Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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^Z. Iahrgang.

, Beiträge

sind an prof. Dr. L. von
Lützow (wien, There-
stanumgasse 25) oder an
die verlagshandlung in
Leipzig zu richten.

10. Oktober

Ni 52.

Inserate

ü 22 pf, für !>ir drci
grspliltrnr prtit.
zeilr wcrden von scdcr
^nch, u.AnnMiandlnng

1873-

Beiblatt zur Zeitschrift für bilbende Kunst.

Erschcint jcdc wochc an, Donncrstag, für dic Abonncntcn dcr „Zcitschrift für diidcndc Runst" aratis t für si» allcitt bcioacn kostc, tlcr
Iabrgang st Mark solvobl ill, Luchhandel ais auci, bc, dcl, dcutschcn und östcrrcichischcn poslanslaltcn.

änbalt. ^ ^ .. vill — Rob. vischcr, Luca Signorclli und d,e ltalicnlschc Rcnalssancct A. Andrcse», Dcrdcutschc

Dc/Ü? Mucllcnschllftcn. - Sccmann's kun,,l,islorischc Dildcrbogcu, Ll,r. wiibcrg s „r.ai, „ud .fcrn." —

Dclntrc-Lr-rvcul-l L n c l b c D cllcnla,^^k ^ ^ dlatl,l>ausbau l .fcucrbacll's Dclkcl,ac,„?it!>» 7l. >.,. .

, Lireivergers — -----.- o.tvelvuge» : <r.lir U.'i I l, r>7.,,, ..

^auratb Raschdorf.- vr. A. von Lye.- A. Redtenbacher. - Der wiener Aathhausbau / Feuerbaeb's Deckengemälde ?ür di.» nv. -

- Aölner Runstauktion. - Auktions-Rataloge. - Zeitschriften. - ^nserate. ^ llrlngemaide fur d,e w.ener Akademie.

H < ^innt die ,?ieitschrift für bildende Aunst ihren l^, Iahrgang. Um
-Il„ d.u, 2,. Stt°b.r b°g,l ' dtt o- , ' ^ g.b.I..,, Ab-N»°.

2erzögerungen in der Zusendung zu vernwiotii,

'"ents rechtzeitig zu erneuern. Die vcrlagsbandlung.

Leipzig, f0. Oktobcr f878.

Non der Plariser lVeltausstellnng.

sa vm-

"nd Norwetjeil. — Dänemark. — Die Nieder
— Lelgieii. — Die Schweiz. — Riißtaiid. — Nard
amcrika.

Die Kiinstler aus dem staiidiiiavischen Nvrde»
jh,-p„ Schiverpiintt stets außeichatb ihres itandes
3'sttnden.- in Dnsseldvrs, München nnd Paris. N'ach
' 'ttßgabc der nativnalen Sympathien habcn die Nvr-
^gar „,st Bvrtiebe die Akademien Dentschlands anf-
ttfttcht, >„lil/rend x,ie Schweden, wie in allen librigen
^ ttige», st, „„ch der Knnst mit Fraistreich kvtettiren.
an den 42 nvrlvegischen Malern, die auf dem Mars-
ansgestettt haben, sind 18 in Dentschland (t, in
^ttlseldvrf, g in iNnnchen nnd einer in Carlörnhe) nnd
tt> Paris ansässig. Fiir die Heiinath bleiben dem-
nnr sechszehn znriick. Kiinstler ivie Gnde,
tttttste, Dabl, tann man kanm flir ihre vater-
ttttdische Knnst, wenngleich sie nvch mit Bvrliebe
-^ttnische Mvtive behandeln, in Anspruch nehmen, „nd
^ttt) bei der Mehrzahl derjenigen, welche ihren WvhnsiP
" der nvrdischcn Heimath anfgeschlagen haben, ivird
ttttii, tzie Prvvenienz ans Diisseldvrs vder Miinchen
/'ttht nachweisen kvnnen. Dic letzteren sind fast ans-
üstießlich p'andschaftömaler, Ivetche mit sichtlichcr Viebe,
^'ttn „,^jst ,„jl geringerem tcchnischen Geschick

^ Iviidrvinantischen Reize des nvrivegischen Gebirgs

und die einsamen Küstenstriche ain Nvrdniecr zn
schitdern vcrsuche». Die eigcnthümliche Schwermnth,
die wie ein Alp anf den Erzählnngen und den Natnr-
schitdernngen ihrer Dichter lastet, beherrscht anch ihre
Gemälde. Eine nielanchvlische Grnndstimmnng ist der
charakteristischc Zug Vvn Malern wie Bvrgen, Disen,
Nielsen, Peters nnd Sinding.

Bvn den fünfzig schlvedische» Nialern sind 22,
atsv fast die Hätfte, in Paris ansässig. Die meisten
vv» ihnen haben sich der franzvsischen Schulc ange-
schlvssen, vhne etwas BedentendeS erreicht zn haben,
während der einzige dieser Pariser Schweden, der mit
einer hervvrragenden Schvpfung anfgetreten ist, der
Barvn G. v: Eederstrv m, angenscheinlich das Gepräge
der Düsseldvrfer Schnle trägt. Sei» Gemälde, der
Transpvrt der Leiche Karl'ö XII. über die nvrwcgische
Grenze, ist svgar eines der besten Histvrienbilder der
ganzen Weltansstellnng, eines der besten, Ivenn nicht
gar daö beste nnter den wenige», die diesen 9tamen
verdienen. Der Tranerzng bewegt sich znr Winters-
zeit einen Ivilden Bergpsad hinab, den n»r des Jägers
Fus; zn betreten pflegt. Die Gegend ist in ein dichteö
Schncekteid gehüllt, nnter dem nnr die Formcn der
Felümassen charaktcristisch hervvrtreten. Der Zug isl
gerade au einer Biegnng des Weges angelanqt. Ein
Ofsizier init gezvgenem Degen schreitet ihm spähend
vvranf. Berwundete fvlgen nnd dann die kunstlvse
Bahre mit der p'eiche des Kvnigs, dessen Hanpt un-
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