Heidelberger Zeitung — 1865 (Juli bis Dezember)

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legramm meldet die „Loyds lrst" aus Neuyork.
dast dord 50 von der -chilenischen Regierung
ausgestellte Kaperbriefe cingetroffen und infolge
dessen bereits zwei Kaperschiffe unter chileni-
scher Flagge auSgelaufen seien.

Wien, 24. Nov. Es heißl, die Westmächte
und Nußland unterhandelten über einen beab-
sichtigten gemeinsamen Schritt bei den deutschen
Großmächten wegen Rückgabe Nordschleswigs
an Dänemark.

Triest, 24. Nov. Die soeben eingetroffene
Levantepost brachte Berichte aus Konstantinopel
bis zum 18. d. M. Es war daselbst aus
Teheran die Mcldung eingetroffen, daß alle
fremden Gesandten wegcn der Jnsolenz deS
persischen Ministers der, auswärtigen Ange-
legenheiten die Bcziehungcn zu der persischen
Regierung abgebrochen haben.

§ Vom Oberrhein, 23. Nov. Bekannt-
lich ist das Wiesenthal eincS der gewerbsamsten
Thäler unsercS VaterlandeS nnd das Fabrik-
wesen steht dort in schönstcr Blüthe. Ebenso
ist es auch in Säckingen, das durch seine ge-
werblichen Etablissements ein bedeutendcs Städt-
chen gewordcn. Die meisten Fabrikamen, sowohl
im Wiesenthale als in Säckingen, sind evange-
lisch, ihreArbeiter in größter und bcdeutendster
Zahl abcr katholisch, dcnen nach ihrem NituS
die Feier vieler Festtage auserlegt ist, durch
welche die Fabriken in ihrcr THLtigkeit ge-
hemmt, nnd -oer feiernde Theil, meistenS reich-
lich mit Kindern gesegnete und auf ihren TagS-
verdienst bcschränkte Familienvätcr sind. Ar-
beitet derselbe an scinen Fetertagen, so stellt
er seincn Brodherrn zufrieden. setzt sich aber
bei einer, die Noth der arbcitcnden Klasse we-
nig kennenden Menschenklasse, der Verdammniß
aus, und der Beichtstuhl muß das Mittel sein,
wo ehcliche Zerwürsuisse bei dcn leichtgläubigen
Mütterchen gesäel werden. Daß deshalb die
Verlegung derjenigen Feiertage auf die Sonn«
tage, welche lediglich auf menschlichen An-
sichten beruhen und denen gar kein biblischer
Grund beigelegt werden kann, eine mehr als
gkbotene ist, wirb in unserer Gegend sehr
häufig besprochen und ist zur Tagesfrage
geworden. Hoffen wir, daß sie zu Gunsten

der arbeitenden Klasse fich erörtern läßt. Zeit
ist Geld, und bei der Arbeit kann der Christ
ebenso gut sich als solcher zeigen, besser als
wenn er nichts verdienl und noch unnöthiges
Geld ausgibt.

Offenburg, 20. Nov. Heutc tand dahier im Schwm-
gerichtSsa^l die erste ^r.^n-

I tige Berathung, daß zur Aufstellung der Lißen für die
l Bezirksräthe geschritten wurde, deren Resultat noch nicht

schlossen._^^

Vermischte Nachrichten.

Offenbach, 23. Nov. ES find^großh/hess. falsche

zeichnen, daß darin daS Wort „hivothekarich" statt hy-
pothekarisch stehl.

^Nov^ Die T hichinenkran^k heiin

Frankfurt, 24. Novbr. Für österr. Effecten zeigte
Creditaclicn 161.^10, Loose 85. 70, Baluta 107. 60-

boyer. Ostbahn 116^/g. Wechsel auf Wien lOM/^.

Um 2 Uhr: Oesterr. Creditactien 175Vr- Loose
1882er Amerikan. 69 V».

6V» Uhr. (Schlußcurse.) Credit 176*/,, Loose 80Vs
biS V4, 1882er Amerikaner 69—68"/is—V» bez.

Von Hrn. M. H. W. 2 fl., Frau^H.^Wwe. 2 fl.,
Frau Ph. 1 fi.__

Gottesdienst in Heidelberg.

I Buß-, und Bettag:

Dr. Zittel. ^ ^ ^ ndmahl). Hr. Decan

NachmittagS 3 Uhr,

in dcr Heiliggeistkirche: Hr. Stadtpsr. Schellenberg;

Arbeiten-Vergeüung.

Die Herstellung eines Dohlens zur Abführung
von Abwasser in dem hiesigen Bahnhofe im Ge-
sammtkostenvoranschlag zu 1758 fl. 44 kr. soll tm
Soumissionsweg und zwar an einen Unternehmer
vergeben werden.

Lusttragende wollen ihre Angebote in Procenten
des Voranscklags ausgedrückt, versiegelt, portofrei
und mit entsprechender Ausschrift versehen, läng-
stens bis kominendcn

Donnerstag, den 3V. November l. I-,
Vormittags 10 Uhr,

auf dem technischen Burcau der unterfertigten
Stelle einreichen, woselbst bis zu diesem Tage auch
Zeichnungen, Voranschläge und Akkordbedingungen

Heidelberg, deu^24. November 1865. sl)^
Großherzogl. Eisenbahnamt.

Der Vorstand. Der Bezirks-Jngenieur.

Sachs. Jost.

Sparkaffe.

Die städtische Sparkasse ist wegcn Bücher-Abschluß
und Rechnungsstellung im Monat December ge-
schlossen.

Heidelberg, den 24. November 1865.

Verrechner.

W i ese n b a ch.

Lanbversteigerung.

Nr. 922. Aus dem Domänenwalddistrikt V, 1
Epfenberg, auf der Gemarkung Muckenloch, werden
Samstag, den 2. December d. I.,
ctrca 100 Wagen Laub in 65 Loosabtheilungen
versteigcrt.

Die Zusammenkunft ist früh A Uhr bei Wirth-
Hunger in Muckenloch.

Wiesenbach, den 22. November 1865.

Großh. bad. Bezirksforstei.

Schwarz. s3^'

Ü'i'N sindkt bei der hiksigen Do-

mänen-Verwaltung Beschäf-
tlgung. (2)

Die holländische

Leberrs Verficherungs-Barlk

^Lo8MV8^

schließt für die verschiedensten Lebens-Verhältnisse und zu jeder beliebigen Summe Lebens-, Kapital-,
Ausftcuer- und Renten-Verficherungen, Kinder- wie Altersversorgungen; Ueberlebungskassen
(Tontinen) auch^Be^äbnißgelder^ gegen feste und billige Prämicn ab.

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Der unterzeichncte Vertreter der Bank nimmt Anmeldungen entgegen und ertheilt bereit-
willig jede wünschenswerthe Auskunft, und empfiehlt die LebenS- und Aussteuer-Policen alS
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