Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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>5-Iahrgang.

^eiträge

sini'an prof. Dr.L. von
^tz°w (wion, Thore-
^""U">g-iffe25) oder on

verlngshnndlung m

^^,PZ>g z» richten.

27. Huni

Nr. 37.
Inscrate

s878.

Beiblatt zur Zeitschrift für bilbende Ku,lst.

L-scheint jede wochc a,n Donnerstog, für die Abonnenten dcr „Zeitschrift für bildende Unnst" gratiS t für sich allein bezogen kostet der
gofrgang 9 Mnrk föwolff im Luchffnndel als auch bei den dcutschen und österreichischcn postanstalten.

>-" - ' ro.a.tte, Ausstellnna ilt lveimar. — Senbert's Allgeineines Künstleileklkon,

^ubglti Die Iabrcsausstellung im wiener «Snstl'rha«,-^ n. ^ ^ Fchwn tkranz Maria Ingenmey.ch.- Mkdaille«' h. U. I Ig

l. Band kolland, Graf pocc^ p-, d c kc r s ^°>> I Ansbau der Florentiner Domfagade i Archaolognche Sesellschast III Belliii.

>» Romi Restauration der Ratbarinenkirche zu wppenne„i .

— Zeitschriften. — Inserate.

aahresausstcllung im IViener Uünstlerhause.
II.

Das Porträt ist, tvie getvöhnlich, numerisch starl
^rtreten, als bemerkenswerth kann aber kein einziges
"r ausgestellten Bildnissc bczeichnet werben. Lcnbach,
Angeli nnd Makart, tvclche in friihercn Jahrcn
A'lltimgeu i,„ Porträtfache beizustcucrn pflcgten, dic
der einen vder anderen Nichtnng Anlas; znr

Debatte

lwten, haben sich hcuer gäuzlich scrn gehalten;

si," ^^"r'n >iuden >vir drei Bildnisse, die dnrcb ihreu
e, Hnbitus vou dcu im Borsahre ansge-

"l ParadeportrntS anfsallend, sedvch durchans nicht
lbrem Nachthcile abstecheu. Franz Rnmplcr, ein
i»»ger Künstler, welchcr Vvn der Palette
,j^^^s M'ade soviel genascht hat, als ihm zuträg-
7.. 'l-'»», i>t durch vicr Kiuderporträts in ganzen

^Bliei, sehx vertreten. Freie Anffassuug und

,-^n^'^illge Stcllung der L)rigi»ale, passeude und ge-
„„^"llbolle Wahl deö Beilverkü, korrekte Zeichnuug
^gaute, svlide Farbeugebuiig zeichueu alle diese
i, , ^ ^lis; es belebt sie ei» geurehafter Zug, welcher
liist ^l'lli Porträt eiues reizendeu Ai'ädchens

l'lkäutem Ausdruek uud etwas altklug iu die Welt
l'» Rehaugeu inuetvvhnt. Genrehaft ist nnch
K, Bild von Rndolph Huber, das ztvei

ciei^" ^^'^'ll PvnV darstellt; weun das trefflich
l'ild^ ^ -^l-ier den Hauptauziehungspnukt der Gruppe
sv ljl'sckon die Kindcr recht lebeudig hingestellt siud,
de» das nur, das; der Küustler aus der Domäne
stjs^^l-'rstückg eigentlich zu Hause ist. Bon charakteri-
o'- fast monumentaler Wirkung ist das i»i Staals-

e>n

auftrage vou Griepenkerl gemnlte Porträt dcs Bize-
Admirals Vvn Wüllcrstvrff'-Urbair, unter dessen Kvm-
mando die vsterrcichische Fregattc „Novara", mit dcm
unvergeßlichcn Scllenv am Bvrd, ihre für dic Knnst
nnd die Wisscnschaft gleich srnchtbarc Wcltnniscglung
gemacht hat.

Das Porträt dcs Admirals ist in passender Weise
so Pvstirt, das; eö anf zwci schvne Marinen blickt.
Die eiue rührt vvn Cvnrant in Paris her, Ivelcher
iu Havre, seiner Vaterstadt, Vvn Kiudheit a»f mit dem
Elemeute vertraut gewordcn ist, das cr sv. meisterhast
schildert. Trvtz der Einsachheit des Mvtives sesselt
uns sei» Seebild, in Ivelchem die kalte grane Luft eines
uusreundlichen, ivindigeu Tages anf vffeuer See uicht
mindcr charakteriskisch zur Auschauung gebracht ist, als
die wcißlich schänmeude Gisckt der Wellenkämme nnd
die in's Griiuc nud Graue schillernden nnheimlichen
Wassertiefen. Anch die Landratte flivbert R ns; hat eiu
schvn kvlvrirtes Seebild Vvn bedentender malerischer
Wirkung geliesert; nur läßt sich »icht verkeuuen, das;
dieser „Strand vvn Helgvland" in dem Theile, Ivelcker
der lvrru iirinu angehvrt, besser gelnugen ist, als iu
der eigeutliche» Wasserparthie. Bv» den svustigen
Biariue» verdient blvß ein älteres Bild Vv» Andreas
Achenbach „Bi'eeresstrand", das die satlsam bekaniiten
malerischen Qnalitäten dieses Ni'eisters ausiveist, be
svnders erwähnt zu Iverden.

Die Landschast hatte man znr Zeit dcr Jabres-
anSstelluiig außerhalb des Künstlerhauses anfzusuche,»
um an ivahrhaft bedenteuden nnd interessanten Leistuii'
gen sich zn erfrenen. Bvn Jos. Hvfsmann war i»
feinem Atelier iu der Akademie der bildendeu Künsle
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