Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 13.1878

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)abrgcmtz.

Beiträtze

smd an pros.Dr. L. von
^ützow (wn'n, Tstcre-
samnngasse 25) oder an
die verlags^andlnntz rn
^erpzig zu rrchten.

'O. Dczcmbcr

Nr, (0.
Insorate

is877.

eiblatt zur Zeitschrift für bildetlde l^unst.

Erich»i„t jedo woche am
Iahrgang

^"hal

Doimerftag, für die 2lbonnenten der „Zeilschrift für bildcnde Rimst^ gratis; für sich allein bezogen kostet der
2 rNark sowolst im rZuchhandel als auch bei den deutschen und österreichischen ^)ostanstalten.

Aunüi^ ^^'"o^'kt. lll. ^chweizerische 2<unstausstellung von s877. — Lionardo's Reiterstatue. — ). j?ortae!s. ^lliterreichllche
sel'alt 'N Aölner Dombau-Lotterie; Grote'scher IveihnachtsalmanachLNünchener Runstakademie; Üerliner archaologtjche Geiett-

' > - -.lnisterdamer Aupferstich-Zluktionen. — Zeitschriften. — ^nserate.

. —viv

die Hcmptfcst des ganzcn Jahres ist, a

'lderbücher angcwicsen wäre, die nns der Zuf

''»s

Wc»n das

Nom Lhristmarkt,
III.

kleine Volk.

für wclchcs die Christ-
anf

»uf d O uugcwieien ware, bie unS der Zufall
ldrii) öelcgt, so würde sich dasselbe in seiner

»Ud sehr getänscht sehen. Allerliebst erfunden

Bild^" Theil sehr drolligcr Koinik sind dic bunten
E-Klim sch ein in dcr literar.Anstalt in
b»u "" ^lchienenes Werkchen: „Unter'm Märchen-
g^' 'H' dlllcrlci Märchen, Geschichtcn und Fabcln in
Frit"»' Vildern von H. Oswalt" ansgestattet hat.
»iii ^^^'ueister hat cine Sanimlung von Zeich-
chc^" " Plctsch in Holzsä>nitt mit beigefügtcn Vers-
lick' ^m Titcl „Ein Stnckchen Edcn" vcröffent-
Vorbilv in der Fcinhcit nnd Leichtigkeit
sä, Z"^^'dels zu errcichen (Bcrlin, Photogr. Gescll-
rikn^ lEine kräftigerc Kost bieten die „Schweizc-
gutest" Vilderbogen", cin Untcrnehnien der durch
^ ^ stleistungcn bekanntcn xylographischcn Anstalt von
ers»' ^ Zürich. Der Jnhalt der bis jetzt

llencnen 2ä Bogen hat cincn enlschicden schwcizerisch-
^ ^tischcn Charakter, nnd auf Belebung und Förderung
^chweizerischen Nationalgcfühls scheint es auch bei
Publikation in erstcr Linie abgeschen zu scin.
"dkß hgj pjx künstlerische Lcistung, namentlich was die
^sckräge von G. Roux, Conr. Grob, A. Bachelin und
^.^ler Tvbler anlangt, Werth genug, nni auch über
^ Grenzen des Heimatlandes hinaus Freundc und Licb-
^ dr zn finden. Für die jüngstc Zeitgeschichte Lesonders
^Uhvoll ist die durch acht Bogeu läufendc Schilderung

der Schicksale dcr Arniee Bourbaki's zur Zeit ihres
Uebertritts auf schweizerischen Bodcu, vorzugsweise uach
Skizzcn von Bachelin, die durch die Uebertragung auf
Holz in ausgeführter Zcichnung wenig vou ihrer ur-
sprüuglicheu Frische und Lebendigkeit cingcbüßt zu habcn
schcinen. Sehr ansprcchcnd ist auch der Gedauke, die
Geschichte der Feucrwaffen durch Kriegöbilder zu illu-
strircu, und Aug. Beck und C. Jauölin haben dicse
Aufgabe init Geschick gclöst.

Eine neue Ausgabc von Mcttcnlci ter's „Schrif-
ten-Magazin" (Erfurt, Bartholoniaeus) enipfehlen
wir allen denjenigen znni Studiuiu, dic die Ab- und
Jrrwege kennen lcrncn wollcn, zu denen sich die Kalli-
graphen alter und ncuer Zeit durch das Streben nach
Originalität ü tout pi'ix verleiteu licßcn. Es ist un-
glaublich, welche Verunstaltungen die Schriftcharaktere
untcr der Hand sonderbarcr Schrcibnieister häben er-
fahrcn niüssen. Wenn diese Saniinlung, wie es doch
scheint, zunächst den praktischcn Zweck ini Auge hat, Vor-
bilder für Litho-, Thpo- und andere Graphcn zu licfern,
so niuß nian sich entschieden abwchrend gegcn dicsclbe
vcrhalten, oder dvch den Wunsch aussprcchcn, daß sie
uni ctwa cin Drittel ihrer 70 Blättcr crlcichtert werden
invchte. Ein wirklich verdienstvolles Unlernehnien würde
cs seiu, weuu der Gcdanke des Wcekcs einmal anders
gcfaßt und die Geschichte dcr Schrift in originaliier
reproducirten, mit Angabe der Provenicnz versehenen
Bcispiclen dargclegt würdc. Partielle Bersuche dieser
Art sind schon wicderholt gcmacht, aber cin übcrsichtlich
angeordnetes Wcrk mit stilistisch strengen ittachbildungeii
dcr Schreib- und Druckschrift, der gemeinen wie der
verzierten Bnchstabcn aller Zeiten, soweit sich Schrist-
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