)

Di- concesffonirte Auswanderungs-
Gcneral-Agcntur von Conrad He-
rold in Mannhcim beabstchtigt zuverlässige
Agcnten aufzustcllen. flf«

Verloren auf dem Wege von Schönau bis Zie-
gelhausen ein grauseidcner Sonnenschirm mit wei-
ßem Futter und einem elfeikbcrnenen Stiel.

Abzugebcn gegen gute Belohnung Anlage Nr. 39
im zweiten Stock.

Oberneckarstraße Nr. 7 ist der 3. Stock neu-
hergerichtet auf Weihnachten zu vermiethen.

Zu erfragen Oberneckarsiraße Nr. 9. (1)
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