Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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Iahrgang.

Beiträge

l'"danPr°f.Dr.L.°°n

"S°w (wicn, Thcrc-

"-""'N'gassoeqoderan

'" "erlagshandinng in
°'pä'g zu ri-iiien.

9. Nai

Nr.50.

Inserate

ti 25 jDf. für die drei
Mal gespaltene jDetit-

s878.

Beiblatt zur Zeitschrift für bilbende Kunst.

Erjcheint jede woche ani Donnerstag, für die Abonnenten der „Aeitschrift für bildende Annst" gratis; für sich allein bezogen kostet der
Iahrgang 9 Mark sowohl inr Buchhandel als auch bei den deutschen und österreichischen ssostanstalten.

^nh

in der Gentäldegalerie des alten Museums in Berlin. — Beiträge zu Michelangelo's Rarton der Schlacht bei Lascina —
nent^'^i^o.le Lzermak -j-. — üannover: Preisausschreiben des Zlrchitekten-und ^ngenieur-vereins. - Düfseldorf Aus de'r verina-
auktim,^"bUellung oon Schulte. — Bau emer Runsthalle m Dusseldorf; Tner: 2luffindung einer römischen villa. — Berliner Aunst-
Zeit>chriften. — Inserate.

llinl'auten in der Gemäldegalerie des alten
Nluseums iu Berliu.

^ieser Ueberschrift bringt die Berliner

^^^-öbitniig einen bcachtciiswerthen Aufsatz aus
r«, Dohme's, den wir im Ilachfolgenden

produciren:

rix Frage, ob nnd wic weit die Gcinäldcgale-
dilluseuins eines Uinbaues bcdnrftig ist, hat
^^.^"Eiich vor Jahren viel Streit erregt, und wenn
satz/ ^is jetzt crzielten Rcsultate viel Gegen-

uber sind, fo steht eine endgültigc Einignng

^ Borzunehmcnde iminer noch aus, viclleicht

/Olnek. Dcnn daß allein der Ban einer neuen
"ück nnch dcn Prinzipicn, welche erst langc

"c„cx ^utstchcn der Schinkel'schen Schvpfnng durch
^ersuche nnd Erfahrnngcn annähernd festgestellt

hcrrs'i"' ""Ug befricdigcnde Lvsnng ist, darübcr

bersn^ do» Betheiligten kauin noch Meinungs-
r^ ^^"n^eit. Nicht znin wenigsten habcn die zahl-
^crch,' Ankäusc der lctzten Jahre dics

di»ssf>,?0" "cich grvßercn nnd praktischer angelegten
»isst ^ ""Isräumcn zum allseitig enipsnndenen Bedürf-
dx» Da nun zur Zcit bercits dem dringen-

»i»„ nach Raum für die nnifassende Äbfor-

^tcn^ Vildwerken dcr Rcnaissance namentlich in
Äbcij^ die Bewillignng cines Ncnbaucs für

^ildn^ »'ittelalterlicher nnd insbcsvndere Nenaissancc-
»>»„ ^'^ilfe in nahe Anssicht gestcllt ist, so wird
ei„^ i»lstntlich diese günstige Gclcgenheit bcnntzen, in
ÜN deinselben Renaissanceninsenni die Abgiisse

o Driginalbildwerke, die jetzt in der äußersten

nnd finsterstcn Abthcilnng des alten Mnsennis sast
vcrlvren nntergcbracht sind, niit dcn Geinälden zu
vereinigen, — einc Vcreinigung, die vvllig nen, aber
dnrchans in dcr Sache bcgrllndct ist. Jn dcn dnrch
einen derartigen Ncnbau frei werdendcn Nännien des
altcn Mnscnnis wäre der langc gcsnchte pvürdige
Ausstellungsplatz für die Schätze dcs Antigiiarinnis
nnd dcr Vasensaninilnng, viclleicht anch der Aiünzen
iind stNedaillen gefnndcn, während die Svnterrains, in
dcnen diese bishcr ein ihrcr nnlvürdiges Heiin gchabt,
ihrcr nrsprüiiglichcn Bestiniiiinng alS Atagazinräunie
dcr Sknlptnrcn- und Abgnßsaniinlnng, an denen es jetzt
znm enipfindlichcn Schaden dicser Saniinlnngen sv gnt
wie ganz sehlt, Ivieder znrückgegeben Iverden.

Sv wäre dcr klassische Ban Schinkel's ganz der
antiken Knnst gewidnict, waS nnser Bi'nsen», an Ori-
ginalcn ans dcni Alterthnni bcsäße, hier vcreinigt.
Hvffcntlich Ivird dic Znknnft anch die Ersüllnng dicses
Wmischcs bringen, hent aber handelt es sich darnin,
in dcm Vorhandenen nach bcsten Kräften sich einzn-
richten. Mit der bccndctcn Uinlvandlnng der drei
letztcn dnnkten Kabinettc dcr nicdcrländischeii Abthei-
lnng in einen Obcrlichtsaal hat deshalb jetzt eine Iten-
vrdnung der nordischen Schulcn stattgcfnnden, in die
iinn auch dic Erwcrbnngcn der letzten Jahre svstema-
tisch cingerciht sind, wenigstens so weit als mvglich,
dcnn cin Ncst der Suerinvndt'schcn Saninilnng ninßte
ans Nücksicht anf Platz und ivcitcre Unibauten nocki
in den Versiichskabinetten belassen werden.

Das Erschcinen des ncncn Katalogs für die
Galerie steht dem Vernchmen nach i„ den näckisten
Monaten zn erwartcn. Da der Wcrth einer Samin-
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