Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 36.1925

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INNEN-DEKORATION

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professor heinrich straumer-berlin sessel und tischchen im sitzungs-saal

R A U M - E I N - ---»Gerüst« aufzubauen

RICHTUNG

sei. Die »Fülle« der Er-
scheinung kann erst mit

Die Möblierung "' dem zweiten Teil der

eines Raumes ist MMS39fi£flF2 UM Arbeit, der räumlichen

von drei Gesichtspunk- IH Durchbildung durch

ten aus vorzunehmen. die weiteren Mittel der

Einmal von dem rein IU Gestaltung kommen,

funktionellen aus, in- I die allein von der künst-

dem man untersucht, krischen Befähigung

welche Arbeit und Ver- abhängen. Wollte man

richtungen man in ihm EU 115 911 allein dem Zweck-Dik-

vornimmt, und indem tat folgen, so würde

manfürdiesediebesten man erleben, daß der

mechanischen Einrich- Raum nüchtern und

tungen schafft . . Zum leer wirkt. . Eine rein

zweiten von dem räum- (IIB SÜII^S 511 künstlerische Intuition
lieh-plastischen Ge- HIB wird daher weitere ent-
sichtspunkt aus, bei sprechende Gestaltun-
dem Fragen der Mas- gen im Raum vorneh-
sen-Verteilung, des \ « men, und fast immer
Aufbaues, der Licht- wird sicn a"f diesem
und Farben-Wirkung IIS Sil ~"~™ umgekehrten Wege
herrschen, während der ^SsV 1 -m aucn diese Gestal-
dritte Gesichtspunkt Hl tung der angemessene
die Belebung des Rau- »Zweck« finden.. Sind
mes betrifft, die von diese Fundament al-
der Persönlichkeit aus- Forderungen erfüllt, so
geht . . Der erste Teil ftS kommt die weitere Be-
der Arbeit ist ein rein mmm iebUDg durch das Klein-
verstandesgemäß zu jjH gerät und die unzäh-
leistender. Es wäre ligenkleinenDingehin-
aber ein Trugschluß, Hj zu, die den Raum hei-

damit mehr als ein prof. Heinrich straumer. tdre im sitzungs-saal. »dresdner bank« schultze-Naumburg.

1925. IV. 2.
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