Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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>3. Zahrgang.

N> 7.

Loiträge

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Iusrrcite

rl 25 j?f. für die drei

1877.

Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst.

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^nhrgnim 9 !1unk jolvobl iin ^uüfiicindel uls nllü) bei den deutschen und österreichischen j?ostunstnltcn.


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. 'llunstgewerbeschule iri lNünchen. — Busch,
'; die griechischen Tbonfiguren nus Canngrch
ge der inonumentalen 'Runst ari den öffent-
.. ^ . ^ie k. Staatsgalerie in Stuttgart: Münz-

Auktions-Hlataloge. — Inserate.

Die Dresdener Uunstausstellung-

3n letztm Mvnaten fand InDrcsden die alljäh
a E- Akademic dcr Künste veranstaltete Kuih

^HIllllung statt. Dieselbe enthiclt gcgen 530 Wcrke. M
"I allen Ausstellungen der Gegcnwart, bildeten Gcnr
di"a>'' insbesondere Landschaftcn nnd Vcrwandte
b tehrzahl der Darstellungen. Schr schwach war d
.^'^""nlerei vertreten. Bon Bildern zunächst, wclc!
^ 'lche Gegenstände behandeltcu, wärcn nur zwei e'
iii Ostermorgcu von Prof. Thierst

^ "nchen und cine Grablegung von A. Diethe i
füe^-r-"' letzterc Bild ist auf Rcchnung des Fond
Kirll Kunstzweckc gcnialt und für cine sächsisck

^stinnnt. F. Blanchon in Paris sodann führi
Neb^"' ^'°Ken Gemälde den Tod Mohammeb's, de
de^'°"^i>>fters, vor, aber in ciner abschreckend wüste
tvLr»^'""' Eehandlungsweise. Zahmcr zwar, doch ohu
See,'^ ^"'^indung und tiefere Charakteristik, war ein
^üit u Leben Cromwell's von Ch. Soubre i

schicl/tAm besten war das sittenbildlichc Gc
zü>ei^Lt '?' """ geschichtlichc Sitteubitd, durc

Ueteii ^ Hofraths Pauwcls in Drcsden ver

Abt,Z dencn die eine größere Arbeit, welche für di
»aleri' ^"ke neuerer Künstler in der k. Gemälde

'vie ^.°^ben wurde, den Philipp von Elsaß darstellt
besuch"" ^ahre 1187 das Hospital Ste.Marie zu Yperi
,.Per„'?°°b'^b die andere Arbeit, unter dcm Tite
teres "" allgemeineres nnd zugleich interessan

burcho s-°^° behandclt. Beidcn Gcmälden war eiw
reich ^ idäftige und schöne Farbe eigen. Zahl

a>cn die Arbeiten, wclchc Gcstalten dcr griechischei

Mhthe, der nordischen Hcldensagc oder des dcutschen
Märchens vorführtcn; boch erweisen sich auch diesc Stoffe
der Gestaltungskraft der Künstler zicmlich sprödc. Wcder
für die Hebe von I. Stallaert in Brüssel, noch für
die Eurydike vou E. Neide in Königsberg oder die
Nibelungen von F. A. Fraustadt in Antwcrpen konntc
man sich crwäruien, und auch die verschiedeuen Märchen-
gestalten, wie Schncewittchcn, Rumpelstielzchcn, Dorn-
röschen n. s. w. von O- Försterling in Kleinschachwitz,
C- Frcieslcben nnd C. GchrtS in Weimar u. A.
ließen zu schr jene beseeltc Formenschönhcit nnd traum-
duftigc Behandlungsweisc vcrmissen, durch welchc Bk. v.
Schwind und Zkichter uns derartigc Gestalten so traulich
nahc zu rücken wissen.

Was die Pvrtraitö der Unsstelluiig anlangt, so ist
ein lcbens- und charaktervolles Biloniß des Königs
Albert von Paul Kicßling iu DreSden l' l'vorzu-
heben; cbenso bot L. Pohle zwci vorzüglichc Arbeitcn.
Der trcffliche Kttiistlcr, bishcr m Wcimar scßhafl, ist
neucrdings an dic hiesige Akädcmie berufen worden, dercn
Malsaal schon seit langer Zeit höchst hilföbednrfiig ciner
derartigcn Lehrkraft entgegensah. Noch mögen zwei in
Wachsfarben gemaltc weibliche Bildnissc von Prof.
Gonne in Dresden genannt sein. Obgleich die Eigen-
schaftcn ber Wachsfarbc, namcntlich den Zielcn der Por-
trailmalcrci gegenüber, kcincswegs mit denen dcr Oelfarbe
konkurriren können, sv war dem sprödcn Material doch
Anerkennenswerthes abgcrungen.

Von Genremalcru waren cs besondersF. Dcfregger
und E. Kurzbauer, welche das Jnteresse zu fesscln ver-
stanben, Ersterer durch seine bekänntcn „Maler auf der
Sludienreise", Letzlercr durch das Bild ciner Throlerin,
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