Heidelberger Zeitung — 1866 (Juli bis Dezember)

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in Denmth die Gnade Gottes, welche Euer Majestät
zuließ.

Die ^ g r o ß^ elche unser laps e i^s ^ e^ ^in

dürfen aui die Huldigun, der Geister und Herzen in
Dentschlank), welche allein der Macht Haltbarkeit und
Dauer verleiht.

zweideutigen Anadruck gebcn. k ^ >l
Königliche Majestät!.

VIH. Jn allen großen Tagen unserer preußischen
Geschichtt fanden zu dem Geiste und der Krast seiner
Fursten sich die des Volkes in Aufopferung und Hin-
gebnng gesellt. So soll eS auch ferner unter unS blei-
ben. ünd wer «idchte dann wider unS sein? —

Jn tiefster Ehrfurcht rc.

Unterstützl ist der Antrag von: G. v. Vincke (Hagen).
Grabow. v.'Kleinsorgen. Dr. Kosch. Graf
Bethusy-Huc. Karl Prinz zu Hohenlohe. v.
Denzin. Holzapfel. Waldeck. Dr. Lüning.
A n d r 6.

erheben sich nicht.

Refercnt Abg. Virchow erhält daS Wort. Ueber die
Frage, ob eine Adresie zu erlassen sei, ist kein Zweisel

DeittschlandS durch dw Reichsverfassung Worte^leihen

Abg. Dr. Jacoby (vom Platz): M. H. Jch bedaure
cs, dem zuletzt ausgespiochcnen^ Wunfchc des Her^n

Recht dazu, noch cinei^ tristigen Grund (lebhafter
Widerspruch)— kein Recht, denn der Krieg ist ohne,
ja gegen üen Willen deS Lolkes unternommen (Wider-

Gutei sondern dem unumschränkten Herrscherthum, der
Machtvollkommenheit deS obersten Kriegsberrn. (Große
Unruhe und Murren rechtS.) Seit 25 Jahren kämpfe
er fär VolkSrechte^ und er köune auch jetzt uur denselben

noch dem deittschen Volke zum Nutzen ^reiche. (Auf-
reguug rechts.) Erst die Geschichte, m H., wird ent-
scheiden, ob der Tag von Biarritz ehrenvoller war,
als der Tag von Olmütz. Der AuSschluß Oester-
reichs auS Deutschland und die Einigung von ^/z der übrigen

Völker durch Gewalt znr Einheit gelangt sein, das
deutsche Volk hat seit 1000 Jahren solchen Versuchen
Widersraiid geleistel. ^Einheil ^ohne Freiheit ^ist^ eine

Standpunkt enksprechen, nicht aber dem deutschen. Dauert
das jetzige Regiment in Preußen fort. so wird sich die
Einigung Deutschlands zur früheren Zersplitterung ver-
halten wie der Tod zur Krankheit. — Jn Bezug anf
die Jndemnital meint der Redner, die VolkSvertretung

gebcn, aber nicht für ein jahrelang aufrecht erhaltenes
Syftem, besonders, wenn die Träger dieses Svstems
forldauernd im Rath der Kronc fitzen. — Das Nationa-

Die GeneraldiScussion wird darauf geschlosien. Als
Antragsteüer erhält zuerst daS Wort der Abg. Reichen-
sp erger. Derselbe rcchtfertigt die Fassung, welche er

jetzk dafür sorgeu, daß das iiationale Banner nicht wie-

sei. (LebhafteS Bravo).

^Die Geneial^ und Spezial-T>iSkussi^ ^ber^bs^atz^l

und einige Katboliken. ^ ^ ^

Abg. v. Lubienski erhält has Wort zur Rechtferti-
gung des polnischen Amendeimnts. ^Der Redner wünscht,

reicht werdcn. Es werden dazn durch das Loos bestinimt:
v. Roebel. Jüngken. Lucas, Dr. Löwe-Calbe. Dr.John
tLabiau), Korn, v. Blumenthal, Coupienue, Duncker,
Graf v. Kleist, Paur, Lent, Meyer (Lübbecke), Chomse,
Dr. Webcr, Frhr. v. Richthofen-Jauer, v. Hippel, Dr.
Becker, Krebs, Reinhardt, Krieger (Berlin), v. Wan-
genheim. v. Enkevort, Pieschel, Runge. Richter, Dra-
bich^ v. Bismarck-Briest, v. Fock und Binder.

Schluß 12^/4 Uhr. Nächste Sitzung: Sonnabend
10 Uhr. Tagesordnung: Bankvorlage.

Berlin, 24. Aug., Nachm. Der AuSschuß
des Abgeordnetenhauses sür das ReichSwahl-
gesetz nahm den Paragraphen 5 mit dem Amen-
dement des Abg. Twesten, Redefreiheit betref-
fend, sechs fast unverändert und sieben unver-
ändert an. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt:
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