Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 1.1909

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Der Cicerone

Heft 10

Privatbesitz übergegangen war, und
man war erstaunt, in welchem Um-
fange diese Ausstellung den Galerie-
besitz variierte und ergänzte.

Die Zahl der Bremer Sammler,
die ihre Kollektionen planvoll nach
künstlerischen Gesichtspunkten aus-
bauen, beläuft sich auf etwa ein
halbes Dutzend. Allen voran gehen
hier die Namen Biermann, A. W.
v. Heymel (der Bremen aber ver-
lassen wird) G. Wolde und C.Th. Mel-
chers; ihnen schließen sich Motz
und Sparkuhle an.

Der Neuerwerb an Gemälden alter
Meister, um das vorwegzunehmen,
ist relativ gering. Mit einem Teil der-
selben ist nur ein Besitzwechsel
innerhalb einzelner Familien vorge-
gangen, und viele von diesen Bildern
hat man auf der Leihausstellung
alter Bilder im Jahre 1904 gesehen.1)

Ganz neu ist ein C ran ach, die Anbetung des Christkindes darstellend, ein
Bild von hervorragend schöner Zeichnung und einer dunklen Harmonie der Farben,
die sich auf den Zweiklang von Blaugrün und Lackrot aufbaut, ein mit dem Mono-
gramm bezeich-
netes undatiertes
Gemälde aus Cra-
nachs letzter Pe-
riode, das leider
sehr eingeschla-
gen ist. Die Ab-
bildung Nr. 1
überhebt mich
einer näheren Be-
schreibung. Der
Ruisdael(Abb.2)
ist ein kleines Bild

Äbb. 2. JÄKOB VAN RUISDÄEL, Landschaft. 34 : 33 cm
□ (Sammlung fl. Lürman)

') Vergl. Pauli,
Gemälde alter Mei-
ster aus bremischen
Privatbesitz (Bre-
men-Leuwer 1905).

Äbb. 3. J. v. OVERBECK, Frühling. 72:178 cm
□ (Sammlung Carl Th. Melchers)
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