Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 36.1925

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INNEN-DEKORATION

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erstaunlich, wenn in den Hotelhallen Amerikas die auf- schlägt, um dem zuvorzukommen, als Neuestes das »Hai-
reizendsten synkopierten Rhythmen der Jazz-Band ver- Kai« vor. »So heißt das kleinste, dreizeilige japanische
gebens locken,— und Männlein und Weiblein in den Klub- Gedicht. Man macht Hai-Kai in Gesellschaft wie ein
sesseln vertieft sich in horizontale und vertikale Medi- Pfänderspiel: Ein Bildchen im kleinsten Raum mit einem
tationen versenken? So »beruhigend« wirkt das K.W.R.! pointierten Akzent in der dritten oder auch schon zweiten

★ Zeile«, also z. B.: »Sag nicht neinl Nicht nein! / Ich

»Schrecklich ist der Gedanke, daß die nachfolgende weiß ja, was Du willst. / Warum denn lügen?« Oder:

»Seuche« noch stupider sein könnte als die eben über- »War' nur der Tag um eine Stunde länger 1 / In dieser

standene«,— meint Dr. Franz Blei im »Roland« und fünfundzwanzigsten / Vollendete ich alles«. hugo lang.

f. a. breuhaus, h rosskotten. sofawand im musikzimmer und ruhesofa im herrenzimmer
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