Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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^O. Iaiiuar

Nr. sZ.
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u 25 j?f. für die dref
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zeile werdcn non feder

s878.

BeiblaLt zur Zeitschrift für bildeilde Kunst.

^rscheint jrdr wochc D°„„erst„„, für dir Al>o„„r„tc„ drr „Zritschrift fiir I'iidriidc Ikmist" grotis, fiir siä' „lirii, brzogri, kosirt drr

anbrgong 9 Mnrk föivol'I i„i L,lchli„„drl „Is „>,ch bri dc„ driufibri, „Iid östrrrrilk'ifchcii post„„st„I,r„.

-'lnho,,.

östcrreiclüschen j?ostcinstalken.

^choUUrriir. - A. x„r„c f < pb. vrit ch yrbrrlc's klllturgrfchichtiichrr Antcilog. — Li„ zwritrs Pompcji ''

uicher ^achlaj;. — winäclmannsfeier zu Frankfnrt a. Ll'l. ; Oerein für deutsches Runftgewerl'e; Dekoratwe rNaleceien m> -^ukc

-anoelsniinisteriums in 25erlin; 2lus Aöln; Dresdener Musecn. — Zl'itschriften. — "nu'erate.

Auktioiispreis,?.

^ krr. Die Preisuerzcichnisse der durch dcn Kunsthäudler
ku A. <§. Frankfnrt a./M. vor einigen

^ochcn dasclbst abgchaltcnen Auktioncn von vier bcdeutcn-
Kupferstichsnmmlungen sind soebcn vcrscndct wordcn.
cntnehnien diesen Verzeichnissen, daß die Steigcrung
Preise von alten Blättern crstcn Ranges auch in
^O'er Saison stetig und in ziemlich starkem Tcmpo fort-
Ichrcitct, ^,„ch^ ^^ß gnte altc Blättcr, wclchc

^iüglich des Meisters, der Erhaltung odcr des Werthes
Darstellung zunächst odcr noch niedriger rangiren,
^nfalls schon so erhöhte Anbote finden, daß bei glcichem
^«schritte die Zcit abzusehen ist, wo nur noch öffent-
'che Änstitnte oder LesondcrS geldkräftige Liebhaber als
'^ufcr gewählterer Stücke werdcn konknrriren könncn.

crfteulich diese erhöhte Wcrthschätznng nach inanchcr
"chtung hin genannt werden kann, so niöge doch dem
^chnierzensschrei dcr „kleinen Sammler" hicr cin Ohr
Scgönnt stin, wclckc, mehr mit Bcgeisterung fnr ihre
^blinge als mit sinanzicllcn Mittcln ausgcrnstct, sich
die neuerdings so überwältigend anftrctcndcn Kon-
"^nzen anf dcn Aussterbe-Etat gesctzt sehen. Ein
.^'ches vollzog sich ja schon allgcmach mit den glück-
'ch°n Zufällen und Fundcn, welche cinst als cinc Haupt-
für die Bcrcichcrnng von klcincn Privatsaminlnngcn
koiinten und zugleich eincn dcr Reize des Sam-
"""s abgaben. Die Schatzgräberei trägt nicht mehr
Kosten, — pas emsige Spürcn, Vigiliren und cnd-
nZ'' ^Zattern hört hcute von sclbst ans, wo fast Aües
nlerial schon anfgcstöbert zn sein schcint nnd cs kcine

crgicbigen Trövlcrlädcn, kcine altcrsstanbigcn Winkel mit
längst vcrgesscncn, aber inhaltsreichen Mappen, Klcbe-
bänLen oder andcrem vcrschvllencn „Kram" mehr gibt,
wclche nicht schon längst nnd wicdcrholt durch antiqna-
rische Spürnasen anSgcknndschaftct und gründlich gcleert
wordcn wären. So sehcn wir denn anch auf dicscm
Terrain den „kleinen Mann" durch die Macht des Ka-
pitals zurückgcdrängt und gezwungcn, seinen Trost (wemi
er nicht Zcit hat, nnserc dcs Sonntags so sorgfällig
gcschlossenen Kabincte zu besnchcn) schließlich in der —
Heliogravurc zu snchen.

Wir lassen hicr als Belcgc fllr das Gcsaglc einige
dcr in Frankfnrt erzieltcn Preise solgcn:

Rembrandt, Hundcrtguldenblatt .... 7720 Mt.

„ Landschaft mit den drei Vämnen l 900 „
Dürer, Portrait dcs Erasiims oon Notterdam 9 l 0 „

„ Madonna mit dem Affen . . . 1410 „

Hollar, groste Ansicht von Köln .... 1300 „

Schongauer, Geburt Christi.3810 „

Köluer Meister, Pass. II, Nr. 106 . . . 1410 „

Verhällnißmäßig am meisten srappircndc Summcn
wurden aber bei dcr crsten der gcnaiintcn Auktione» cr-
zielt, dercn Gegenstand dic berühmte Sammlnng der
Zkonvgraphic van Dyck's war, die Lr. Wolff in Boiin
angelcgt hatte. Das Maß jener Prcise, wclche Fr.
Wibiral in sciner jüngst erschienencn Arbeit: „D'Ieono-
8'rnpliio ck'^ntoino vnn v)-olr" nach der im Wintcr
1876 zn Brüsscl abgehaltenen, damals cpochemachendcn
Anktivn dn Bus als bishcr höchstc citirt, wurdc bci
wcitcm übcrschritten. Es wurden namentlich für dic
Proben der crsten Plattcnzuständc folgendc bisher nner-
hörte Prcise bezahlt:
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