Heidelberger Zeitung — 1866 (Juli bis Dezember)

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Mlage.M Heldetberger Zettmg.

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Sonntag, den 1« Deeember

18««

Main-Neckar-Bahn.

Kreisverkündigungsblatt für den Kreis Heidelberg,

Zuglkich Ämsttlatt für deii Ämts- und Ämtsgerichtsbyirk Heidelberg nad Miesloch und deu Ämtsgerichtsbezirk Ueckargemünd.

Eroßh. Bezirksamr Heidelberg.

Die KriegSkoftenauSgleichung betr.

Nr. 27233. Durch Gesetz vom 30. v^..W^—

Regbl. Nr. 68, Seite 447 ff. - sollen die tn Folge
des Etnmarsches Königlich Preußischer und der
mit thnen verbündeten Truppen sür einzelne Lan-
desthetle des Großherzogthums erwachsenen Kriegs-
lasten nach den Bestimmungen dieses Gesctzes aus-
geglichen und auf sämmtliche Steuerpflichtige ver-
theilt werden.

Alle Diejentgen, welche hiernach Entfchädigung
für Kriegslasten anzusprechen und solche in Folge
des schriftlichen Erlaffes des Großherzoglichen Mi-
msteriums deS Innern vom 25. Auguft 1866, Nr.

10881 noch nicht geltend gemacht haben, werden
nunmehr aufgefordert, ihre Forderungen unter
Anschluß der Belege bet dem Gemeinderath der-
jenigen Gemeinde, tn welcher diese Lasten getragen
wurden, längstens

bis 22. Dezember l. I.

anzumelden.

Die Bürgermeister find angewiesen, diese Auf-
forderung sofort auch in ihren Gemeinden noch be-
sonders bekannt zu machen.

Die Gemeinderäthe der Gemeinden, in welchen
Krtegslasten der oben genannten Art getragen
wurden, haben die Anmeldungen nach erfolgter
Prüfung und Beifügung der erforderlichen Beur-
rundungen und ebenso der Ansprüche ber Gemeinde
selbst, welche in Folge obtgen Erlasses noch nicht
angemeldet wurden, nach dem der Vollzugsverord-
nung zum Gesetze beiliegenden Formular zusam-
menzustellen und diese Zusammenstellungen nebst
Beilagen längstens

bis 6. Januar k. I.

dem Bezirksamte zu übergeben.

Ueber etwa rückständtge Forderungen an Bun-
deStruppen find besondere Darstellungen mit

Li>ferung von Schwellen

Wir bedürfen bis Ende April kommenden AahreS:

400 Stück Stoßschwrllen von Eichenholz,

600 „ „ „ Kiefernholz (pmu8 s-'Ivestris)

1000 „ Mittelschwellen von Eichenholz,

11000 „ „ „ Ktefernholz,

2000 Meter Langschwellen von Eichenholz und

500 „ „ „ Kiefernholz, .

Dte beiden letzteren Sorten in einer Länge bis zu 5 Meter oder 20 Fuß hesfisch und 25 Meter oder
10 Zoll Breite und fordern hterdurch zur Einreichung von schriftltchen Angeboten, die fich auch auf
einen Theil dieses Bedarfs beziehen können, auf. Angebote für etnen späteren AblieferungStermin, alS
den obigen, können nicht berückfichtigt werden, dagegen wird für einen Theil ein früherer Trrmtn vor-
gezogen. Die Angebote haben dcßhalb neben dem Quantum, dem Ablieferungsort und dem PrerS pro
Stück Schwelle auch die Lieferfrist zu enthalten.

Die allgemeinen Bedingungen für dte Ltefrrung der Schwellen und die Maße derselben können bet
unseren Bahnverwaltungen zu Heidelberg, Darmstadt und Frankfurt eingesehen werden.

Die Eröffnung der Angebote, welche mtt der Aufschrift „Sckwellenlieferung betr." franco
anher einzusenden sind, wird Freitag, den 4. Ianuar 1867, Vormittags 10 Uhr, dahier stattfinden und
können später einlaufende ketne Berücksichtigung finden.

Darmstadt, den 4. December 1866.

Dtrection -er Matn-Reckar-Bahn. _

genauer Bezeichnung der Truppen zu fertigen.
Heidelberg, den 7. Dezember 18^"

Stösser.


Großh. Amtsgericht Heidelberg.

Bekanntmachung.

Nr. 2962S. In Sachen der Wittwe des Pfar-
rers Ludwig Förster, Iulte, geb. Freudenberger
hier, Klägerin, gegen Frau Wittwe Bronn aus
Rußland, Beklagte, VertragSerfüllung betreffend,
wurde durch Urtheil vom 17. v. M., Nr. 25865,
zu Recht erkannt:

Die Beklagte hat in einer anzuberaumenden
Tagfahrt folgenden Etd za leisten:

„Es ist nicht wahr, daß ich der Klägerin dte
in der Klage beschriebene Wohnung abge-
miethet habe."

Schwört die Beklagte diesen Eid, so wird dte
Klägerin unter Verfällung in die Kosten mit
der erhobenen Klage abgewiesen; verweigert
fie den Etd, so wtrd fie für schuldtg erklart,
den Miethvertrag vom 24. August d. I. an
auf die Dauer von 6 Monaten um den mo-
natltchen Miethzins von 32 fl. zu halten.

V. R. W.

DteseS Urtheil wird der Beklagten, deren Auf-
enthaltSort unbekannt ist, in Gemäßhett des § 243
d. P.-O. auf diesem Wege an Etnhändtgungsstatt
eröffnet.

So geschehen Hetdelberg, den 28. Nov. 1866.

Kah.

(2) Gisenhut, Act.

Großh. Amtsgericht Heidelberg.

Bekanutmachung.

Nr. 29402. Jn der Gantsache gegen Kaufmann
Wtlhelm Nikolaus Döll hter haben wir auf An-
trag der Ehefrau, Maria geb. Maier, dte Vermö-
gensabsonderung ausgesprochen.

' DieS wtrd zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

tz/? geschehen Hetdelberg, den 30. Nov. 1866.

Kah._(2)

sWieslo^

Bekanntmachimg.

Am Mittwoch, de» 19. Dezember,
AachmittigS 2 Uhr,

fiad-t dahier im. Lakal drr erwettirtm Volksschul,
Irrie Lihrerronferrnz stir den Beztrk WteSloch ftatt,
und werden fämmtltche Lonfercnzmttglteder ersncht,
dabei zu erscheinen.

Die Lehrer benachbarter Bezirke, sowie sonstige
Schulfrcunde, werden hiermit freundlichst einge-

Wiesloch, den 10. Dezember 1866.

Wachswaaren

in aroßer Auswahl bei

Cul ML

Ph. Zimmermann.

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! Rechts: LeinwanS, Gebild, Aussteuer.

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ches nach amtlicher Prüfnng unladelhast befunden «urde, und von welchem Herr Joscph
Hippler sür H-idelberg dic einzige Niedcrlage hat, erlaube ich mir hiemit in
empsehlendc Erinnerung zu brmgen.

Die gehaltvolle Aechtheil dieseS Wassers beurkundet sich durch seine gute Wirkung bei ge-
schwächten Augen, sdwie durch seinen gngenehmen seinen Parsüm zur Toilette und zur Reini-
gung der Lnst im Zimmer, weun ma» einige Tropsen auf de» heißen Osen schüttet. Zch erlaffc
die ganze Flaschc a 24 kr., die halbe Flasche a 12 kr.

Jvh. Chr Fochtenbcrger,

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(4) K. HurlebarrS, Chirurg dahier.
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