Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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Iahrgang.

Nr. 38.

Beiträge

lind an prof. Dr.L. von
kü>,°,v (wien, Thrrr.
s'nnunigossr 25) odcr a„
d" vrriagsssandlnng in
zu richien.

Huli

Iilseratc

ü 25 j?f. für die drei

zeile lvrrden von jeder
Bucij- n. Annschnndlnng
ailgenüminell.

H878.

Veiblatt -zur Zeitschrift für bildende Kunft.

Erscheint jede woche clM Donnerstag, für die Abonnenten der „Aeitschrift für bildende Runst" gratis: für sich allein bezogen kostet der
Icchrgang 9 !Nark sowohl im Bucichandel als auch bei den deutschen und österreichischen j?ostanstalten.

v-Vd-r Panser m.«

Ausstelluna in weimar. (^chiutz ) — a

l)andels. — Zeitschriften. — >serate.

Non der s)ariser Weltausstellung.

III.

Dic Kimst Vestcrrcich-Uilgciriis.

Ä>ährcud dic dcutschc Ailsstellung die Ss'urcu der
uüt wclchcr sic zusauiiuciigebracht iverdc» mußte,
schärscr blickeudeii Auge uicht vcrbcrgcu tauu, habcn
"s Äviuiuissiviicu der übrigcu Bvltcr sich iu dcr Lagc
stuudcu, eiue svrgsältige lliuschau uud Auölese zu halteu,
"u> ciue Quiutesscuz des Bestcu zu gebeu, ivaS iuuer-
iE' der lctztcu zchu Jahre vvu ihrer Kuust gcschaffcu
^uidc». Leider habeu uur Euglaud, Oestcrreich uud
ulicn vvn dieser bcvvrzugteu Lage eiucu ausgiebigeu
'brauch geuiacht. — Euglaud frcilich, vhue die Greuzcu
inuezuhalteu, ivelche das vfsizielle Eiuladuugs-
^"'graiuiu dcu auSstelleudcu Nativuc» gcsteckt hat. 2u
»nglischeu Abtheiluug giebt cs geuug Bilder, dcreu
»lstehuugszcit übcr das letztverflvsseue Jahrzehut hiu-
»usreicht,

is,iglv,id ,li,d Oesterrcich habcu ihre Kuustaus-
^lluiigvsiito zuerst ervffuet. Das ist teiu uuiveseutliches
s "'mcut für dic Beurtheiluug der dekvrativeu Aus-
Eiiug, dic, ivas Ocstcrrcich aulaugt, hiuter der dcut-
Zurückblcibt. Die Kvuiiuissivu glaubte geuug ge-
-'"» Zu habeu, wcuu sie sür eiue zweckiuäßige Beleuch-
"»g uud für eiueu svlideu Cvuifvrt svrgte. Als die
^»tschc Abtheiluug uvch uicht ervffuet ivar, behauptete
v>lerreichischv deuu auch hiusichtlich der Dckvrativu
o."' ">iou Platz. Die stilvvlle Pracht der deutscheu
'lheiluug erhvhte später allerdiugs die Ausprüche des
»blituuis, sv daß u. A. dic belgische Kviuiuissivu die

Ervffuung ihrer Kuustausstelluiig uui eiue Wvche hin-
ausschvb, uiu feruere Jiistruktioucu Vvu ihrer Regie-
ruug resp. Nachbeivilliguugeu sür eiue Iviirdigere Aus-
stattuug ihrer Näuuie eiuzuhvlen.

Das Berzeichniß der vsterreichischeu Kunstivcrke
sehlt iu deiu vffizielle» Kuusttatalvge, der den ersteu
Thcil dcö siebcubändigeu, nahezu iverthlvseu llugeheuers
bildet, ivelcher deu Beiuühuugeu der sranzvsischen
Kviuiuissivii zu verdauteu ist. Die vsterreichische Kviuiuis-
sivn hat ivie die deutsche eiucu gut uud svrgfättig ge-
arbeitctcu Scparattatalvg iu dcutscher und srauzvsischer
Sprachc hcrausgcgebeii, der in jeder Hiusicht billige»
Anfvrderuugeu eutspricht. Uugaru fehlt dagegeu iu dei»
vsterrcichischeu Katalvge. Eö hat seine Stetle erhalteu
iu deui vffiziellcn franzvsischcn Katalvge, der die Lei-
stunge» des berüchtigteu Kunstkatalvgs dcr Wiener
Weltausstelluug Vvllig iu dcu Schattcu stellt. Bei seinen
zahllvsen Mängelu hatte der letztere iveuigstens den
Bvrzug der Haudlichteit: uiaii kvuute ihn iu die Tasche
steckcn, iveun uiau ihn nicht uiehr brauchte. Der vffi-
zietle srauzvsische Kuustkatalvg, der 332 Seitcu in
Grvßvktav uiufaßt, ist dagegcu eiue wahre Plage sür
deu Besuchcr. Die sranzvsischc Abtheilung ist srcilich
dariu uiit eiucr liebcvvllcii Ausfiihrlichkeit behandelt.
Mau hat gauzc Stellen aus dcr hciligen Schrist, auü
Histvrikeru uud fraiizvsischcu Dichtern abgedruckt und
dadurch znui grvßtcu Theil den Uuifaug des Katalvgü
verschuldet. Dagegen sind die iibrigen Nativneu destv
schtechter fvrtgekviuiuc», ain schtechtcsten Ungarn. Uuter
der Nubrit llon^riv cuthält der Katalvg nichts als die
Naiucu der SNalcr, ihren Wvhnsitz und dic Anzahl der
Bildcr: tLbruii)-i ii l'nris 1. Un tnblvnn it I'tiuilv.
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