Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 1.1909

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facsimile
Ein Frühwerk von Frans Hals

(Eine Fälschung nach einem Dirck Hals)

Von Kurt

Unter den Genrebildern von Frans Hals d. Äe.
nehmen die mehrfigurigen Kompositionen eine
besondere Stellung ein. Gerade kunstgeschicht-
lich gewinnen sie uns das größte Interesse ab;
denn sie sind Frühwerke dieses großen Haar-

Erasmus

in Kopien erhalten ist, „Das lustige TrkU, in
amerikanischem Privatbesitz, das die meisten
nur aus der Kopie im Kaiser Friedrich-Museum
in Berlin kennen, „Junker Ramp und seine
Liebste“ in amerikanischem Privatbesitz und

DIRCK HÄLS, Fete champetre

lemer Malers. Dann aber auch veranschau-
lichen sie uns im Bilde den derb realistischen
Humor jener alten holländischen Possen. Sie
sind der Widerschein des Volkslebens, wie die
Porträts der der besseren Stände.

Bis jetzt waren uns vier solcher Gemälde
bekannt: „Der Rommelpotspieler“, der nur noch

Louvre in Paris

„Die lustige Gesellschaft beim Mahle“, die 1883
in der Sammlung Cocret in Paris war. Herzlich
wenig, fürwahr! Um so bedauernswerter ist
es, wenn sich jetzt das letzte Bild, die lustige
Gesellschaft, nicht mal als eine Kopie, sondern
als eine Fälschung erweist.

Leider bin ich nicht in der Lage, diesen
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