Heidelberger Zeitung — 1865 (Januar bis Juni)

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Obrigkeitliche Bekanntmachungen und Privat-Anzeigen.

Grvßh. Amtsgericht Hcidelberg.

S4S2. Aufforderung.

Der conscriptionSpflichlige Fricdrich Wilhelnr Reiher
^ eid e^der g ^^ 'lubekannt^^

Zugleich bitten wir nm Fahndung.

Signalement.

Ailer 22 Jahre, Größe 5- 6" 2". Statur schlank,
Gesichtöform lang, Gesichtsfarbe blaß, Haare blond,
Stirne hoch, Augenbraunen braun, Augen aran, Müud
mittel, ?flase mittel, Kinn rund, Zähne gut.

Heidelberg, den 18. März 1865.

H. Süpfle.

Großh. Amtsgericht Heidelberg.

Nr. 6453. Bäcker AndreaL Kaibel von Schil-
lingsstadt steht dahier wegen Betrugs in Untersuchung;
derselbe zieht im Lande umher und prellt die Wirthe
um die Zeche. Wir bitten um Fahndung auf drnselben
und um Vorsührung im Falle der Betretung. Andreas
Kaibel ist 27 Jahre alt, von nntersetzter Statur und
gibt beim Gehen mit dem einen Fnße etwas nach.

Heidelberg, den 18. Marz 1865.

Großh. Amtsgericht.

H. Süpfle.

Hausversteigcrung.

Auf Nntrag der Erben des verstorbe-
> nen Hrn. Banquiers AdolfZ immern
in Heidelberg, wird das unten beschrie-
^bene Haus durch den Unterzeickneten am

Freitag dc« 7. April b I.,

Nachmittags 3 Uhr,

in dcm Geschäftszimmer des NotarS, östliche Haupt-
straße Nr. 37 dahier, der Theilung wegen öffent-
lich versteigert, als:

Das in der Haspelgasse Nr. 3 dahter gelegene
dreistöckige Wohnhaus mit gewölbtem Keller
von Stein, Gallerie 3 Stock hoch von Holz
und 3 Stock hohes Hintergebäude, 4 Ruthen
ein Zoll nürnbergcr Maß, das ist 8 Ruthen
81 Fuß 15 Zoll nen badischeS Maß Flächen-

richter Lenner Wittwe und Fräulein Reichard,
anderseits ein Winkel und C. Wcißgerber,
hinten Ph. Jakob Wagner Wtb. und Kleider-
macher I. I. Weber Ehefrau, eingetrageu im
Grundbuche dahier Band 25, Seite 61 und
Lagrrbuch Band 1, Sette 435.

Der Tborwcg und dic auf desscn hinteren
Theile befindlichkn 2 Stockwerkc gehören zum
^Hauft Haspelgaffe Nr. 5, I0,70l^fl.

Heidelberg, dcn 18. März 1865.^

Großb. Notar:

(1) Dillinger.

Vergebung von Bauarbeitcn

Arbetten bei Erbauung etner^neuen Locomotiv-
Remift und einer Wagenrcparatur-Werkstätte im
hiefigen Bahnhofe, als:

fl. kr.

Erdarbeit im Anschlag zu . . . 343 21

Maurerarbeit.11,218 22

Steinhauerarbeit. 3841 48

Zimmerarbeit. 3730 14

Schretnerarbeit. 285 17

Glaserarbeit. 1193 20

Blechnrrarbeit. 164 44

Schiefcrdeckerarbeit . 1558 58

Tüncherarbcit. 1429 54

Pfiasterarbeit . 806 l»9

Rauchkaminarbeit . 688 28

in Summa zu:- 25,260 35

tm Eoumissionswege vergeben werden und zwar
sämmtlicke Arbeiten an emen Uebernehmer.

Lusttragende wollen ihr Angebot nach Procenten
deS VoranschlageS gestellt und mit der Aufschrift
„Angebote für Herstellung einer Locomotiv-Remise
und Wagenreparatur - Wcrkstatte" längstenS btS
Do«uerstag.den 23. d. M., VormittagS 10 Uhr,
auf dem dicsseitigen technischen Bureau verfiegelt
und portofret einzureichen, woftlbst auch Plane,
Voranschläge und Bedingungen inzwischen etnge-
fthen werden können.

Heidelbera, den 13. Märr 1865.

^ Großherzogl. Eisenbahnamt.

Der Vorstand: Der Bez. Jngenieur:

Sachs. Zost. s2)

Einladung zu Wahlen in den kleinen Ansschuß.

Durch daS Ableben des Herrn Joseph Krausmann und durch freiwilliaen Austritt deS Herrn
Philipp Zimmermann sind zwei Stellen im kletnen Ausschuß erleoigt, welche alsbald durch Wahl
nru zu besetzen find, und zwar find für beide

? aus der Klasse der Höchstbesteuerten

Ersatzmänner zu wählen. Die Dicnstzeit derftlben erstreckt fich für den Ersatzmann des Ersteren bis
October 1870, für jenen des Letzteren bis October 1867. Die Wahl findet tn dem hiesigen Gemeinde-
hause statt.

Als Wahltag wird bestimmt

Mittwoch, den 28. März 186S,

von 9 Uhr bis 11 Uhr Vormittaas.

Jeder Wahlberechtigte hat fleine Abstimmung in der bestimmten Zeit persönlich vor der versam-
melten Wahlcommisfion zu vollziehen.

Nach Ablauf der dafür besttmmten Zeit werden keine Abstimmungen mehr angenommen.
Wablberechtigt find sämmtliche Mitglicder des großen Ausschuffes, des Gemeinderathes und des
kleinen Ausschusses.

^ ^ sWählbar find bei^der vorhabendcn Wahl nur Gemeindebürger der höchstbesteuerten
und solche,

d) die das 25. Lebensjahr nicht zurückgelegt haben;

e) dic als Soldaten im wirklicken Dienste steyen;

ck) über deren Vermögen die Gant gerichtlich eröffnet ist, und zwar während der Dauer des
Gantverfahrens unc> fünf Jahre nach dem Schluffe deffelben, insofern sie ntcht früher dte
Befriedigung ihrer Gläubiger nachweiftn;

sechs Monatnr, oder durch richterliches Erkcnntniß zur Dienstentlaffung, oder wegen
Diebstahls, Unterschlagung, Fälschung oder Betrugs zu irgend einer anderen Strafe
verurtheilt worden find;

eo) diejenigen, dcnen die Wahlberechtigung durch ein anderes Gesetz ganz oder theilweise
entzogen ist, z. B. Ortsabwesende, Entmündigte und Mundtobte, sowie solche, die
wegen Wahlbestechung oder Fälschung bei Wahlen verurtheilt worden rc.

Die Liste der Höchstbesteuerten liegt aut dem Gemeindehause jetzt und während der ganzen Daucr
der Wahlhandlung zur Einsicht der Wahlberechtigten auf.

Die Wahlberechtigten werden zu zahlreicher Betheiligung bei der Wahl eingeladen, damit ntcht

H^idelberg, den 16. März 1865.

Der Gemeinderath:

Krausmann.

SachS.

Verfieiqerung von forlenen Stangen
im Forstbezirke Schwetzingen.

abtheilung Kohlbuckel in diess. Domänenwaldun-
gen werden mit ZahlnngSfrist bis Martini l. I.
looSweise versteigert:

Freitag, den 24. März,

250 Stück Hopfenstangen III. Klaffe,
^19^0hStück Bohncnstangen^ I. u. N.^Klasse.

Schwetztngen, den 18. März 1865^ ^

Großh. bad. Bezirksforstei:

A. Cron.

Holzversteigerung.

Mönchzell. Donner-
stag den 23. März d. I.,
Morgeus 9 Uhr, wcrden
in hiesigem Gemcindewald,
Distrikt „Sauloch", nach-
slehendes Holz öffentlich

71 Klafter buchenes Scheitholz,

22 „ „ Prügelholz,

28 „ gemiscktes Prügelholz,

H 2 „ richen Daubholz,

8000 Stück gemischte Wellen, und
Freitag den 24. März d. Z.,

Morgens 9 Uhr,

werden daftlbst

14 Stück eichene HoUänderstämme,

60 „ „ Bau- und Nutzholzstämme

187 „ „ Wagnerstangen,

67 „ buchene „

3 Forlcnstämme und

4 Kirsckbaumstämme.

Die Zusammenkunft ist auf der Hiebstelle.

Für das Klaftrrholz und Wellen wird eine Zah-
lungSfrist bis drn 1. August d. I. bewtlligt.
Mönchzell, den 18. März 1865.

Bürgermeisteramt:

M ü n ck.

vckr. Silberzahn, Rathschr.

Holzversteigerung.

Aus hiesigem Stadtwald versteigern wir Mitt-
woch den 22. d. M. im obern Stadtwald:

1 Klafter eichen Nutzholz. circa 32 Klafter bu-
chen Scheitholz, circa 1000 Stück buchene Wellen
und 20 Haufen birkenes Reisholz und
Donnerstag den 23. d. M.
im untern Stadtwald:

14 Klafter eickenes Nutzholz, circa 10 Klafter
buchcnes Sckeitholz und ctrca 600 Stück Wellen.
Die Zusammenkunft ist jrdesmal MorgenS 8Uhr
auf dem hiesigen Rathbaus.

Nrckargemünd, den 17. März 1865.

Menzer.

Arbeiter-Bildungs-Verein. ^

Der Vorstand.

sl) Scklierbach.

Hausversteigerung.

Am 27. d. M., Nachmittags um4 Uhr, läßt
Schmicdemeist^ M ichael Maß^hold e^in Hei-

zweistöckiges Wobnhaus i'n Schlierbach, an der
Straße neben Ueberle's Wittwe und der Kleinkin-
derschule, unter fthr günstigen Bedingungen frei-

Das Haus, in welchem eine Schmiederei und
Wagnerei betrieben wird, ist seiner günstigen Lage
wegen auch für jedes andere Geschäft geeignet.

Bei annchmbarem Gebot wird der Zuschlag so-
gleich ertheilt werden.

Näherc Auskunft ertheilt der Commissionär
Abarbanell in Heidelberg, östliche Hauptstr. Nr. 27.

Zu vermiethen L

Bergheimerstraße Nr. 53. slj

Ein Schlofferlehrling kann sogleich

oder bis Ostern kintreten. Auskunst ertheilt
die Erpcdition.

Weiusteiu ^ kaus-n h»h-">

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I. Bloch, Haspelgasse,

a>i«I> R«««0 die gut feansösisch sprtck»,
lDlllk ^llllllr, nähen unv etwas bugeln
kann, wird ru cinem Ktndc gksucht.' Naheres An-
kaac Rr. zg varterre. s21


Zeitungspapier


wtrd zu kaufen gesucht und gut bezablt

Krahnengasse Nr. 6,
bei Schlosscr Müller im 3. Stock.

ein Mädchen auf Ostern in etne
klcine Haushaltung; sie muß mit

französisch sprechen. NähereS Anlage Nr. 54. (2)

Schloffergesellen,

(2)

H-

sckäftigung bei
Brcnner, Hauptstraße.
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