Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 7.1932

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Neuzeitliche Siedlung in der Neumark

W. T. LORCH

In Altklücken im Kreise Arnswalde (Neum.) ist durch
Aufteilung des in Konkurs gegangenen Rittergutes in
diesem Sommer eine Siedlung entstanden, die weitere
Beachtung verdient, da man hier versucht hat, bei gleich-
zeitiger Berücksichtigung von Zweckmäßigkeit und Billig-
keit rentable Siedlungen zu schaffen.

Es sind insgesamt 38 Siedlerstellen entstanden: 22 Voll-
bauern, 11 Einspänner und 5 Handwerkerstelien. Im
Normaltyp findet man hier Stall und Wohnhaus unter
einem schmalen Pappdach, eine große Bretterscheune
schließt sich an. Die Stallungen haben weitgestreckte
Fenster aus unzerbrechlichem Glas. Im Hausteil ist

weitgehendste Raumausnutzung angestrebt worden. Die
verhältnismäßig kleinen Häuser weisen hohe, geräumige
Zimmer auf. Breite, große Fenster entsprechen der
Grundforderung der Hygiene nach Licht und Luft. Im
Bilde der neuen Siedlung fällt besonders die erste Stelle,
der sogenannte Hilprantshof, auf. Hier sind Haus, Stall
und Scheune unter einem Dach, der Stall für Hühner und
Schweine schließt sich mit zum Teil ganzer Glasfront an.
Das Gebäude ist nicht mit Dachpappe, sondern einer be-
sonderen Art Asbestplatten gedeckt.

Es handelt sich bei diesen neuartigen Landwirtshöfen
noch um einen Versuch. Er hat hier aber mindestens den

Der Hilprantshof

Kleinbauernhöfe in der Neumark, durch Auf-
teilung eines Rittergutes entstanden

Petites fermes dans la Neumark (Brandenbourg),
creees par partage d'un domaine rural
Small farm houses, former parts of a large
manorial estate in the Neumark

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