Zingeler, Karl Theodor [Oth.]; Laur, Wilhelm Friedrich [Oth.]
Die Bau- und Kunst-Denkmaeler in den Hohenzollern'schen Landen — Stuttgart, 1896

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OBERAMT GAMMERTINGEN.

Kirchen- Monstranz Zopf, i. Kelch Rokoko, Kupa silbervergoldet, Augsburger

gerate Beschauzeichen und die BuchstabenJ.il/. 2. ÄW( wie Nr. 1. Buchstaben
P. T. L. Sodann auf dem Fusse ferner in einer Fahne: Spohr.

Epitaphium Am rechten Chorbogen befindet sich eine Sandsteinplatte mit der

Aufschrift: Petrus Düringer Parrochus loci ab anno 1669 usque 1686. Des-
gleichen am linken Chorbogen die Aufschrift: Jos. An. Heinrich Leo par-
rochus f 19. April 1769.

Skulpturen Auf der Kirchenbühne eine grössere Anzahl alter Skulpturen. Das

beste hierunter sind: Eine h. Katharina und eine h. Barbara, 1,40 m hoch.
16. Jahrhundert.

Grabhügel Südlich vom Ort sollen sich früher Grabhügel befunden haben; sie

sind ganz verschwunden. 1893 wurden beim Bonitieren Scherben ge-
funden, die auf die Hallstattzeit hinweisen. Dicht beim Ort im Deuten-
bronn mehrere noch nicht untersuchte Grabhügel.
Trichter- Auf dem Mühlberg interessante Trichtergruben.

giuben yon besonderem Interesse ist ein ebenfalls beim Bonitieren ge-

machter Fund: Mörtelstücke, die auf bemalte Wände schliessen lassen,
Römisches und das Eisenstück eines römischen Pilums. Westlich läuft das Hochgesträss
(römische Strasse) vorbei.

BLÄTTRINGEN.

Dorf, 12,5 km nördlich von Sigmaringen, 38,8 km südöstlich von
Hechingen, in gleicher Höhe mit dem benachbarten Benzingen,
1355 „Blatteringen das Dorf" genannt und zur HerrschaftJungnau gehörig,
bietet weiter nichts für unsere Zwecke, als dass in nächster Nähe westlich
Römerstrasse das römische Hochgesträss vorbeiführt.

FELDHAUSEN.

Allgemeines T])farrdorf, 30,1 km nördlich von Sigmaringen und 33,7 km südöstlich
-L von Hechingen auf der Alb gelegen, gehört zu den ältesten Orten
Hohenzollerns und wird schon 860 als Veklhusun aufgeführt. Im Jahre
1245 heisst es Velthusin, 1468 Veithusen, das Hausen (Haus) auf dem Felde.
Im 13. Jahrhundert sind die Herren von Lichtenstein (bei Neufra s. d.)
hier begütert. Im übrigen teilt der Ort das Schicksal von Gammertingen,
zu dem es gehörte (s. Gammertingen).
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