Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 1.1909

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DER KUNSTMARKT

V V




BEVORSTEHENDE AUKTIONEN

VERSTEIGERUNG DER SAMMLUNG
GUSTAV PHILIPSEN (KOPENHAGEN)

Äm 29. November und an den folgenden
Tagen gelangt unter Leitung des Numismatikers
Dr. Jakob Hirsch in München die Sammlung
Gustav Philipsen (Kopenhagen) zur Versteige-
rung. Der Reichtum und die Mannigfaltigkeit
der Typen ist staunenswert und dürfte nur von
ganz wenigen Privatsammlungen übertroffen
werden. Philipsen hat es mit seiner unermüd-
lichen Sorgfalt und umfassenden Sachkenntnis
verstanden, historisch und numismatisch be-
deutende Exemplare mit Prachtstücken der Er-
haltung in seiner Sammlung zu vereinigen. Die
außergewöhnlich stattliche Anzahl von Inedita
spricht von der hohen numismatischen Bedeu-

tung der Sammlung. Die durch Seltenheit oder
Erhaltung hervorragenden Exemplare im ein-
zelnen aufzuführen, muß wegen der über-
reichen Menge unterbleiben, der Kenner wird
sie an der Hand der trefflich gelungenen 35 Tafeln
unschwer herausfinden. Einige Stichproben
mögen genügen. Als besonders wertvolle Stücke
will ich erwähnen das bisher nur in wenigen
Exemplaren bekannte Tetradpachmon von Kla-
zomenai in Jonien (Nr. 2073) mit dem groß an-
gelegten Äpollokopf von vorne und dem mit
den Flügeln schlagenden Schwane; ferner das
Tetradrachmon von Mende (Nr. 385) mit dem
auf einem Esei halb sitzenden, halb liegenden
Dionysos und eine Tetradrachme Alexanders des
Großen (Nr. 504) mit dem stehenden Adler auf
der Rückseite (nach der Angabe des Verfassers
des Kataloges bisher nur in drei Exemplaren
bekannt).

Kat.-Nr. 1006. Lyon: Essais lithographique 1823 □

Versteigerung am 22. November bei Ämsler & Ruthardt in Berlin
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