Eckardt, Anton [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (4,2): Bezirksamt Landshut — München, 1914

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Jenkofen.

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Herzog Heinrich am Nikolaustag (— 6. Dez.) ein weiteres Benehzium zu Ehren der Kirche,
hl. drei Könige. (Näheres über dieses Benehzium bei MAYER-WESTERMAYER I, 701.)
Baureparaturen u. a. 1630 durch Ferdinand Pader, Hofmaurermeister zu Landshut,
1680 durch Stephan Walthör, Maurermeister von Geisenhausen, 1690 durch Maurer-
meister Georg Stainaicher, 1795 durch Thadeus Leithner, Stadtmaurermeister zu
Landshut (der auch 1791 ein neues Mesnerhaus baut). (Kirchenrechngn. im Kreis-
archiv Landshut, Repert. XLV, Fasz. 259 bzw. Repert. XLII, Fasz. 85.)
Baubeschreibung. (Grundriß Fig. 108.— Innenansicht Fig. 109. — Außen- Beschreibung,
ansicht Tafel XIII.) Der Chor ist um weniges breiter als das Mittelschiff des Lang-
hauses. Er umfaßt zwei Joche und ist mit drei Seiten des Achtecks geschlossen.
Nördlich am Chor der Turm, etwas in den Chor einspringend, mit der Sakristei
im Untergeschoß. Das dreischifhge Langhaus umfaßt fünf Joche, von denen die
beiden östlichen kürzer sind als die drei westlichen. Je vier ungleich breite Pfeiler
tragen die spitzen Scheidbögen. Die beiden östlichen Arkaden besitzen durchgehend


gekehltes Gewände, während an den drei westlichen der Pfeiler gefast und nur der
Bogen gekehlt ist. Der dem Chor zunächst stehende südliche Pfeiler hat gegen das
Mittelschiff eine rechteckige, wandpfeilerartige Verstärkung bis unter den Gewölbe-
fuß. Die gegenüber dem Mittelschiff um ein Drittel schmäleren Seitenschiffe sind
beiderseits an den zwei östlichen Jochen durch fast unmerkliche Einziehung der
Außenmauern verengert.
Im Chor Rippengewölbe mit Netzfiguration ohne Schlußsteine auf rechteckigen,
gefasten Wandpfeilern und ebensolchen spitzen Schildbögen. Halbrunde ProAl-
konsolen nehmen die birnstabförmigen Rippen auf. Durch eine leichte teilweise
Verschiebung des Gewölbescheitels aus der Mittelachse infolge des Einspringens
des Turmes ergibt sich eine nicht uninteressante Unregelmäßigkeit der Wölbung.
Chorbogen spitz, beiderseits gefast, mit östlicher, gefaster Verstärkung.
Im Langhaus hat das Mittelschiff zwar keine selbständige Beleuchtung, ist
aber im Verhältnis zu den Seitenschiffen basilikal erhöht; die Hallenanlage ist so-
mit nicht deutlich ausgeprägt. Rippengewölbe mit verschiedenen Figurationen. Alle
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